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  • Fantastischer Ego-Shooter

    Die PC-Version wird noch um einiges besser aussehen. Hier ein Bild in einer entsprechend hohen Auflösung zum Vergleich. Die PC-Version wird noch um einiges besser aussehen. Hier ein Bild in einer entsprechend hohen Auflösung zum Vergleich. Die größte Erkenntnis gleich zu Beginn: Alle, die sich auf Halo nur wegen der Grafik gefreut haben, müssen wir eines Besseren belehren. Ein Riesenhaufen Spielspaß, Abwechslung und - jetzt kommt es - eine sehr gute Steuerung sind die Schokoladenseiten des Ego-Shooters, die famose Grafik ist Mittel zum Zweck. Klar, die Animationen der Figuren sind absolute Spitze, die Effekte hübsch anzuschauen und die Texturen teilweise echte Hingucker. Viel wichtiger ist aber doch, dass all diese Einzelteile eine in sich schlüssig wirkende, wundervolle Spielwelt ergeben. Eine Welt, in der Umgebung und Objekte perfekt harmonisieren, in der physikalische Gesetze gelten und die Sie gefangen nehmen wird. Verglichen mit anderen Konsolen haben Halo und die Xbox damit ganz klar die Nase vorn. Allerdings muss der Einwand gestattet sein, dass die PC-Version schon allein wegen der viel höheren Auflösung (die Xbox-Fassung bietet fernseherbedingt gerade mal 768x576 Bildpunkte) deutlich besser aussehen wird. Die Hintergrundstory ist auf beiden Plattformen gleich: Eine leuchtende Vision der Entwickler von Halo prophezeit der Menschheit eine rosige Zukunft: In einigen hundert Jahren haben die Erdenbewohner das All erschlossen, ein interstellares Reich errichtet und erleben ein goldenes Zeitalter. Das endet abrupt, als ein Konsortium von Alienrassen, die Covenant, einen erbarmungslosen Vernichtungsfeldzug beginnt. Technisch weit überlegen, zerstören die Außerirdischen einen Planeten nach dem anderen und nähern sich unaufhaltsam der Erde. In dem verzweifelten Versuch, die feindliche Flotte wegzulocken, nimmt ein Raumkreuzer Kurs auf ein unerforschtes System. Und siehe da: Überraschenderweise nimmt die gesamte Streitmacht die Verfolgung auf und kommt kurz nach den Menschen bei Halo, einer riesigen Ringwelt, an. Bevor die Covenant-Übermacht das Schiff zerstört, gelingt wenigen Glücklichen die Flucht auf die Oberfläche von Halo. Einer davon sind Sie.
    Im Gegensatz zu anderen Genrevertretern verkörpern Sie allerdings keinen Durchschnittstypen, der plötzlich und völlig unglaubwürdig zum Superkämpfer mutiert. Von Anfang an ist klar: Sie sind ein so genannter Masterchief, der beste Soldat, die ultimative Entwicklung der menschlichen Militärforschung. Sie sind trainiert im Umgang mit jeder Waffe, können sich in jedem Gelände bewegen und jedes Fahrzeug benutzen. Und: Sie sind die letzte Hoffnung der Menschheit, den furchtbaren Krieg zu gewinnen. Denn Halo birgt ein Geheimnis, das für den Verlauf des Konflikts entscheidend sein kann. Okay, das ist bestenfalls solider Science-Fiction-Stoff, der im Spiel aber sehr gut aufbereitet wird und größtenteils ohne die lästigen Klischees auskommt. Die wären auch völlig fehl am Platz, denn als Spieler sind Sie vor allem mit einer Sache beschäftigt: dem Kampf ums Überleben. Kaum ein anderes Spiel vermittelt so gut das Gefühl, gejagt zu werden. Meist sind Sie allein und treten standesgemäß gegen übermächtige Monsterhorden an. Die leichtesten Gegnertypen glänzen zum Glück nur mit zahlenmäßiger Überlegenheit, während es mit IQ und Charakterstärke nicht weit her ist: Schalten Sie etwa den ersten Typen aus einem Rudel aus, blicken die anderen entsetzt auf die Überreste des Kameraden und ergreifen panisch die Flucht - leichte Beute. Die drolligen Dinger - den Star Wars-Ewoks nicht ganz unähnlich - geben dabei so witzige Geräusche von sich und sind so lustig animiert, dass man sie beinahe verschonen möchte. Das ist die Ausnahme, denn bei allen anderen Widersachern ist man froh, wenn sie sich nicht mehr bewegen. Denen verpassten die Programmieren von Bungie ein erschreckend cleveres Verhalten. In den Außenlevels nutzen Sie Felsen, Bäume und Kuhlen aus, um nicht von Ihren Salven getroffen zu werden. Sind die Aliens in der Überzahl, umzingeln sie Ihren Masterchief. Selbst Verstecken nützt da nicht immer was: Anhand verräterischer Geräusche oder der Feuerstöße werden Sie geortet und angegriffen.
    Schon allein dank der ausgeklügelten KI ist Halo ein Ego-Shooter, der nicht allein mit stupiden Dauerballerorgien à la Serious Sam bewältigt werden kann. Taktisches Vorgehen ist Pflicht, sonst wird aus Ihrem Supersoldaten schnell ein Haufen Geschnetzeltes mit Metallbeilage. Nehmen Sie sich ein Beispiel an den Aliens: bedächtig vorgehen, von Versteck zu Versteck pirschen. Der Bewegungsmelder verrät, ob im Umkreis von 15 Metern garstige Monster warten. Statt sofort das Feuer zu eröffnen, empfiehlt es sich, zunächst die Situation zu analysieren: Welche Gegner sollte man zuerst beseitigen und welche Waffe nehme ich überhaupt? Oft besteht die Möglichkeit, die Übermacht lautlos zu dezimieren. Infolge eines beherzten Schlages mit dem Gewehrkolben sacken die schwächeren Gegner in sich zusammen. Ähnlich wie in Deus Ex können geduldige Schleicher auf diese Weise für deutlich fairere Verhältnisse im Kampf sorgen. Bleiben Sie weit genug weg, ist auch das beliebte Scharfschützengewehr zu empfehlen: Ein Kopfschuss wirkt quasi immer tödlich und die Gegner wissen nicht, wie ihnen geschieht. Wer es drauf anlegt, schenkt sich all diese Überlegungen und stürmt mit gezogener Waffe in die Gegnerhorden. Aber sagen Sie dann nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt: Der Frontalangriff ist eben immer die schlechtere Wahl und viel schwerer.

  • Halo: Kampf um die Zukunft
    Halo: Kampf um die Zukunft
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Bungie Studios (US)
    Release
    24.10.2003
    • Es gibt 14 Kommentare zum Artikel

      • Von SEXCom
        - - - - - - - ich schließe mich dir an das spiel wird nur noch geil und die grafik der orginalen bilder dürfte auch den letzten gegner von halo erblassen laßen 
        - - - - - - - PS: - - - - - - - Wer Rechtsschreibfehler findet darf sie behalten - - - - - - - - - - - - danke für das 'ß'…
      • Von Labersack
        - - - - - - ich schließe mich dir an das spiel wird nur noch geil und die grafik der orginalen bilder dürfte auch den letzten gegner von halo erblassen laßen 
        - - - - - - PS: - - - - - - Wer Rechtsschreibfehler findet darf sie behalten - - - - - - - - - - danke für das 'ß' (lassen…
      • Von Nash Benutzer
        Unreal 2 ist auch ein geiles Spiel, werde es mir 100% auch holen, aber Halo ist für mich Top. Das mit der Marketingstrategie habe ich auch schon gedacht. Ich finde es auch zum kotzen, dass Microsoft die PC-Fans von Halo warten lässt, nur wegen einer blöden Konsole!
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Halo: Kampf um die Zukunft
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http://www.pcgames.de/Halo-Kampf-um-die-Zukunft-Spiel-5250/News/Fantastischer-Ego-Shooter-13230/
23.11.2001
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2001/11/7368pc_version.jpg
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