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Hammer & Sichel (PC)

Release:
15.03.2006
Genre:
Strategie
Publisher:
cdv Software Entertainment AG (DE)

Hammer & Sichel

27.03.2006 00:10 Uhr
|
Neu
|

1949, die deutsch-deutsche Grenze: Ein amerikanischer Wachposten löst Alarm aus. Jemand hat den Zaun durchgeschnitten. Wer der Eindringling ist? Sie.

Bereits beim ersten echten Auftrag kämpfen wir allein gegen eine Übermacht. Bereits beim ersten echten Auftrag kämpfen wir allein gegen eine Übermacht. Deutschland ist besetzt, die ehemals verbündeten West- und Ostmächte sind zerstritten. Nur die Amerikaner besitzen bislang die Atombombe. Nutzt der Westen die Gunst der Stunde und vernichtet er die ausgezehrte Sowjet-union? Um das herauszufinden, braucht Mütterchen Russland hartgesottene Agenten wie Sie!

Nach vier Jahren Kriegsdienst in der Roten Armee haben Sie sich für die Spezialtruppen gemeldet und erhalten sogleich einen Auftrag im Feindesland. Die Situation gerät jedoch außer Kontrolle: Man exekutiert Ihre Kontaktperson samt Gruppe vor Ihren Augen. Jetzt sind Sie komplett auf sich allein gestellt.

Story hui, Gameplay pfui

Russischer Agent sein, Spionageeinsätze ausführen und das noch vor unverbrauchtem sowie spannendem Hintergrund - was kann da schief gehen? Offensichtlich einiges. Hammer & Sichel ist der Quasi-Nachfolger des Runden-Taktik-Hits Silent Storm aus dem Jahr 2003. Und das sieht man dem Spiel auch an: Optisch hat sich so gut wie nichts verändert, was angesichts des aktuellen Grafikstandards keine Empfehlung ist.

Auch spieltechnisch hat sich nur wenig getan. Zwar erzählt Hammer & Sichel eine spannende wie fantasievolle Geschichte und überrascht mit dynamischen Wendungen. So muss eine Mission nicht immer gleich verloren sein, wenn beispielsweise eine der Nebenfiguren stirbt. Der Plot setzt sich einfach anders fort. Oder Sie wählen in einem Dialog eine andere Antwort und die Geschichte wendet sich.

Doch das war es auch schon an großen Verbesserungen. Die Gegner-KI ist genau so stumpf wie bei Silent Storm. Oft stehen neutrale oder verbündete Personen sinnfrei in der Schusslinie, rennen hin und zurück oder stürmen hirnlos auf waffenstarrende Gegner zu. Von einem Plan fehlt häufig jede Spur. Und Hammer & Sichel wird durch die unterbelichtete KI auch nicht einfacher.

In der Regel kämpfen Sie gegen zahlenmäßig weit überlegene Gegnerscharen. Und bei größeren Einsätzen dauert es eine halbe Ewigkeit, bis die KI die Züge der Gegner und Verbündeten berechnet hat.

Der Spieler hat es unnötig schwer. Während der Kämpfe darf er nicht speichern, was angesichts des extremen Schwierigkeitsgrades - der übrigens deutlich höher als bei Silent Storm ausfällt - zu ernormen Frusterlebnissen führt. Oft spielen Sie sehr lange und schwierige Missionen, nur um kurz vor Ende Ihren Hauptcharakter zu verlieren und wieder von vorn zu beginnen.

Hakelige Steuerung

Die Flucht ist fast gelungen, da taucht eine Patrouille aus dem Nichts auf und schießt die Ausbrecher nieder. Die Flucht ist fast gelungen, da taucht eine Patrouille aus dem Nichts auf und schießt die Ausbrecher nieder. Ein weiterer gravierender Nervfaktor ist die umständliche Steuerung. Klicken Sie beispielsweise aus Versehen auf eine neutrale Person außerhalb Ihres Sichtfeldes, greifen Sie diese damit automatisch an und alle bislang Unbeteiligten sind automatisch Ihre Feinde. Auch das Aufheben von Gegenständen wie Granaten oder Waffen ist eine Tortur, weil pixelgenaues Klicken erforderlich ist.

PC GAMES-
Spielspaß-Wertung:
60 %
Leserwertung
(0 Votes):
-
Dynamisches Kampagnensystem
Extrem hoher Schwierigkeitsgrad
Fantasievolle und spannende Geschichte
Schlechte KI
Mäßige Steuerung
   
Oliver Haake
Hammer & Sichel ist nur für Hardcore-Strategen mit hoher Frusttoleranz geeignet.
Hobby-Taktiker können im Zweifelsfall über vieles hinwegsehen: mäßige Grafik, ungeschliffene Steuerung, merkwürdige Hintergrundmusik (von Heavy Metal bis Paul Kuhn). Aber den Schwierigkeitsgrad durch unfaires Missionsdesign so hoch zu schrauben? So können wir Hammer & Sichel nur absoluten Hardcore-Taktikern mit hoher Frustrationstoleranzgrenze empfehlen. Alle anderen sollten die Finger davon lassen. Zumindest bis Nival Interactive einen Patch veröffentlicht, der das Abspeichern während der Kämpfe erlaubt. Allein diese Maßnahme würde den Spielfluss deutlich erhöhen! Dann würde sich der Kauf auch für Einsteiger oder Gelegenheitsspieler lohnen. Denn die spannende und teils skurrile Geschichte um die ersten Monate des Kalten Krieges sowie das teildynamische Kampagnensystem sind eine willkommene Abwechslung im Weltkriegseinerlei.
   
Erfahrener Benutzer
Moderation
27.03.2006 00:10 Uhr
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