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  • Frühjahrsputz Teil 2: so optimiert ihr Windows und säubert euren PC

    Ab und an sollte euer PC auch bezüglich Windows und der installieren Software optimiert und bereinigt werden. Wir geben euch dazu passende Tipps bis hin zu einer Neuinstallation.

    Das Frühjahr nähert sich langsam, und es wird bei manch einem User Zeit zum Frühjahrsputz des PCs. Schon letzte Woche hatten wir ein Special, in dem es um die Reinigung eurer Hardware ging. Heute wollen wir beschreiben, wie ihr euer Windows bereinigen und entschlacken könnt, um es so zu optimieren.

    Unnötige Programme entfernen

          

    Dank niedriger Festplattenpreise, was die Kosten pro Gigabyte Speicherplatz angeht, ist das Auffinden unnötiger Programme und Dateiresten bei weitem nicht mehr so wichtig wie früher. Trotzdem solltet ihr ab und an euer Windows bereinigen und für mehr Platz sowie - wenn möglich - auch ein schnelleres System sorgen. Denn ungenutzte Programme belasten teilweise auch dann den Windows-Start, wenn sie nicht zusammen mit Windows starten, sondern einfach nur da sie installiert sind. Manche Programme fügen Windows kleine Hilfsdateien zu, die von Windows mitgeladen werden nur für den Fall, dass ihr eventuell das Programm später starten wollt.

    Programme deinstallieren unter Windows 7 Programme deinstallieren unter Windows 7 Quelle: AntonioFunes Noch kritischer sind Programme, die - oft ohne euer Mitwissen - beim Windows-Booten im Hintergrund mitgestartet werden - um diese kümmern wir uns im nächsten Kapitel. Doch zunächst kommen wir zur Deinstallation von Programmen, die ihr nicht mehr benötigt. Dies geschieht am einfachsten in der Systemsteuerung im Menüpunkt Programme deinstallieren. Bei Windows 10 werden die Programme Apps genannt - dorthin gelangt ihr über einen Klick auf das Startmenü, Menüpunkt Einstellungen und dann auf System. Dort seht ihr dann links in der Liste den Menüpunkt Apps&Features. Die Programme lassen sich - wie auch bei älteren Windowsversionen - nach Größe oder auch Installationsdatum sortieren. Mit einem Klick auf das jeweilige Programm könnt ihr dann die Deinstallation auswählen und durchführen. Für Spiele gilt, dass ihr diese oft mit dem zugehörigen Client deinstallieren müsst - bei Steam geht dies beispielsweise über einen Rechtsklick auf das entsprechende Spiel in der Spielebibliothek und den Menüpunkt lokale Spieledaten löschen. Ihr könntet auch einfach in den Ordner Steamapps/Common hineingehen, der sich im Ordner befindet, in den ihr Steam installiert habt, und dort den Spieleordner manuell löschen. Falls ihr das Spiel dann irgendwann wieder spielen wollt, erkennt Steam das Fehlen der Daten und lädt alles nötige erneut herunter.

    Systemstart anpassen

          

    Wir kommen zum Anpassen von Programmen, die ihr nur selten benötigt und die trotzdem ungewollt bei jedem Systemstart mitgeladen werden. Bei einem Virenscanner oder dem Treibertool der Grafikarte macht dies Sinn, aber eine installierte Handy-Synchronisationssoftware oder ein Updatecheck-Tool für euren pdf-Reader will nicht jeder Nutzer schon beim Windowsstart mitgeladen wissen, auch wenn es nur im Hintergrund aktiv ist. Diesen Programmen könnt ihr bei Windows 10 mit dem Taskmanager, bei älteren Windows-Versionen mit dem Befehl msconfig zu Leibe gehen, den ihr links unten im Startmenü in die Eingabeaufforderung eingebt und dann Enter drückt.

    Systemstart bereinigen bei Windows 7 (oben) und Windows 10 (unten) Systemstart bereinigen bei Windows 7 (oben) und Windows 10 (unten) Quelle: AntonioFunes Bei letzterer Methode öffnet sich ein Fenster mit mehreren Reitern, von denen einer mit Systemstart gekennzeichnet ist. Bei Windows 10 findet ihr den Reiter im Taskmanager, allerdings nennt er sich dort Autostart. Wenn ihr auf den passenden Reiter klickt, werdet ihr eine Liste mit Programmen vorfinden. Hier könnt ihr einzelne Programme einfach für den Systemstart deaktivieren. Bei Windows 7 geschieht dies über ein Entfernen eines Hakensymbols neben dem jeweiligen Programm, bei Windows 10 markiert ihr das Programm und klickt dann rechts unten auf deaktivieren. Siehe dazu auch unser Bild links. Die Programme werden dabei natürlich nicht deinstalliert, lediglich der Start zusammen mit Windows wird verhindert. Die Programme bleiben in der Liste und können später wieder aktiviert werden, denn manchmal zeigt sich, dass man das entsprechende Programm doch beim Systemstart mitladen möchte. Hinweis: in der Liste fehlen viele Programme und Tasks, weil diese für den Systemstart unerlässlich sind. Wundert euch also nicht, wenn die Liste der Systemstart-Anwendungen bei msconfig beziehungsweise im Taskmanager viel kleiner als die Liste der aktiven Tasks ist.

    Papierkorb leeren und Daten richtig löschen

          

    Wenn ihr Dateien auf normalen Wegen unter Windows löscht, verschwinden diese nicht komplett, sondern sie landen nur im Papierkorb - dort belegen aber weiterhin genau so viel Speicherplatz wie vorher. Genau genommen bleiben sie sogar genau da, wo sie vorher waren. Lediglich die Info zur Datei wird derart geändert, dass sie im Papierkorb anstelle des alten Ordners zu sehen ist. Erst wenn ihr den Papierkorb leert, wird auch die Info zur Datei beseitigt und der Speicherplatz der Datei freigegeben. Freigegeben heißt: neue Daten dürfen den Speicherplatz überschreiben. Aber dies heißt auch im Umkehrschluss: die Datei ist - auch wenn sie in keinem Ordner mehr zu sehen ist - immer noch da und könnte mit einem Tool wiederhergestellt werden. Sie ist erst dann unwiderruflich weg, wenn andere Daten den alten Speicherplatz der Datei wirklich auch überschrieben haben. Da ihr darauf aber keinen Einfluss habt, müsst ihr - wenn ihr Wert darauf legt - ein Tool zum korrekten Löschen von Dateien verwenden. Dies macht Sinn, wenn andere, unerwünschte Personen Zugriff auf euren PC erlangen könnten oder ihr eine Festplatte verkaufen wollt. Ein Tool, welches den freigegebenen Speicherplatz komplett überschreibt und somit auch gelöschte Dateien endgültig löscht, wäre zum Beispiel Eraser . Für die meisten Nutzer reicht es aber bis zum eventuellen Verkauf der Festplatte völlig aus, den Papierkorb regelmäßig zu leeren. Aber Auch erfahrene Nutzer vergessen dies gern mal - so fand unser Autor in seinem Windows-Papierkorb über 10 Gigabyte unnötiger schon vor Monaten gelöschter Daten, die den Platz auf seiner SSD eng werden ließen.

    Systempartition bereinigen

          

    Windows selbst bietet eine simple Möglichkeit, einiges an temporären Dateien und auch Wiederherstellungspunkte und so genannte Schattenkopien zu löschen - dies sind Kopien von Dateien und Windows, die ab und an erstellt werden, wenn durch Installation von Programmen, Treibern oder Updates tiefere Eingriffe in das System vollzogen werden.

    Systempartition bereinigen: Collage der vier wichtigsten Schritte Systempartition bereinigen: Collage der vier wichtigsten Schritte Quelle: AntonioFunes Denn manchmal läuft unter WIndows etwas schief, so dass man einen Wiederherstellungspunkt nutzen und sein Windows wieder auf einen älteren, funktionsfähigen Stand bringen kann. Beim Löschen sollte man daher vorsichtig sein, es nicht zu früh nach einer größeren Windows-Änderung durchzuführen. Die Bereinigung ist einfach vorzunehmen: öffnet den Windows-Explorer oder den Arbeitsplatz, so dass ihr die Laufwerke in einem Fenster seht, die euer PC bietet. Dort seht ihr auch die Windows-Partition, die normalerweise immer die Partition C: ist, sofern ihr nicht selber einen anderen Laufwerkbuchstaben vergeben hattet. Per Rechtsklick auf C: öffnet ihr über das Feld Eigenschaften das Info-Fenster zur Partition. Dort seht ihr den Button mit der Beschriftung Bereinigen, über den ihr per Linksklick ein neues Fenster öffnet. Zunächst sehr ihr das Menü Datenträgerbereinigung - hier sind Dinge wie zum Beispiel temporäre Internetdateien, Systemfehlerabbilder und auch der Papierkorb zu sehen. Die Dateien, die zum endgültigen Löschen vorgeschlagen werden, markiert Windows dabei bereits selber. Ihr könnt weiter Dinge manuell dazu nehmen, zum Beispiel auch den Papierkorb. Damit ist natürlich nur der Inhalt des Windows-Papierkorbes gemeint, nicht der Papierkorb selbst. Wenn ihr dort keine wichtigeren Daten mehr habt, könnt ihr diesen also einfach zum Löschen mit ankreuzen. Um aber auch weitere Daten wie die Schattenkopien zu löschen, müsst ihr in dem Fenster noch auf den Menüpunkt Systemdateien bereinigen klicken. Nach einer kurzen Analyse seht ihr dann das gleiche Fenster wie zuvor, aber mit einem neuen Reiter namens Weitere Optionen. Klickt diesen an und wählt auch noch Bereinigen beim Punkt Systemwiederherstellung und Schattenkopien aus, um auch die Wiederherstellungspunkte und Schattenkopien zu entfernen. Bestätigt den Vorgang und klickt danach beim erneut auftauchenden Fenster auf o.k. - erst wenn ihr die danach auftauchende Nachfrage, ob ihr die gewählten Dateien wirklich löschen wollt, bestätigt, wird der Bereinigungsvorgang endgültig gestartet.

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14.02.2016
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