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  • Computex 2016 - die wichtigsten Hardware-News der Messe
    Quelle: Asus

    Computex 2016 - die wichtigsten Hardwareneuheiten der Messe inklusive Nvidia Pascal und AMD Polaris

    Die Computex in Taipeh gilt als eine der wichtigsten Messen im IT-Sektor. Wir haben uns angeschaut, welche Neuheiten es im Bereich der PC-Hardware gab. Auch einige Custom-Modelle der neuen Nvidia-Pascal-Grafikkarten waren dort zu sehen.

    Von 31.Mai bis zum 4. Juni gastierten zahlreiche Hardwarehersteller in Taipeh (Taiwan), um auf der Computex, der größten IT-Messe in Asien, ihre Produkte vorzustellen. Wir haben uns genauer nach vor allem für Spieler interessanter Hardware umgeschaut und fassen zusammen, was auf diesbezüglich zu sehen war. Da auf der Computex auch einige der heiß ersehnten Custommodelle der Nvidia GTX 1080 vorgestellt wurden, haben wir uns dazu entschieden, fast ausschließlich Bilder solcher Modelle für unser Special zu verwenden. Lediglich ein einziges Bild zeigt keine Nvidia GTX 1080, sondern eine AMD RX 480, die auch unserer erstes Thema sein wird.

    AMD RX 480 (Polaris)

          

    Vor allem für Spieler, die kein riesiges Budget haben oder investieren wollen, könnte AMD eine gute Alternative zu einer Nvidia GTX 970 oder AMD R9 390 für deutlich unter 300 Euro in den Handel bringen. Die Rede ist von der AMD RX 480, die mit dem ersten Chip der neuen Polaris-Familie bestückt ist. Beachtet auch die neue Namensvergabe: statt des bisher gewohnten R7 oder R9 lautet das Präfix nun RX. Angekündigt ist die RX 480 mit vier Gigabyte Grafik-RAM für 199 Dollar - in Euro umgerechnet und inklusive Steuern wären dies etwa 220 Euro.

    AMD RX 480 Referenzdesign AMD RX 480 Referenzdesign Quelle: AMD Auch eine Version mit acht Gigabyte Grafik-RAM soll verfügbar sein. AMD zeigte auf der Computex in der Präsentation einen Vergleich, laut dem zwei RX 480 im Crossfire zusammengeschlossen die Leistung einer Nvidia GTX 1080 erreichen. Wenn man bedenkt, dass im Crossfire nur mit etwa 60 bis 70 Prozent Leistungsplus im Vergleich zum Verwenden von nur einer einzigen Grafikkarte zu rechnen ist, wäre die RX 480 somit rechnerisch sogar über 15 Prozent oberhalb einer Nvidia GTX 970 einzuordnen. Somit kann die AMD RX 480 zu einem echten Preis-Leistungs-Knaller werden. Allerdings muss man die Präsentation mit Vorsicht genießen, da AMD eventuell durch die Spielauswahl und Konfiguration der Grafikoptionen ein Ergebnis erzeugte, welches später im Durchschnitt über mehrere aktuelle Spieletitel nicht mehr erreicht wird. Wir warten daher gespannt auf erste Spiele-Benchmarks, die nicht direkt von AMD kommen und sich auf möglichst viele verschiedene und beliebte Games stützen. Schon Ende des Monats sollen die ersten RX 480 in den Händlerregalen stehen. Vermutlich kommen die RX 480 - zumindest im Referenzdesign bei Standardtakt (offenbar 1266 Megahertz) - mit nur einem einzigen PCIe-6-Pin-Stromstecker aus, was für einen niedrigen Strombedarf spricht. Ein weiteres Indiz dafür ist die die Länge des Referenzdesigns, welche wohl ein wenig über 24 Zentimeter betragen wird.

    Diese eher moderate Länge spricht dafür, dass die maximale Wärmeentwicklung (TPD), die im engen Zusammenhang mit dem Strombedarf steht. Dieser wird, gemessen an der Leistung. nicht hoch sein und auf dem Level einer Nvidia GTX 960 liegen. Mit dafür verantwortlich ist das Fertigungsverfahren mit nur 14 Nanometern, was noch weniger als bei Nvidias Modellen GTX 1070 und 1080 (16 Nanometer) ist.

    Nvidia GTX 1070 und 1080

          

    Auch wenn der Release der Nvidia GTX 1080 schon vor der Computex erfolgte und auch von der GTX 1070 bereits einige Tests von unabhängigen Magazinen online gegangen sind, stellte Nvidia beide Grafikkarten natürlich auf der Messe genauer vor. Wir hatten ja auch bereits Ende Mai ein Special zur Nvidia GTX 1080 sowie vor einer Woche ein weiteres Feature zur GTX 1070 veröffentlicht, in denen wir die beiden Boliden unter die Lupe nahmen. Die Informationen seitens Nvidia über die GTX 1070 und GTX 1080 auf der Computex waren, da man zu Leistung und Technik ja inzwischen schon viele Informationen verfügbar hat, aber weniger interessant.

    MSI GTX 1080 Armor 8G MSI GTX 1080 Armor 8G Quelle: MSI Für die Endkunden viel wichtiger waren die von einigen Partnerherstellern präsentierten Customdesigns. Denn die GTX 1070 und 1080 gibt es ja - wir berichteten darüber bereits - zunächst nur in der so genannten Founders Edition, welches das Referenzdesign von Nvidia mit nur einem einzigen Lüfter ist. Die Custommodelle hingegen arbeiten mit einem vom jeweiligen Partnerhersteller selber ausgeklügeltem Kühler und meist zwei oder drei Lüftern. Diese drehen langsamer und somit leiser, als es ein einzelner einsamer Lüfter für die gleiche Luftmenge tun muss. Die Customkühlungen ermöglichen daher einen kühlen und leisen Betrieb, selbst bei übertakteten Versionen der jeweiligen Grafikkarte. Speziell im Falle der Nvidia GTX 1070 und 1080 sollen die Customversionen sogar günstiger als die Referenzmodelle sein - dies ist ungewöhnlich, denn bislang waren die Referenzversionen bei Grafikkarten von AMD und Nvidia meist günstiger als die Custommodelle. Wir haben Bilder einiger Custom-Versionen in unserem Artikel verteilt, so dass ihr euch die Designs genauer ansehen könnt. EVGA stellte auf der Computex drei Versionen der Nvidia GTX 1080 vor: die EVGA GTX 1080 SC Gaming, die besser übertaktbare und mit zwei BIOS-Chips ausgestattete EVGA GTX 1080 FTW Gaming sowie eine Hybrid-Version mit einem Lüfter direkt auf der Grafikkarte sowie einer zusätzlichen kleinen Wasserkühlung.

    Auch eine EVGA GTX 1070 in der SC-Version war auf der Computex zu sehen - vom Design her ähnelt diese natürlich der EVGA GTX 1080 SC. Asus wiederum zeigte die schon seit einiger Zeit in Preisvergleichswebseiten gelistete Asus ROG Strix GTX 1080, deren Kühlsystem auf beinahe 30 Zentimeter Länge drei Lüfter nutzt. Von Gigabyte war die GTX 1080 mit einer Customkühlung in einem aggressiven und ungewöhnlichen Design namens Xtreme Gaming zu sehen, welches mit viel Aluminium daherkommt und die Besonderheit aufweist, dass einer der drei Lüfter weiter unten platziert und teilweise von den oberen Lüftern überlappt wird.

    Diese Customversion wird wohl eher die Edel-Version der GTX 1080 seitens Gigabyte sein, denn auch eine günstigere Version mit dem Namen G1 Gaming ist bereits bestätigt und auch auf Preisvergleich-Websites schon gelistet. MSI präsentierte wiederum das Custommodell MSI GTX 1080 Gaming X 8G , welches die Übertakter-Variante in MSIs Portfolio der GTX 1080 darstellt. Günstiger und mit etwa 100 Megahertz weniger Takt versehen ist die MSI GTX 1080 Armor 8G. Eine zweite, übertaktete Version der MSI GTX 1080 Armor 8G, die GTX 1080 Armor OC, setzt sich bezüglich der Taktrate zwischen die Standard-Armor 8G und die GTX 1080 Gaming X 8G. Über die Preise sämtlicher Custommodelle gibt es noch keine Klarheit, da sie immer noch (Stand 10.6.2016) nur vorbestellbar, aber nicht lieferbar sind. Zum Teil werden sie aber unter 700 Euro gelistet, viele bewegen sich zwischen 700 und 740 Euro, manche Modelle sind aktuell für Preise auf dem Niveau der Founders Edition (790 Euro) gelistet.

    Intel: neue Enthusiasten-CPUs

          

    Auch wenn die beiden Neuvorstellungen von Intel eigentlich nur für professionelle Zwecke oder extrem ambitionierte Hobbyanwender ein Thema sind, kümmern wir uns auch um den Intel Core i7-6950X und den Core i7-6900K. Denn mit Preisen von über 1600 Euro (i7-6950X) beziehungsweise über 1000 Euro (i7-6900K) sind beide CPUs für Privatanwender und Spieler exorbitant teuer. Beide Prozessoren gehören zur Broadwell-Familie und sind für den Sockel 2011-3 geeignet. Das Bemerkenswerte beim Core i7-6950X ist die Tatsache, dass er über 10 echte Kerne verfügt und zudem noch Hyperthreading beherrscht - somit ergeben sich 20 Threads, die der Core i7-6950X nutzen kann. Zum Vergleich: der für Spiele als Top-CPU eingestufte Core i7-6700K für den Sockel 1151 muss mit lediglich acht Threads auskommen. Beim Core i7-6900K sind es übrigens acht echte Kerne und somit 16 Threads. Allerdings nutzen die zahlreichen Kerne und Threads in Spielen so gut wie gar nichts, da zum einen das reine Mehr an Kernen oder Threads bei Spielen relativ wenig bringt und der Effekt der zusätzlichen Threads von den Taktraten wieder aufgefressen werden.

    Gigabyte GTX 1080 Xtreme Gaming Gigabyte GTX 1080 Xtreme Gaming Quelle: Gigabyte Der Core i7-6950X muss mit nur 3,0 Gigahertz Takt auskommen, der Core i7-6900K mit 3,2 Gigahertz. Ein Core i7-6700K taktet hingegen mit 4,0 Gigahertz. Bei einigen Tests mit Games ergibt sich ein minimaler Vorsprung des Core i7-6950X von nur ein bis zwei Prozent vor einem Core i7-6700K (350 Euro) und etwa 12 Prozent im Vergleich zu dem von uns gerne empfohlenen Intel Xeon E3-1231 v3 (250 Euro). Zu dem Preis des Core i7-6950X oder Core i7-6900K kommt aber noch hinzu, dass auch die passenden Mainboards mindestens 50 Euro mehr kosten als ein gutes Übertakter-Mainboard für den Core i7-6700K und sogar über 100 Euro mehr als ein solides Mainboard für den Xeon E3-1231 v3. Insofern ist vom Core i7-6950X oder i7-6900K für Spieler und Privatanwender absolut abzuraten, außer sie wissen genau, dass ihre hobbymäßig genutzten sehr speziellen Anwendungen einen klaren Vorteil durch die hohe Kern- und Threadanzahl haben. Denn hier können auch je nach Anwendung über 20 bis 30 Prozent Leistungsgewinn herausspringen, teilweise sogar ein Plus von 100 Prozent. Doch auch dann muss man sich die Frage stellen, ob der Leistungsgewinn einem wirklich den Kostenaufwand wert ist. Für Spiele kann man die beiden CPUs angesichts der Preise aber nicht empfehlen - unsere Kollegen der PCGamesHardware haben die beiden CPUs mit acht Games getestet, in denen sich unter anderem zeigt, dass der Core i7-6950X und der i7-6900K manchmal etwas schneller, manchmal aber sogar langsamer als ein Core i7-6700K sind.

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