Symantec: Erpressung um 50.000 Dollar - Hacker veröffentlichen Quellcode
Angeblich sollen Mitglieder der Webaktivisten Anonymous hinter der Attacke auf Symantec stehen. Allerdings ist ein Erpressungsversuch um Geld eher ungewöhnlich.
Symantec wurde von Hackern erpresst, die allerdings mit ihrem Versuch gescheitert sind. Der Hersteller von Sicherheitssoftware sollte den Hackern umgehend 50.000 US-Dollar überweisen, anderenfalls würden sie den Quellcode der Software pcAnywhere veröffentlichen. Dabei handelt es sich um ein Tool, mit dem man Rechner von anderen PCs aus fernsteuern kann. Symantec ging auf den Erpressungsversuch nicht ein, also stellten die Hacker den Programmcode prompt ins Netz.
Symantec empfiehlt den Kunden, bei der Nutzung von pcAnywhere erhöhte Sicherheit walten zu lassen und hätte die Kunden über entsprechende Maßnahmen informiert. Da es sich bei aber um sicherheitskritische Software handelt, haben sicherlich einige Kunden nun ein mulmiges Gefühl. Symantec hatte nach der Kontaktaufnahme durch die Hacker die US-Behörden über den Fall aufmerksam gemacht. Die gingen zum Schein auf den Deal ein – die Hacker wollten Geld sehen.
Der besagte, dass Symantec drei Monate lang 2.500 US-Dollar auf die Konten der Hacker überweisen sollte. Danach sollte der Restbetrag überwiesen werden. Allerdings wurden die Verhandlungen abgebrochen. Die Hacker, die möglicherweise aus dem Anonymous-Umfeld stammen, da die Veröffentlichung über einen der Anoymous-Twitter-Kanäle angekündigt wurde, stellten den Code anschließend ins Netz. Symantec hat die Echtheit allerdings nicht bestätigt.
Symantec hatte bereits 2006 nach Berichten mit Attacken auf das Unternehmensnetzwerk zu kämpfen. So sollen Hacker bereits damals Quellcode mehrerer Norton-Produkte entwendet haben. Die entsprechenden Programme seien mittlerweile aber veraltet, für Anwender bestehe dementsprechend kein Anlass zur Sorgen. Berichten zufolge gibt es seit Jahren Cyberattacken auf die Hersteller von Sicherheitssoftware, etwa bei der Computerwoche.

