PC Aufrüsten: CPU- und Mainboard-Kauftipps
Egal ob ihr demnächst erscheinende grafische Knaller wie Assassins Creed: Unity, Battlefield Hardline oder The Witcher 3 auf hohen Details spielen wollt oder ob es euch nur darum geht, euren PC für das neue World of Warcraft-Addon Warlords of Draenor fitzumachen: wir geben euch die passenden Aufrüst-Tipps!
CPU-Kauftipps
Unser Kauftipp für ein CPU-Upgrade mit Wechsel zum Sockel 1150: bei den aktuellen Preisen kommen bis 200 Euro vor allem die Modelle Core i5-4460 (3,2 Gigahertz, ab etwa 160 Euro) und Core i5-4690 (3,6 Megahertz, knapp 200 Euro) in Frage. Wer mehr ausgeben kann, sollte zu einem Xeon E3-1231v3 greifen - dieser ist technisch gesehen bis auf eine fehlende eigene Grafikeinheit mit den Core i7-CPUs identisch, kostet aber nur 220 Euro - 40 Euro weniger als der gleichgetaktete Core i7-4770.
In diesem Artikel
- Seite 1 PC Aufrüsten: Einleitung; Beispiel World of Warcraft
- Seite 2 PC Aufrüsten: Prozessor aufrüsten oder nicht?
- Seite 3 PC Aufrüsten: CPU- und Mainboard-Kauftipps
- Seite 4 PC Aufrüsten: Grafikkarte aufrüsten? Kauftipps zu Grafikkarten
- Seite 5 PC Aufrüsten: Netzteil und Arbeitsspeicher
- Seite 6 Bildergalerie
Der Vorteil der Core i7-CPUs und des genannten Xeons: sie bieten pro Prozessorkern je zwei so genannte Threads. Ein Thread ist vereinfacht gesagt wie eine Art eigener Prozessorkern. Bei vier Kernen sind dies also acht Threads, die CPUs können also wie Acht-Kern-CPUs arbeiten. Die Core i5-Modelle bieten pro Kern nur einen Thread, insgesamt also vier. Wer eine sehr schwache CPU und dazu noch einen schmaleren Geldbeutel besitzt, sollte trotzdem zum Sockel 1150 wechseln, kann dann aber vorerst zu einem Intel Core i3-4150 greifen. Dieser hat nur zwei Kerne, aber vier Threads. Leistungsmäßig pendelt er sich bei den AMD-FX8100er- und FX8300er-Prozessoren ein, kostet dabei nur 95 Euro. Wer schon ein Sockel 1155-Mainboard besitzt, aber eine CPU schwächer als einen Core i5, der kann derzeit auch ohne Mainboardwechsel aufrüsten - dabei raten wir zum Intel Core i5-3470 (3,2 Gigahertz, vier Threads, 160 Euro) oder zum Intel Core i7-3770 (3,4 Gigahertz, acht Threads, 250 Euro).
Mainboard-Kauftipps
Passende Mainboards zu allen genannten Intel-CPUs gibt es bereits ab etwa 60 Euro - in der Tabelle unten haben wir 12 Modelle mit dem aktuellen Chipsatz H97 als Kauftipps zusammengefasst.
Quelle: Asus
Asus H97 Pro
Teurer muss ein Mainboard nicht sein, denn die reine Leistung wird kaum vom Mainboard beeinflusst. Ausnahmen sind, wenn ihr erst über 90 Euro bestimmte für euch sehr wichtige Ausstattungsmerkmale findet oder wenn ihr übertakten wollt. Denn zum Übertakten solltet ihr zu einem Mainboard mit dem Z97-Chipsatz für eher 120 bis 150 Euro greifen, zudem solltet ihr als Prozessor eine CPU mit einem K hinter der Modellnummer wählen. Denn nur diese Intel-CPUs haben einen frei wählbaren Multiplikator, was zum Übertakten wichtig ist - allerdings kosten solche Prozessoren auch mehr als ihre gleichgetakteten K-losen Verwandten.
| Mainboard-Modell | Bauart | Preis ab | Mainboard-Modell | Bauart | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| MSI H97M-E35 | µATX | 65 Euro | Gigabyte GA-H97-HD3 | ATX | 75 Euro | |
| ASRock H97M Pro4 | µATX | 70 Euro | Asus H97-Plus | ATX | 85 Euro | |
| Gigabyte GA-H97M-D3H | µATX | 75 Euro | Gigabyte GA-H97-D3H | ATX | 85 Euro | |
| Asus H97M-E | µATX | 75 Euro | ASRock Fatal1ty H97 | ATX | 90 Euro | |
| MSI H97 PC-Mate | ATX | 75 Euro | Asus H97-Pro | ATX | 90 Euro | |
| ASRock H97 Pro4 | ATX | 75 Euro | Msi H97b Gaming 3 | ATX | 95 Euro |
Geh mal in 25er Raid, alles auf Max aufgedreht und dann ab nach Malkorok mit aktiviertem Recount. Da wirst du sehen wie deine i5 CPU samt guter Graka ins schwimmen kommt.
WoW läuft schon lange nicht mehr auf einem Rechner der zu Classic WoW noch ausreichte, wenn man auf Max. spielt.
Weiterhin - gerade da sich der Artikel ja an technische Laien richten soll - ist es in der Praxis für die heute üblichen Spiele eben gerade (noch) kein Vorteil, mehr als zwei CPU-Kerne zu haben, da die ersten Spiele überhaupt erst einen zweiten CPU-Kern zu verwenden beginnen, und die meisten noch single-threaded sind (es mag wenige Ausnahmen geben, die mir noch nicht bekannt sind).
Insoweit müsste eine Kaufempfehlung meiner Meinung nach darauf lauten, eher eine höher getaktete CPU (gleicher Architektur) mit weniger Kernen zu wählen.
--
Bzgl. der "Watt-Zahl" (und verwandten Scheußlichkeiten), finde ihc nicht, dass das Argument stichhaltig ist. Es wird ja auch an anderer Stelle nicht von der Euro-Zahl gesprochen, wenn es um die Preise der einzelnen Komponenten geht.
Eine letzte Anmerkung hätte ich übrigens noch zur Mainboard-Beratung: Hier wurde letztlich die Aussage geprägt, dass es gleichgültig ist, welches MB man nimmt, solange denn der richtige CPU-Sockel drauf ist. Dem würde ich entgegenhalten, dass es sehr wohl auch leistungsmäßige Unterschiede gibt, nämilch - mindestens - abhängig vom Chipsatz (es gibt je nach Sockel durchaus mehrere unterschiedliche). Außerdem unterscheiden sich manche Boards durchaus nicht unerheblich in der Dauer der Boot-Zeiten (das mag für viele uninteressant sein), sowie in der Leerlauf-Leistungsaufnahme (das wiederum könnte dann doch wieder interessant sein).
Ich verstehe schon, dass eure Zielgruppe weder IT-Professionals noch Physiker sind. Allerdings beim folgenden Zitat musste ich dann doch erstmal durchatmen:
< quote>"Ein Thread ist vereinfacht gesagt wie eine Art eigener Prozessorkern."</quote>
Wie bitte? Das ist keine Vereinfachung, sondern in der Sache schlichtweg _falsch_. Ein Thread ist in erster Linie ein Ausführungsstrang von zusammengehördenden Anweisungen. Gemeint ist offensichtlich "Hyperthreading", d.h. die _Fähigkeit_ eines CPU-Kernes, zwei Ausführungsstränge logisch (d.h. aus Sicht bspw. des Betriebssytems) parallelisiert auszuführen.
Eine differenzierte Erörterung, wie überhaupt eine größere Anzahl logischer oder phyischer CPU-Kerne zu beurteilen sind, wäre nebenbei bemerkt durchaus angemessen gewesen.
Weiter wird später im Artikel wild mit Begriffen wie "Watt-Zahlen" hantiert. Hinweis an den geneigten Autor: hierfür gibt es einen Fachbegriff, und der nennt sich LEISTUNG!
Aber für Kritik bin ich immer dankbar - ich hoffe nur, dass du die Beweggründe hier akzeptieren kannst.
Ich verstehe schon, dass eure Zielgruppe weder IT-Professionals noch Physiker sind. Allerdings beim folgenden Zitat musste ich dann doch erstmal durchatmen:
<quote>"Ein Thread ist vereinfacht gesagt wie eine Art eigener Prozessorkern."</quote>
Wie bitte? Das ist keine Vereinfachung, sondern in der Sache schlichtweg _falsch_. Ein Thread ist in erster Linie ein Ausführungsstrang von zusammengehördenden Anweisungen. Gemeint ist offensichtlich "Hyperthreading", d.h. die _Fähigkeit_ eines CPU-Kernes, zwei Ausführungsstränge logisch (d.h. aus Sicht bspw. des Betriebssytems) parallelisiert auszuführen.
Eine differenzierte Erörterung, wie überhaupt eine größere Anzahl logischer oder phyischer CPU-Kerne zu beurteilen sind, wäre nebenbei bemerkt durchaus angemessen gewesen.
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Weiter wird später im Artikel wild mit Begriffen wie "Watt-Zahlen" hantiert. Hinweis an den geneigten Autor: hierfür gibt es einen Fachbegriff, und der nennt sich LEISTUNG!
Die R9 290 wäre dann nochmal ca 25% schneller und derzeit unter 300€ auch lieferbar - die GTX 970 ist 5-6% schneller als die R9 290, aber die gibt es derzeit kaum zu haben. Ansonsten wird die mit 300-330€ gelistet.
Aber den Phenom muss ersetzt werden für die neuen games?! Weil eigentlich klingt doch 6 cores und 3.8 GHz nicht so schlecht. Ich weiss natürlich dass der is halt schon recht alt ist.
Zu was für nem Mainboard würdet ihr raten? Ich dachte so an die CPU i7 4771.
Ein Core i3 Dualcore mit 3,2Ghz ist schon stärker in Games als ein X6, teils ist sogar ein 50-60€-Dualcore Pentium nicht schlechter als der beste Phenom. Zudem gibt es derzeit so gut wie keinen Vorteil durch die 2 Kerne mehr im Vergleich zu einem Quadcore, weil kaum ein Spiel daraufhin auch nur ansatzweise optimiert ist. Aber auch die aktuellsten 6/8-Kerner von AMD FX-8350 oder die 9000er sind denen von Intel trotz höherem Takt unterlegen, die 9000er sind dabei sogar teurer als die Core i5-Modelle von Intel..
und als CPU würde ich, wie es auch im Artikel steht, den Xeon E3-2131v3 nehmen - der ist wie ein Core i7, nur dass er keine Grafikeinheit hat, die man eh nicht braucht bei Nutzung einer Grafikkarte, und der Takt ist vlt nen Tick geringer, was du aber nur in Grenzfällen mal merken KÖNNTEST - dafür kostet der aber 40-50€ weniger als ein Core i7.