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  • Grid Autosport im Test - Codemasters besinnt sich auf alte Tugenden

    In den Touring-Events müsst ihr euch schon mal durch den Pulk eurer Widersacher wühlen. (PC) Quelle: PC Games

    Während Race Driver: Grid bei Rennspiel-Fans hohes Ansehen genießt, konnte der Nachfolger Grid 2 die Community weniger überzeugen. Codemasters hat sich die Kritik zu Herzen genommen und serviert uns mit Grid Autosport einen Racer, der sich wieder ganz am gelungenen Serien-Auftakt orientieren soll. Reicht es für die Pole Position ?

    Nach dem von der Fangemeinde eher durchwachsen aufgenommenen Grid 2 möchte Codemasters schnelle Wiedergutmachung betreiben und beschert uns somit nur etwa ein Jahr nach Release schon den Nachfolger. Grid Autosport soll sich wieder mehr an dem beliebten ersten Teil der Reihe orientieren und die enttäuschten Fans zufriedenstellen.
    Ob das gelingt, erfahrt ihr in unserem Test. Alle weiteren Informationen zu Grid Autosport erfahrt ihr auf unserer Themenseite.

    Individuelles Rasen

    Nach dem Spielstart werdet ihr von einem aufgeräumten und passend schlichten Menü empfangen, indem ihr die verschiedenen Modi ansteuern könnt. Zunächst wirkt es etwas ungewohnt, dass sich keine Einzel- und Zeitfahrrennen auswählen lassen, diese sind aber im Auswahlpunkt "Individueller Cup" enthalten. In diesem Modus lassen sich nicht nur einzelne Renn-Events, sondern auch gleich längere Rennserien erstellen, in denen ihr aus verschiedenen Fahrzeugklassen, Kursen und Renn-Arten frei wählen könnt.

    Zudem sind ein Online-Multiplayer-Modus, den wir noch nicht testen konnten, und ein Splitscreen-Modus, bei dem ihr euch hitzige Duelle mit einem weiteren Mitspieler liefert, enthalten. Zusätzlich lässt sich hier, wie auch sonst vor jedem Rennen, der Schwierigkeitsgrad auf eure Bedürfnisse anpassen.

    Man ist aber noch nicht einmal an die fünf voreingestellten Schwierigkeitsgrade gebunden, da sich alles individuell festlegen lässt. Es ist also beispielsweise genauso möglich, mit allen Fahrhilfen auf der schwersten KI-Stufe zu fahren, wie auf sämtliche Hilfestellungen zu verzichten, sich dafür aber mit leichteren Gegnern zu messen.
    Das Kernstück von Grid Autosport ist jedoch ganz klar der umfangreiche Karriere-Modus.

    Karrieremensch

    Wer jetzt Angst hat, dass die Karriere wieder eine aufgesetzte Story mit pseudo-hippen Motorsportarten bietet, darf beruhigt aufatmen, denn die Entwickler haben sich die Kritik an Grid 2 scheinbar wirklich zu Herzen genommen und setzen auf normale Rennklassen und ein authentisches Motorsport-Erlebnis.

    In den Open Wheel-Rennen braucht ihr gute Reflexe und müsst die Kurven präzise anfahren. (PC) In den Open Wheel-Rennen braucht ihr gute Reflexe und müsst die Kurven präzise anfahren. (PC) Quelle: PC Games Im Gegensatz zum direkten Vorgänger seid ihr nun nicht mehr der Schützling eines reichen Investors, der euch durch verschiedene Wettbewerbe lotst, sondern wieder wie im ersten Grid ein unabhängiger Rennfahrer, der versucht, den Gipfel des Motorsport-Olymps zu erklimmen. Auf eine Story wurde komplett verzichtet; der Ehrgeiz, neue Fahrzeuge und Rennklassen freizuschalten, muss euch hier als Anreiz genügen. Dies funktioniert, wie im Serien-Erstling, auch sehr gut, da der Titel toll präsentiert ist und euch in Form von wechselnden Sponsoren-Herausforderungen immer wieder neue Ziele vorgibt. Selbst euer Team-Kollege lässt sich nun leicht beeinflussen, indem ihr ihm per Tastendruck Anweisungen gebt, ob er eher zurückhaltend fahren oder voll angreifen soll.

    Die Höhepunkte des Karriere-Modus sind die Grid-Events, die erst freigeschaltet werden, wenn ihr in den insgesamt fünf Rennklassen Touring, Endurance, Open Wheel, Tuner und Street ein gewisses Level erreicht habt. Für jedes Rennen und jeden abgeschlossenen Event in den Klassen, bekommt ihr Erfahrungspunkte, die euch im Level ansteigen lassen. Das ist motivierend, allerdings werdet ihr so auch gezwungen, selbst Rennklassen zu spielen, die euch vielleicht nicht gefallen, damit ihr in der Karriere vorwärts kommt. Dafür sind die verschiedenen Klassen aber schön abwechslungsreich geraten.

    Grid Autosport bietet rassige Positionskämpfe, auch wenn die KI oft zu sehr auf der Ideallinie klebt. (PC) Grid Autosport bietet rassige Positionskämpfe, auch wenn die KI oft zu sehr auf der Ideallinie klebt. (PC) Quelle: PC Games Beim Touring handelt es sich um klassische Tourenwagen-Rennen auf realen Rennstrecken, bei denen ihr auch ein Qualifying absolvieren dürft, um euch eine gute Startposition zu sichern. Doch Vorsicht: Die Kurse werden immer zweimal gefahren und eure Startposition im zweiten Durchlauf umgedreht. Gerade in den höheren Schwierigkeitsgraden ist hier Taktieren angesagt, da ihr für eine gute Qualifikation zwar auch zusätzliche Punkte in der Meisterschaft bekommt, eine schlechte Startposition euch aber einiges kosten kann.

    Die Endurance-Rennen sind Langstreckenrennen, die üblicherweise nachts stattfinden und so für eine tolle Atmosphäre sorgen. Ziel ist hier natürlich, nach der abgelaufenen Zeit möglichst weit vorne im Fahrerfeld zu liegen. Leichter gesagt als getan, da ihr besonders auf euren Reifen-Abrieb achten müsst. Sind die Reifen zu sehr verschlissen, habt ihr in den letzten Rennminuten keinen Grip mehr und rutscht nur noch um die Kurven – die Gegner haben so natürlich leichtes Spiel.

    In den Open Wheel-Events wagt ihr euch in die pfeilschnellen Formel-Wagen, die aufgrund ihres geringen Gewichts gar nicht so leicht zu bändigen sind. Allerdings steuern sie sich weitaus präziser und angenehmer als im ersten Grid. Während ihr euch bei den Street-Events heiße Positionskämpfe auf Kursen mitten in den Innenstädten von Metropolen wie Paris oder Barcelona liefert, fallen die Tuner-Events etwas ab und erinnern an den Vorgänger.

    Grid Autosport: Video-Review der PS3-Version

    04:45
    Grid Autosport: Konsolen-Version im Video-Test
    Spielecover zu Grid Autosport
    Grid Autosport

    Grid Autosport: Video-Test der PC-Version

    04:06
    Grid Autosport: PC-Version im Video-Test - Codemasters besinnt sich auf alte Tugenden
    Spielecover zu Grid Autosport
    Grid Autosport

    Die Drift-Rennen steuern sich zwar besser als im Vorgänger, sind aber immer noch recht langweilig. (PC) Die Drift-Rennen steuern sich zwar besser als im Vorgänger, sind aber immer noch recht langweilig. (PC) Quelle: PC Games Hier liefert ihr euch entweder Zeitfahrten in hochgetunten Straßenmodellen oder nehmt an ziemlich unspektakulären Drift-Rennen teil. Obwohl auch die Touring- und Open Wheel-Events klare Längen haben, da jeder Kurs zwei Mal gefahren wird, ist die Tuner-Klasse die einzige, die einfach keinen großen Spaß macht. Sie wirkt im Gegensatz zu den authentischen Rennserien sogar deplatziert und aufgesetzt.

    Fahrt ihr zu Anfang noch relativ kurze Rennserien mit gerade mal drei Rennen, werden die Events schnell größer und bieten euch zwischendurch immer wieder Abwechslung, da sie euch an verschiedenen Special-Cups teilnehmen lassen, in denen beispielsweise das komplette Fahrerfeld mit Mini Coopern oder Shelby GTs unterwegs ist. Die Grid-Events sind schließlich die größten Veranstaltungen und verlangen euer Können in sämtlichen Disziplinen.

    Noch einmal mit Gefühl

    Enttäuschte Grid 2 nicht nur mit seiner aufgesetzten Story und den pseudo-hippen Renn-Events, fühlte sich auch das sehr driftlastige Fahrgefühl irgendwie falsch an. Oftmals schlitterten die Boliden wie auf Schmierseife durch die Kurven. Hinzu kam eine unglaublich aggressive KI, die nie von ihrer Ideallinie abwich und euch gnadenlos von der Piste rammte. Doch auch hier kann Entwarnung gegeben werden.

    Die engen Stadt-Kurse bieten mit Abstand die 
meiste Action. Die KI ist hier äußerst aggressiv. (PC) Die engen Stadt-Kurse bieten mit Abstand die meiste Action. Die KI ist hier äußerst aggressiv. (PC) Quelle: PC Games Grid Autosport orientiert sich wieder am Fahrverhalten des sehr guten Erstlings und fühlt sich auf der Strecke einfach richtig an. Man muss Codemasters mal ein Kompliment machen: Kaum ein anderes Entwickler-Team bekommt den Spagat zwischen Realismus und Arcade so gut umgesetzt wie die Briten. Von einer waschechten Simulation ist Grid Autosport zwar weit entfernt, doch es fühlt sich unglaublich authentisch an, mit über 200 Sachen über eine lange Gerade zu rasen und anschließend kurz vor einer Haarnadelkurve den richtigen Bremspunkt zu finden.

    Zudem hat wirklich jedes Fahrzeug seine individuellen Eigenheiten, so dass man seinen eigenen Fahrstil auf die jeweiligen Vehikel abstimmen muss. Hier hat Codemasters wirklich alles richtig gemacht und ist durch die individuell einstellbaren Fahroptionen sowohl für Serien-Neulinge als auch für die Renn-Profis geeignet.

    Grid-Veteranen werden sich außerdem über ein Wiedersehen freuen: Wurde die Cockpit-Kamera im Vorgänger noch schmerzlich vermisst, feiert sie nun ihr Comeback mit sogar zwei Perspektiven. In der einen Ansicht hat man die komplette Frontscheibe im Blick, in der anderen die klassische Cockpit-Ansicht mit Lenkrad. Beide Perspektiven vermitteln ein tolles Geschwindigkeitsgefühl. In Jubelstürme sollte man aber trotzdem nicht ausbrechen, denn die Ansichten sind relativ schlicht und detailarm modelliert. Hier wäre definitiv mehr drin gewesen.

    Technik-Tuning?

    Gerade bei den Nachtrennen fallen die grafischen Unterschiede zur PC-Version deutlich auf. (PS3) Gerade bei den Nachtrennen fallen die grafischen Unterschiede zur PC-Version deutlich auf. (PS3) Quelle: PC Games Dies gilt auch für die Technik des Spiels. Grid Autosport sieht gut aus, läuft herrlich flüssig und bietet oftmals eine wirklich schöne Licht-Schatten-Dynamik sowie tolle Spiegelungen auf Lack und Asphalt. Man merkt dem Titel allerdings auch an, dass er noch für die Playstation 3 und die Xbox 360 erscheint, da die Hardware-Power eines PCs kaum genutzt wird. Während Grid Autosport auf den Strecken gut bis hervorragend ausschaut, wirkt das Drumherum trist und altbacken.

    Vor allem die Modelle der Zuschauer sind wirklich abgrundtief hässlich. Bei den Stadtkursen bietet der Titel zwar schöne Hintergründe, diese haben aber oftmals mit auffälligem Tearing zu kämpfen. Schade auch, dass es kein Wettersystem im Spiel gibt. Eigentlich unverständlich, da dies schon in den Formel 1-Spielen von Codemasters sehr gut funktioniert. Hier bleibt einiges an Potenzial auf der sprichwörtlichen Strecke.

    Im Vergleich zur PC-Version fallen Umsetzungen für Playstation 3 und Xbox 360 deutlich ab. Es war zwar klar, dass die Konsolenfassungen nur mit 30 Frames laufen würden, aber auch sonst wirken die Strecken und Fahrzeugmodelle etwas matschig und detailarm. Der Vorgänger sieht dadurch sogar einen Ticken hübscher aus. Dennoch ist das Fahrgefühl auch hier wirklich gut. Wer allerdings die Wahl hat, sollte besser zur PC-Version greifen.

    Insgesamt ist Grid Autosport ein sehr gutes Rennspiel geworden, das sich authentisch anfühlt und einen enormen Umfang bietet. Für einen absoluten Top-Hit reicht es aber dennoch nicht. Da man viele Rennen zweimal fahren muss, mutet dies sehr schnell nach Spielzeitstreckung an, die der Titel eigentlich gar nicht nötig hätte.


    Grid Autosport (PC)

    Spielspaß
    86 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung

    Grid Autosport (X360)

    Spielspaß
    84 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung

    Grid Autosport (PS3)

    Spielspaß
    84 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Authentisches Fahrgefühl zwischen Arcade und Realismus
    Motivierender Karriere-Modus (auch ohne Story)
    Viele abwechslungsreiche Rennklassen
    Fahrzeuge unterscheiden sich im Handling
    Autos und Rennkurse sehen wirklich toll aus (PC)
    Triste, nicht mehr zeitgemäße Grafik abseits der Kurse
    Oftmals unnötige Spielzeit­streckung durch Wiederholung
    KI klebt immer noch zu sehr auf der Ideallinie und nutzt den Gummiband-Effekt
    Fazit
    Sehr guter Racer, der sich authentisch anfühlt, enormen Umfang bietet, aber leider auch mit Spielzeitstreckung nervt.

  • Grid Autosport
    Grid Autosport
    Publisher
    Codemasters
    Developer
    Codemasters
    Release
    27.06.2014
    Es gibt 17 Kommentare zum Artikel
    Von LorD-AcE
    Spielzeitstreckung? In der WTCC (Tourenwagen) werden nunmal zwei Rennen auf einer Strecke gefahren, in der Formel 3…
    Von p4nd4fri3nd
    Also ich hab ab und zu schon die schnellste Runde. Ist halt schwieriger als bei anderen Spielen, da die Gegner…
    Von Bonkic
    ich bin kein riesiger rennspiel-freak, aber war eine extreme gummiband-ki früher nicht schon beinahe so was wie ein ko…

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    Cover Packshot von Forza Horizon 3 Release: Forza Horizon 3 Microsoft
    Cover Packshot von F1 2016 Release: F1 2016 Koch Media , Codemasters
    Cover Packshot von Trials of the Blood Dragon Release: Trials of the Blood Dragon Ubisoft , RedLynx
    Cover Packshot von The Collider 2 Release: The Collider 2 Techland
    • Es gibt 17 Kommentare zum Artikel

      • Von LorD-AcE Erfahrener Benutzer
        Spielzeitstreckung? In der WTCC (Tourenwagen) werden nunmal zwei Rennen auf einer Strecke gefahren, in der Formel 3 sind es sogar 3 Rennen pro Strecke. Hat also weniger mit Spielzeitstreckung als mit Orientierung am realen Vorbild zu tun. Kommt wohl daher, dass die Redakteure die das Video gemacht haben nicht gerade die grössten Motorsportkenner sind.
      • Von p4nd4fri3nd Erfahrener Benutzer
        Zitat von Theojin
        Hat es schon mal jemand geschafft, eine schnellste Rennrunde am Ende des Rennens zu haben? Ist ja nicht unwichtig, gehört in der Karriere mit zu den Zielen mit den höchsten XP. Nur, wenn die KI so dermaßen angast wegen dem Gummiband, und ich aber schon auf letzter…
      • Von Bonkic Erfahrener Benutzer
        ich bin kein riesiger rennspiel-freak, aber war eine extreme gummiband-ki früher nicht schon beinahe so was wie ein ko-kriterium im genre? 
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Grid Autosport
Test: Codemasters besinnt sich auf alte Tugenden
Während Race Driver: Grid bei Rennspiel-Fans hohes Ansehen genießt, konnte der Nachfolger Grid 2 die Community weniger überzeugen. Codemasters hat sich die Kritik zu Herzen genommen und serviert uns mit Grid Autosport einen Racer, der sich wieder ganz am gelungenen Serien-Auftakt orientieren soll. Reicht es für die Pole Position ?
http://www.pcgames.de/Grid-Autosport-Spiel-54223/Tests/Test-Codemasters-besinnt-sich-auf-alte-Tugenden-1126294/
24.06.2014
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2014/06/_Aufmacher-pc-games_b2teaser_169.jpg
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