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  • Kaufberatung: Gamer-PCs selber zusammenstellen für 500 und 850€

    Ein PC von der Stange kann eine gute Lösung sein, muss aber nicht: Mit eigenhändig ausgewählten und auf einander abgestimmten Komponenten können Sie Geld sparen und gute Spiele-Leistung erhalten. Wir stellen zwei Vorschläge für Gamer-PCs vor.

    Standard-Midi-Gehäuse, hier: Sharkoon Revenge Economy Standard-Midi-Gehäuse, hier: Sharkoon Revenge Economy Quelle: Archiv Wir zeigen Ihnen anhand von zwei Beispielsystemen, dass man schon ab 500 € einen PC zusammenstellen kann, der auch mit aktuellen Spieletiteln problemlos zurecht kommt und auch leicht aufgerüstet werden kann. Für etwa 850 € bekommen Sie einen nochmal deutlich leistungsfähigeren PC, mit dem Sie auch längere Zeit Spiele auf möglichst hohen Details spielen können. Die Preise verstehen sich ohne Windows. Für etwa 90 € bekommen Sie Windows 7 Home Premium als sogenannte Systembuilder-Version. Diese Version steht der deutlich teureren Vollversion in nichts nach, Sie haben lediglich keinen Anspruch auf direkten persönlichen Support seitens Microsoft. Updates und Aktivierung sind weiterhin kostenfrei.

    Komponenten: welchen Hersteller wählen?

    Viele Käufer sind verunsichert: Muss das Mainboard von Asus oder lieber von Gigabyte sein? Ist eine MSI oder eine Club3D-Grafikkarte besser? Bei gleichen technischen Daten (Chipsatz, Grafikprozessor usw.) unterscheiden sich die Produkte nur in Kleinigkeiten wie Ausstattung oder Lüftung, die Leistung ist aber in aller Regel identisch. Die Hersteller der einzelnen Komponenten in unseren Systemen dienen daher nur als Beispiele, nicht zuletzt, da der Händler Ihres Vertrauens nicht immer genau das entsprechende Modell in seinem Sortiment führt. Entscheidungshilfen über kleine Unterschiede wie z.B. auch Lüftergeräusche geben Vergleichstests, Käufermeinungen bei Online-Shops und Preissuchmaschinen sowie Internetforen wie auch unser Forum auf pcgames.de.

    Der 500 €-PC

    Wir entscheiden uns für ein System auf Basis des AMD Sockel AM3, da dieser von AMD noch über einen längeren Zeitraum unterstützt werden wird und daher auch später noch aufrüstbar ist. Zudem bietet AMD gerade für die Einsteiger- und Mittelklasse ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet. Die aktuelle Empfehlung ist ein Dreikern-Prozessor, ein X3 440, der für 70 € eine sehr gute Leistung bietet und in vielen Spielen Vorteile gegenüber einem ähnlich teuren Zweikern-Prozessor (Dualcore) hat. Als Grafikkarte ist eine AMD 5770 eine gute Wahl. Sie ist für ihre Leistung sehr stromsparend und reicht mit 1 GB Grafik-RAM auch für aktuelle Spiele in Full-HD-Auflösung sehr gut aus.

    · Mainboard: MSI 770-C45, ca. 60 €
    · Prozessor: AMD Athlon II X3 440 (boxed) 3x3.00GHz, ca. 70 €
    · Grafikkarte: AMD HD 5770 (1 GB) z.B. von PowerColor, ca. 140 €
    · Arbeitsspeicher: 4 GB (2x 2 GB) DDR3-1333 CL9 z.B. von Crucial, ca. 80 €
    · Festplatte: 500 GB, SATA II, 7200u/min, z.B. Samsung SpinPoint F3, ca. 40 €
    · Gehäuse: Midi-Tower z.B. Xigmatek Asgard, ca. 30 €
    · Netzteil: 500-500W, z.B. be quiet Pure Power 530W, ca. 60 €
    · DVD-Brenner mit SATA-Schnittstelle: z.B. LG Electronics GH22NS40, ca. 20 €

    Diese Zusammenstellung kostet etwa 500 €, es ist jedoch auch noch Einsparpotential vorhanden: Beim Netzteil reicht für das System auch ein Markennetzteil mit nur 400-450 Watt aus, beispielsweise ein Corsair VX 450W, wodurch sich 10-20 € sparen lassen, jedoch bietet das im Beispielsystem verwendete Modell eine größere Zukunftssicherheit, wenn Sie später eine stärkere Grafikkarte einbauen möchten. Weitere Einsparungen sind nicht zu empfehlen, da sie die Leistung stark verschlechtern oder sich nicht lohnen, wie beispielsweise der Griff zu einer 320 GB-Festplatte, was nur 5 € einsparen würde.
    Spar-Tipp: überprüfen Sie ihr altes Gehäuse, Netzteil und Laufwerke, ob sich eine Übernahme für die Zusammenstellung eines neuen PCs lohnt.

    Wenn Sie ein wenig mehr investieren können oder wollen, so können Sie beim Prozessor auch für ca. 100 € zu einem Quadcore AMD X4 640 greifen, mit dem Sie in einigen Spielen eine höhere Leistung erzielen werden. Bei der Grafikkarte bietet eine Nvidia GTX 460 ab etwa 165 € eine ihrem Mehrpreis entsprechend höhere Leistung. Als Festplatte ist bereits für 55 € auch die doppelte Größe von 1 Terabyte erhältlich. Mit einem etwas teureren Mainboard wie dem Gigabyte GA-880GMA-UD2H für 85 € bekommen Sie eine bessere Ausstattung wie z.B. USB 3.0-Anschlüsse. Beim Gehäuse entscheidet auch Ihr Geschmack, schauen Sie sich in Ruhe um – wenn der PC für Sie auch ein Stück weit Möbelstück ist, dann scheuen Sie sich nicht, auch deutlich mehr auszugeben. Teurere Gehäuse bieten zudem meist eine durchdachtere Lüftung und Lärmdämmung.

    Der 850 €-PC

    Auch hier entscheiden wir uns aus dem oben genannten Grund für ein AMD-basiertes System. Intel bietet zwar zurzeit bereits stärkere Quadcore-Prozessoren als AMD und wäre auch eine Option, allerdings zeigt der Trend, dass Spiele in absehbarer Zeit bei den Prozessoren keine großen Mehransprüche stellen. Die stärkste AMD-Quadcore, ein X4 965, reicht daher also noch eine Weile völlig aus.

    · Mainboard: Gigabyte GA-880GMA-UD2H, ca. 85 €
    · Prozessor: AMD Phenom II X4 965 (boxed), 4x 3.40GHz, ca. 160 €
    · Grafikkarte: AMD Radeon 5870, z.B. Sapphire Radeon 5870 Rev 2, ca. 340 €
    · Arbeitsspeicher: 4 GB (2x 2 GB) DDR3-1333 CL9 z.B. von Crucial, ca. 80 €
    · Festplatte: 1 TB, SATA II, 7200u/min, z.B. Samsung SpinPoint F3, ca. 55 €
    · Gehäuse: Midi-Tower z.B. Sharkoon Rebel9 Value, ca. 50 €
    · Netzteil: 450-500W, z.B. be quiet Pure Power 530W, ca. 60 €
    · DVD-Brenner: SATA, z.B. LG Electronics GH22NS40, ca. 20 €

    Es ergibt sich ein Endpreis von etwa 850 €. Im Gegensatz zu unserem 500 €-PC haben wir neben einem stärkeren Prozessor und einer besseren Grafikkarte noch ein modernes Mainboard sowie eine doppelt so große Festplatte und ein anderes Gehäuse gewählt, was natürlich nicht zwingend erforderlich ist. Intel-Fans greifen zu einem Intel i5-750 und einem entsprechenden Mainboard.

    Einsparpotential bietet hier vor allem die Grafikkarte: eine gute Alternative wäre eine Nvidia GeForce GTX 470, die etwa 80 € preiswerter als eine AMD Radeon 5870 und dabei im Schnitt nur 10-15% schwächer ist, allerdings trotz der schwächeren Leistung ca. 30-40 Watt mehr Strom als die 5870 verbraucht. Zur Sicherheit kann daher ein stärkeres Netzteil eingebaut werden, welches wiederum einen Mehrpreis von 10-20 € bedeutet. Beim Prozessor können sie für etwa 20 € weniger den AMD Phenom II X4 955 bekommen, der kaum langsamer als ein X4 965 ist.

    Für beide Beispielsysteme gilt: Wenn Sie insgesamt noch etwa 20-40 € in einen Prozessorkühler wie einen Scythe Katana 3 und einen Silent-Gehäuselüfter 120 mm investieren, können Sie Ihr System mit einem angenehmeren Geräuschpegel betreiben als mit den Standardlüftern.

    Fazit

    Schon für 500 € bekommen Sie einen PC, der Sie auch aktuelle Spiele mit hohen Details genießen und sich ohne großen Aufwand aufrüsten lässt. Für 850 € bekommen Sie einen um – je nach Spiel – 60-80 % stärkeren PC, mit dem Sie auch für zukünftige Spiele noch eine Weile damit rechnen können, dass er die Games auf höheren Detailstufen problemlos bewältigen kann. In jedem Falle gilt: Informieren Sie sich vor dem Kauf erneut, denn die Preise können sich schnell ändern, nicht zuletzt durch vereinzelte Sonderpreise größerer Onlineshops.

  • Es gibt 4 Kommentare zum Artikel
    Von addiebonker
    Auf Gaming PCs spezialisiert ist [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] - mit denen habe ich persönlich im letzten…
    Von Herbboy
    Der 500€-PC ist halt lowbudget - welchen Phenom würdest Du denn da nehmen, der besser als der enthaltene X3 ist, aber…
    Von Veez
    beide konfigurationen taugen zu dem preis nichts500 Euro PC:Wer kauft heute noch nen Athlon? da wäre ein Phenom viel…
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776534
Hardware
Kaufberatung: Gamer-PCs selber zusammenstellen für 500 und 850€
Ein PC von der Stange kann eine gute Lösung sein, muss aber nicht: Mit eigenhändig ausgewählten und auf einander abgestimmten Komponenten können Sie Geld sparen und gute Spiele-Leistung erhalten. Wir stellen zwei Vorschläge für Gamer-PCs vor.
http://www.pcgames.de/Hardware-Thema-130320/Specials/Kaufberatung-Gamer-PCs-selber-zusammenstellen-fuer-500-und-850-776534/
02.10.2010
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2007/04/Sharkoon_Revenge_ECONOMY_black.jpg
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