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  • CES 2016 - HTC Vive Pre im Hands-On

    Da man sich frei im Raum bewegen kann, kommt mit dem HTC Vive Pre richtiges Holodeck-Feeling auf. Quelle: SFT

    An unserem dritten Tag auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas konnten wir die zweite Version des VR-Headsets HTC Vive ausprobieren. Valve und HTC haben ein echt heißes Eisen im Feuer. Wie unser Trip in die virtuelle Welt verlief und ob sich die Konkurrenz von Oculus Rift vor HTC fürchten muss, verraten wir Ihnen im Hands-On-Bericht.

    Die Oculus Rift surft derzeit ganz oben auf der Hypewelle, aber wenn es nach Valve und HTC geht, ist der finale Platzhirsch auf dem Markt für VR-Headsets noch lange nicht ausgemacht. Die zweite Vorserien-Version der Vive (jetzt mit dem Zusatz Pre) beweist ziemlich eindrucksvoll, dass die Hersteller damit Recht haben könnten. Wir haben das überarbeitete VR-Headset auf der CES 2016 ausprobiert und waren sehr beeindruckt von den Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger, den wir auf Gamescom und IFA bereits begutachten durften.

    Die Brille wirkt insgesamt etwas kompakter und hinterlässt einen sehr hochwertigen Eindruck. Der Tragekomfort wurde durch breitere Bänder Vor der eigentlichen Demo-Session konnten wir noch eine Runde Elite: Dangerous mit dem HTC Vive Pre spielen. Vor der eigentlichen Demo-Session konnten wir noch eine Runde Elite: Dangerous mit dem HTC Vive Pre spielen. Quelle: SFT und ein dünneres Kabelbündel erhöht - die Vive sitzt stramm aber bequem auf dem Kopf. Ein Kopfhörer wird direkt an der Brille angeschlossen. Trotz des schlankeren Designs können Brillenträger auch weiterhin ihre Gläser auf der Nase behalten. Die Bildhelligkeit wurde etwas nach oben geschraubt, ohne die Augen zu blenden (obwohl wir nach zwei Tagen Las Vegas schon etwas lichtempfindlicher waren). Die Linsen des VR-Headsets hat man ebenfalls überarbeitet - das Raster des Displays wirkt dadurch einen Tick feiner und vor allem die Objektkanten schärfer, obwohl die Displays noch immer mit "nur" 1.200 x 1.080 Pixeln pro Auge auflösen. Die Brille ist wie zuvor mit Sensoren für die Laser-Ortung überzogen, diese sehen durch eine matte Schutzfolie aber etwas dezenter aus. Die prominenteste Neuerung ist eine Frontkamera (dazu gleich mehr). Das Vive-System funktioniert mittels zweier Boxen (Leuttürme), die Laserlicht ausstrahlen, um eine präzise Ortung des Headsets und der Controller im Raum zu ermöglichen. Die Genauigkeit des Head-Trackings ist dabei extrem hoch und die Bewegungen werden quasi völlig latenzfrei nachvollzogen. Deutlich überarbeitet haben HTC und Valve die Controller. Diese sind jetzt kabellos (via proprietärem 2,4 GHz Funksignal) und liegen leichter in der Hand als die der Vorgänger-Version. Der integrierte Akku hält vier Stunden durch. Der Trigger für den Zeigefinger ist zweistufig, die Touchpad-Flächen werden intuitiv mit den Daumen bedient.

    Durchsicht auf Knopfdruck und Elite: Dangerous

    Einer der beiden drahtlosen Controller. Einer der beiden drahtlosen Controller. Ein doppelter Druck auf die Optionen-Taste des Controllers schaltet die Sicht der Brille um: Dank der neuen Frontkamera lässt sich jederzeit ein stilisiertes Bild der Umgebung einblenden, um sich besser zu orientieren. Um das Immersionsgefühl nicht völlig zu brechen, wird die Umwelt dabei in blau leuchtenden Schemen dargestellt, was ein wenig an eine futuristische Thermobild-Sicht der Marke "Predator" erinnert. Registrieren die Laser-Sensoren, dass man einer der vier virtuellen Wände zu nahe kommt, wird zusätzlich eine halbtransparente Barriere eingeblendet.

    Vor unserem eigentlichen Demo-Slot hatten wir noch die Gelegenheit, die Weltraumsimulation Elite: Dangerous mit dem Vive Pre zu spielen. Da man hier in einem Pilotensitz Platz nimmt und das Spiel mittels Joystick und Schubregler bedient, scheinen die Sensoren der Brille fast ein bisschen unterfordert: Die Kopfbewegungen werden sauber und latenzfrei umgesetzt, das Erkennungs-Niveau ist aber trotz lasergestützter Ortung nicht offensichtlich besser oder schlechter als bei der Elite-Variante mit Oculus Rift. Die Grafikqualität war überraschenderweise durchwachsen: Die Cockpit-Instrumente oder nahe Raumschiffe werden recht scharf dargestellt, wenngleich das Bild deutlich pixeliger daherkommt als die "richtigen" HTC-Vive-Demos, die wir später gezeigt bekamen. Weiter entfernte Raumschiffe oder Objekte wurden sehr unscharf - wir denken aber, dass es sich um ein Problem mit der Software handelt. Trotz dieser Kinderkrankheiten muss man festhalten, dass die Weltraumkämpfe mit dem Vive Pre großen Spaß machten und die Immersion sehr beeindruckend weit fortgeschritten war.

    Die Demos im Anschluss entsprachen dann größtenteils jenen, die wir bereits auf der IFA 2015 gesehen hatten, wobei aber die Verbesserungen der Bildqualität im Vergleich zur Vorversion recht deutlich wurden: Am Anfang gab es in der Demo "The Blue" ein Unterwasser-Wiedersehen mit dem Wal, den wir schon bei unsererm ersten Ausflug bewundert hatten, während wir Fischschwärme mit den Controllern verscheuchten. Danach tobten wir uns wieder im Malprogramm "Tilt Brush" mit den abgefahrenen Pinseln aus (Feuer-, Rauch- oder Schneeflocken-Pinsel), und absolvierten die Roboter-Reparatur-Demo im Portal-Universum. Richtig viel Spaß hatten wir mit der Kostprobe aus dem Hause Owlchemy Labs: Einem nagelneuen Büro-Simulator nach dem Vorbild des Kultfilms Alles Routine (1999).

    Das Design des VR-Headsets wurde etwas verfeinert. Das Design des VR-Headsets wurde etwas verfeinert. Quelle: SFT

    Und wir kotzen im virtuellen Büro ...

    Wir standen dabei in einem typischen "Cubicle", also einem der berüchtigten Mini-Abteile eines Großraumbüros. Dort exerzierten wir in der virtuellen Welt die Hürden eines kompletten Arbeitstages durch, nur eben mit zwei Controllern in der Hand, die in der VR-Umgebung als weiße Cartoon-Hände dargestellt werden. Verblüffend daran war, wie schnell das Gehirn mit der künstlichen Umgebung zurecht kommt und wie natürlich die Interaktion mit den Objekten funktioniert. Wir griffen nach einer Kaffeetasse, stellten sie unter den Automaten, schalteten ihn an, führten die volle Tasse zum Mund und stellten sie auf dem Schreibtisch ab - ganz wie in der realen Welt. Wir bedienten die virtuelle Computermaus, um auf dem virtuellen Bildschirm virtuelle Mails zu checken. Wir griffen zum Telefonhörer, warfen mit Papierfliegern, benutzten den Tacker, holten Akten aus dem Schrank und warfen Bälle an die Wand oder auf Roboter-Kollegen. Die Physikengine lässt dabei eindrucksvoll ihre Muskeln spielen: die Interaktion wirkt extrem authentisch und intuitiv, auch wenn die Umgebung eher Cartoon-artig aussieht. Sogar Eastereggs haben die Entwickler versteckt: Als wir einen schimmeligen Donut aus dem Mülleimer verputzten (man gönnt sich ja sonst nix), musste unser Avatar in hohem Bogen erbrechen. Instinktiv hielten wir uns die Controller vor den Mund und tatsächlich wurden die Partikel von den virtuellen Händen abgelenkt - vielleicht keine appetitliche Demonstration der VR-Möglichkeiten, aber auf jeden Fall eindrucksvoll.

    Der Release der Vive wurde auf April 2016 verschoben, über den Preis schweigen sich die Macher noch aus - im Netz werden aber die Befürchtungen laut, dass der Spaß deutlich teurer ausfallen könnte, als zunächst angenommen. Als Kommentar auf die Bekanntgabe des Preises der Oculus Rift sagte HTC-VR-Marketingchef Ryan Hoopingarner gegenüber den Kollegen von RoadtoVR, der Erstkauf eines VR-Systems sei definitiv eine "Investition" - was nun von der Community als Hinweis auf einen Preis deutlich über den 600 Dollar der Rift gewertet wird.

    In der Galerie gibt es weitere Bilder unserer Demo-Session und von der Hardware.

  • HTC Vive

    HTC Vive

    Hersteller
    HTC
    Es gibt 14 Kommentare zum Artikel
    Von Bonkic
    dann könnten wohl die meisten vive knicken.kann also eigentlich nur optional sein. ist halt die frage, welche…
    Von Loosa
    Anscheinend kann man die Vive ab 29. Februar vorbestellen, mit einer möglichen Auslieferung ab April. Preise wurden…
    Von Loosa
    Ich kann mir bildlich vorstellen, wie man ein Level nicht beenden kann weil die eigene Hauswand im Weg ist. Oder man…
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An unserem dritten Tag auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas konnten wir die zweite Version des VR-Headsets HTC Vive ausprobieren. Valve und HTC haben ein echt heißes Eisen im Feuer. Wie unser Trip in die virtuelle Welt verlief und ob sich die Konkurrenz von Oculus Rift vor HTC fürchten muss, verraten wir Ihnen im Hands-On-Bericht.
http://www.pcgames.de/HTC-Vive-Hardware-261074/News/CES-2016-Pre-ausprobiert-1182736/
08.01.2016
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