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Trojaner im Einsatz: Hacker infiltrieren Privat-PC eines Polizisten

August 10, 2011 03:58 PM
Per Trojaner haben Hacker des N-Name-Crew Zugang zum Privat-PC eines Polizisten erhalten und darüber vertrauliche E-Mails und Dokumente abrufen können. Auf diesem Weg konnten sie später Server von Zoll und Polizei hacken und brisante Daten entwenden.

Der Hack eines Zoll-Servers samt Diebstahl vertraulicher Standort-Daten soll durch einen Trojaner ermöglicht worden sein, der auf dem Privat-PC eines Polizisten installiert war. (1) Der Hack eines Zoll-Servers samt Diebstahl vertraulicher Standort-Daten soll durch einen Trojaner ermöglicht worden sein, der auf dem Privat-PC eines Polizisten installiert war. (1) Als die No-Name-Crew im Juli Server von Polizei und Zoll hackte, machten sie damit bundesweit Schlagzeilen. Die Hacker verkündeten, vertrauliche Daten gestohlen zu haben, darunter die Standorte von Tatverdächtigen und Ermittlern. Sie drohten damit, diese ins Internet zu stellen. Später nahm die Polizei einen 23-jährigen Mann mit dem Online-Pseudonym "Darkhammer" fest, der an dem Server-Hack beteiligt war und die Tat gestand. Mittlerweile ist er wieder auf freiem Fuß. Unklar war bislang, wie die Hacker in die Server von Zoll und Polizei eindringen konnten. Dazu gibt es nun neue Erkenntnisse. Ein Trojaner und ein leichtsinniger Polizist sollen ihnen geholfen haben.

Der Trojaner wurde nicht auf dem Dienst-Rechner des Polizisten installiert, sondern auf seinem Privat-PC. Da sich der Beamte aber per Regelfunktion automatisch alle beruflichen E-Mails auch an seine private E-Mail-Adresse weiterleiten ließ, konnten die Hacker problemlos seine Mails und die angehängten Dokumente auslesen. Das soll zwei Jahre lang so gegangen sein, berichtete die Zeitung "Die Welt". Die Behörden in mehreren Bundesländern sollen daher per Rundschreiben ihre Beamten informiert haben, dienstliche Mails keinesfalls an private Accounts weiterzuleiten. Die Kölner Staatsanwaltschaft wollte diese Meldung nicht bestätigen.