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  • Grafikkarten - AMD Nano, Nvidia GTX 950 und die Zukunft

    Grafikkarten sind ein immer aktuelles Thema. Nvidias 900er-Serie bekam gerade Zuwachs in Form der GTX 950. Bei AMD steht die AMD Nano an. Wir blicken auf die Gegenwart und die Zukunft des Grafikkartenmarkts, aber auch ein wenig auf die Vergangenheit.

    Wir wollen diese Woche einen kleinen Blick darauf werfen, welche Neuheiten rund um Grafikkarten uns aktuell und in der Zukunft erwarten. Zudem werfen wir auch einen kurzen Blick auf die wichtige neue Hardware-Produkte der letzten Monate.

    Grafikkarten: Die jüngere Vergangenheit

          

    Im Herbst letzten Jahres kam Nvidia mit der 900er-Serie auf den Markt und platzierte mit der GTX 970 eine extrem beliebte Gaming-Grafikkarte in den Regalen, die sich trotz des kleinen Mini-Skandales (nur 3,5 von 4 Gigabyte des RAMs sind auch mit vollem Speed nutzbar) und Preisen, die durchgängig leicht über dem Releasepreis liegen, zum Verkaufsschlager wurde.

    MSI GTX 980 Ti MSI GTX 980 Ti Quelle: PC Games Hardware Zusätzlich erschien auch die Mittelklasse-Karte GTX 960, die für ihren Preis ab etwa 190 Euro eine gute Wahl ist, sowie die GTX 980 und GTX 980 Ti, die allerdings beide tendenziell zu teuer sind, was Preis und Leistung angeht. Das Top-Modell GTX 980 Ti bietet zwar ein merkbares Plus zur GTX 970, kostet aber auch doppelt so viel. Die GTX 980 wiederum ist lediglich etwa 15 Prozent schneller als eine GTX 970, kostet aber satte 40 bis 50 Prozent mehr. AMD hatte währenddessen vor allem mit den zwar alten, aber relativ günstigen Modellen R9 270X, R9 280X und R9 290 gute Alternativen zu bieten. Zwar ist der Strombedarf ein gutes Stück höher als bei Nvidias 900er-Konkurrenz, aber dafür bekam man mehr FPS (Bilder pro Sekunde) pro Euro. Trotzdem beherrschte Nvidia den Grafikkartenmarkt vor allem mit der GTX 970 deutlich. Mit Grafikkarten wie der AMD R9 380 und R9 390 versuchte AMD, dagegenzuhalten - doch da die neuen Modelle lediglich auf leicht aufgewerteten alten Chips basieren, gab es nur eine kleine Leistungssteigerung, die mit immer noch sehr hohem Strombedarf und Wärmeentwicklung erkauft wurde. Wirklich neu sind aber die beiden Modelle Fury und Fury X, die mit der neuen Grafikchipgeneration Fiji ausgestattet sind. Hier ist aber die günstigere AMD Fury leider nicht zu empfehlen: sie bietet eine Leistung vergleichbar zu ohnehin schon zu teuren Nvidia GTX 980, kostet aber mit Preisen ab 550 Euro sogar mehr als Nvidias Bolide. Die AMD Fury X hingegen stellt durchaus eine Alternative zur Nvidia GTX 980 Ti dar. Zur AMD Fury-Serie hatten wir bereits ein Special veröffentlicht.

    Neu im Grafikkarten-Stall: Nvidia GTX 950

          

    Keine Zukunftsmusik mehr, sondern Gegenwart ist die neue Nvidia GTX 950. Sie just in diesen Tagen erschienen und bereits in den Läden erhältlich. Testergebnisse liegen uns allerdings noch nicht ausreichend viele vor, um eine seriöse Aussage zur genauen Leistung zu treffen. Was den Preis angeht setzt sie sich aber mit Preisen ab 160 Euro deutlich über die 40 Euro günstigere Nvidia GTX 750 Ti, die mutmaßlich durch die GTX 950 ersetzt werden soll und ihrerseits bei Release meist mit nur 130 Euro gelistet wurde.

    Zotac GTX 950 Zotac GTX 950 Quelle: Zotac Anhand des Preises stellt sich die Frage, ob die GTX 950 wirklich die neue Einsteiger-Grafikkarte werden soll, wie es die GTX 750 und GTX 750 Ti waren, oder ob sie vielmehr AMDs R9 270X und somit die Mittelklasse angreifen soll. Mit einer Leistung auf Niveau der AMD R9 270X, die ab 150 Euro im Handel erhältlich ist, würde die Nvidia GTX 950 mit nur 15 Prozent Abstand zur GTX 960 (ab etwa 190 Euro) ins Feld der Mittelklasse-Grafikkarten einziehen. Sollte die Nvidia GTX 950 also diese Leistung erreichen, so wird sie zu Preisen von 160 bis 170 Euro zu einem klaren Kauftipp, da sie mit einem guten Stück weniger Strom als AMDs Mittelklasse-Modell zurechtkommt. Was den verwendeten Chip angeht, so arbeitet auf der Nvidia GTX 950 ein GM206-Grafikchip - genau wie auf der GTX 960. Allerdings ist bei der günstigeren GTX 950 ein GM206-250-A1 im Einsatz, auf der GTX 960 ein GM206-300-A1. Wichtigster Unterschied ist die Anzahl an Shadereinheiten: die GTX 950 besitzt 768, die GTX 960 kommt auf 1024. Die Shadereinheiten beeinflussen die Rechenleistung deutlich mehr als der Takt, der bei der GTX 960 im Durchschnitt um etwa 10 Prozent höher ist. Wir sind gespannt auf erste ausführlichere Tests und werden euch noch eine genaue Leistungsanalyse präsentieren, sobald wir genügend zuverlässige Testergebnisse vorliegen haben.

    Grafikkarten: AMD Nano - schon fast angekommen

          

    Noch nicht im Handel erhältlich ist die AMD Nano. Allerdings hat AMD die neue Karte bereits alle relevanten Details vorgestellt und auch erste Benchmarks veröffentlicht, die eine Leistung von 30 Prozent über der AMD R9 290X bescheinigen bei einem gleichzeitig deutlich geringerem Strombedarf. AMD spricht von einer beinah verdoppelten Effizienz. Auch unsere Kollegen der PCGamesHardware berichteten. Es ist jedoch nicht klar, welches genaue Modell der AMD R9 290X als Vergleich diente, so dass der nicht unabhängige Test von AMD mit Vorsicht zu genießen ist.

    AMD Nano AMD Nano Quelle: Archiv Die meisten Käufer wählen eine Grafikkarte im Customdesign, also mit einer vom jeweiligen Hersteller entwickelten sehr effektiven Kühlung. Sollte aber das AMD-Referenzdesign verwendet worden sein, kann allein dies die Ergebnisse verzerren. Denn ohne eine gute und effiziente Customkühlung taktet die AMD R9 290X immer wieder ein wenig herunter, um allzu hohe Temperaturen zu meiden. Es bleibt aber trotzdem das Thema Strombedarf und Effizienz, was als positiven Nebeneffekt auch die Tatsache mit sich bringt, dass die AMD Nano deutlich leichter auch leise zu kühlen sein wird. Man darf daher gespannt sein, was erste unabhängige Tests bezüglich Leistung und Strombedarf messen, aber vor allem auch, welchen Preis AMD für die Nano aufruft. Angeblich sollen es zunächst Preise ähnlich der AMD Fury X sein, also knappe 700 Euro. Preislich ist dies eine klare Konkurrenten zu Nvidias GTX 980. Ein Vorteil ist, dass die AMD Nano mit nur einem Stromanschluss auskommt (8Pin-PCIe) und extrem kurz ist (15 Zentimeter Platinenlänge). Daher stammt wohl auch der Name Nano, der aus dem Griechischen stammt, so viel wie Zwerg bedeutet und bekanntermaßen auch für die besonders kleine Maßeinheiten wie Nanometer verwendet wird.

    Grafikkarten: Was bringt die Zukunft?

          

    Gerade weil Nvidia mittlerweile im Gaming-Sektor die 900er-Serie nun gut gestreut platziert hat, sind von Nvidia in naher Zukunft keine bahnbrechenden Neuheiten zu erwarten. Mit den Modellen GTX 950, 960, 970, 980 und 980 Ti ist das Line-Up schon fast komplett. Lediglich die Ti-Versionen der Reihen 950 bis 970 stehen noch aus und werden erfahrungsgemäß irgendwann folgen, aber genaue Informationen dazu liegen noch nicht vor. Interessant wäre für Einsteiger eine GT(X) 940. Denn wenn die GTX 950 - wie von uns beschrieben - eher den Sektor ab 150 Euro bedient und eine dem Preis entsprechende Leistung liefert, wäre der Einsteigersektor, der klassischerweise eher zwischen 100 und 140 Euro liegt, nach Auslaufen der GTX 750 Ti-Reihe komplett verwaist. Eine zeitnahe Preissenkung der GTX 950 auf unter 150 Euro ist nicht zu erwarten.

    AMD Fury X AMD Fury X Quelle: PC Games Hardware Eine bestätigte Nvidia-Ankündigung für 2016 können wir allerdings schon vermelden: mit dem Codenamen Pascal werden im nächsten Jahr neue Grafikkarten erwartet. Für 2017 und 2018 ist mit Volta eine weitere Familie in der Planungs-Pipeline von Nvidia. AMD hingegen hüllt sich bezüglich Grafikkarten - bis die auf die in diesen Tagen im Handel erscheinende Nano - in Schweigen.

    Grafikkarten: Was sagt die Gerüchteküche?

          

    Neben den Fakten über kommende Grafikkarten-Generationen geistern natürlich auch Gerüchte im Internet herum. Vor allem, was die angeblichen Details zu den bereits bestätigten Ankündigungen wie Nvidias Pascal angeht. Daher sind die folgenden Zeilen selbstverständlich mit Vorsicht zu genießen, was den Wahrheitsgehalt angeht. Doch wie man aus Erfahrung weiß: in jedem Gerücht steckt meist auch ein Körnchen Wahrheit. Derzeit gibt es allerdings nur über Nvidia diverse Meldungen zu lesen, die vor allem die schon angekündigte Pascal-Familie betreffen. So sollen die neuen Grafikkarten mit HBM ausgestattet werden, das bei AMD bereits auf den Fury-Modellen und der AMD Nano im Einsatz ist. HBM steht für High Bandwith Memory und umschreibt eine neue Sorte Arbeitsspeicher.

    Gigabyte R9 390 Gigabyte R9 390 Quelle: Gigabyte Durch HBM kann eine deutlich höhere Datenrate als mit dem bisherigen Standard GDDR5 erzielt werden, und gerade Grafikkarten profitieren von hohen Datenraten beim Speicher deutlich mehr als Prozessoren es tun. HBM ist dabei viel direkter an die GPU (Grafikchip) angebunden, effizienter und auch platzsparender als GDDR-RAM. Das Gerücht, dass Pascal HBM verwenden wird, ist schon seit diesem Frühjahr im Umlauf, als auch die damals noch nicht veröffentlichte AMD R9 390X mit HBM in Verbindung gebracht wurde - bei AMDs 300er-Grafikkarte kommt nun zwar doch lediglich GDDR5-RAM zum Einsatz. Aber nachdem ebenfalls AMD nun bei der Fury-Serie und der AMD Nano HBM erfolgreich implementiert hat, dürfte auch Nvidia an HBM für leistungsstarke Grafikkarten in der Zukunft nicht vorbeikommen. Gerüchte rund um Pascal, die sogar schon von einer Vorserien-Reife sprechen und detaillierte technische Informationen beinhalten wie die vermutlichen Flächenmaße des neuen Grafikchips, haben auch unsere Kollegen der PCGamesHardware zusammengefasst. Zudem soll, wie auch schon in früheren Jahren, zunächst der Markt für Profis beliefert werden, sprich: Grafikkarten speziell für Workstations, die Rendertätigkeiten (beispielsweise Simulationen für die Automobilbranche oder im Architektursektor) durchführen und deutlich teurer als die für den Spielebetrieb gedachten gleichschnellen Consumer-Modelle sind.

    Quadro M6000 Quadro M6000 Quelle: Nvidia Manch einem ist dabei vielleicht der Begriff Quadro bekannt: unter diesem Namen werden solche für den professionellen Einsatz gedachten Grafikkarten vertrieben, bei denen vor allem der Support für Spezialsoftware wichtig ist. Um dies klarzumachen: eine Nvidia Quadro M6000 arbeitet mit dem GM200-Chip, so wie auch eine Nvidia GTX 980 Ti, kostet aber das Fünffache (über 3500 Euro). Zu AMD gibt es außer den noch nicht zu 100 Prozent bestätigten Daten zur AMD Nano, die wir ja schon in einem eigenen Abschnitt weiter oben behandelt haben, keine nennenswerten Gerüchte bezüglich Grafikkarten. Im Gegensatz zu Nvidias Pascal, ist bei AMD sogar der Code-Name für die eventuell 2016 zu erwartenden Grafikkarten noch völlig unbestätigt - Anfang des Jahres wurde Arctic Islands als Arbeitsname als angeblicher Leak verkündet, wie ihr auch bei der PCGamesHardware nachlesen könnt. Dabei wird auch über die Fertigungsmethode 14nm (14 Nanometer) spekuliert, die die aktuelle 28nm-Methode ablösen soll - damit ist die Größe der einzelnen Transistoren gemeint, die mit 14nm also kleiner werden, so dass mehr für die Rechenaufgaben relevante Transistoren auf kleinerem Raum untergebracht werden können. Die Gerüchte zur 14nm-Fertigungsmethode bestätigten auch weitere Websites, so auch im April unter anderem eine Meldung von hardwareluxx. Weitere relevante Spekulationen über AMD-Grafikkarten sind allerdings nicht im Umlauf.

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Grafikkarten sind ein immer aktuelles Thema. Nvidias 900er-Serie bekam gerade Zuwachs in Form der GTX 950. Bei AMD steht die AMD Nano an. Wir blicken auf die Gegenwart und die Zukunft des Grafikkartenmarkts, aber auch ein wenig auf die Vergangenheit.
http://www.pcgames.de/Hardware-Thema-130320/Specials/Grafikkarten-AMD-Nano-Nvidia-GTX-950-1169165/
30.08.2015
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2015/07/MSI_GTX_980_Ti_Gaming_4G-pcgh_b2teaser_169.jpg
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