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  • Grey Goo im Test: Gute Sci-Fi-Strategie mit viel Luft nach oben

    Gegen unsere Goo-Armee hat nicht mal der übermächtige Alpha-Mech der Menschen eine Chance. Quelle: PC Games

    Zurück zu den Wurzeln: Die Empire at War-Macher inszenieren mal wieder Echtzeitstrategie der alten Schule. Ob Grey Goo halten kann, was die Erwartungen an die C&C-Veteranen versprechen, klären wir in unserem ausführlichen Test.

    Grey Goo im Test: Wer sein Spiel "Graue Schmiere" nennt, hat entweder höchst abenteuerliche Marktforschung betrieben oder ohnehin nur eine sehr spezielle Kundschaft im Sinn. Letzteres würde passen, immerhin steht Grey Goo für klassische Echtzeitstrategie, die deutlich aus der Mode gekommen ist: Basisbau, Rohstoffernte und Tankrushs, hektisch und unbarmherzig, ganz ohne Rollenspielelemente und filigranes Mikromanagement. Wer wäre für die Entwicklung besser geeignet als Petroglyph? Immerhin wurde das Studio von Command & Conquer-Veteranen gegründet, setzte beachtliche Titel wie Empire at War und Universe at War um. Mit Grey Goo will das Team es noch einmal wissen und beweisen, dass klassische Echtzeitstrategie immer noch seine Fans hat.

    Kampf den Nano-Batzen!

    In Grey Goo machen wir den exotischen Planeten Ecosystem Nine unsicher. Dort gehen im Verlauf einer 15 Missionen langen Kampagne drei spielbare Parteien nach allen Regeln der Kriegskunst aufeinander los: Zuerst legt sich ein Alien-Volk namens Beta mit den technisch hochgerüsteten Menschen an, bis sich schließlich eine dritte Fraktion in den Konflikt einmischt, die nur als "Das Goo" bekannt ist. Letztere stellt riesige Verbindungen intelligenter Nano-Roboter dar, die im Rohzustand an graue, schleimige Blobs erinnern und bei Bedarf die Gestalt von Kampfmaschinen und Mechs annehmen können.

    Die lineare Kampagne bietet 15 Missionen. Je fünf Einsätze fallen auf die drei Völker Beta, Menschen und Goo. Die lineare Kampagne bietet 15 Missionen. Je fünf Einsätze fallen auf die drei Völker Beta, Menschen und Goo. Quelle: PC Games Die ernste Sci-Fi-Story wird zu keinem Zeitpunkt wirklich spannend oder mitreißend, dafür fehlen emotionale Highlights und echte Überraschungen. Trotzdem ist Petroglyph eine ordentliche Kampagne gelungen, die dank vieler hübsch gerenderter Zwischensequenzen und vollvertonter Einsatzbesprechungen für genug Stimmung sorgt, um bis zum (offenen) Finale bei der Stange zu halten. Die meisten Videos zeigen zwar nur Dialogszenen und verzichten auf Action, glänzen dafür aber mit hübsch animierten Charakteren, die sich zudem erfreulich unaufgeregt geben.

    Übertriebenes Heldengehabe und stumpfe Macho-Sprüche findet man hier nicht – keine Selbstverständlichkeit in einem modernen Computerspiel. Kleiner Tipp: Wenn man die deutlich bessere englische Sprachausgabe wählt, wirken die Lippenbewegungen der Figuren besonders glaubhaft. Die deutsche Fassung kann da leider nicht mithalten: Das Gesagte ist weder lippensynchron noch auf dem Qualitätslevel des Originals eingesprochen, zumal sich einige Schnitzer in die Übersetzung eingeschlichen haben.

    Die Menschen als Hightech-Experten

    Für so eine Menschenbasis muss man sehr gut mit den Rohstoffen haushalten, sonst wird man vom Gegner während des Aufbaus gnadenlos überrannt. Für so eine Menschenbasis muss man sehr gut mit den Rohstoffen haushalten, sonst wird man vom Gegner während des Aufbaus gnadenlos überrannt. Quelle: PC Games Jedes der drei Völker hat seine Eigenheiten. Menschen müssen für ihre Basis beispielsweise erst ein Netzwerk aus Leitungen errichten, an das dann weitere Gebäude angedockt werden. Auch Abwehrtürme müssen stets mit einer solchen Leitung verbunden sein, glänzen dafür aber auch mit Feuerkraft und hoher Reichweite. Darum sind die Menschen besonders in der Defensive mächtig, eine gut ausgebaute Basis ist nur schwer einzunehmen. Die Kehrseite der Medaille: Da alle Leitungen mit dem Hauptgebäude verbunden sein müssen, fällt es den Menschen schwer zu expandieren.

    Die Einheitenproduktion folgt dagegen einem simplen Grundsatz: Kleine und große Fabriken sowie Landepads benötigen vier Zusatzgebäude, damit man dort Lufteinheiten, Artillerie, schwere Panzer und Tarn- bzw. Aufklärungsmaschinen bauen kann. Ist eine Fabrik mit allen vier Upgrades ausgestattet, darf man den Alpha in Auftrag geben: Diese Supereinheit der Menschen kommt als langsam schwebender Mech daher, der feindliche Truppen gemütlich mit seinem Laser wegschmilzt und mit Schockwellen durcheinanderwirbelt. Zuckelt so ein Alpha erst mal über die Karte, ist der Einsatz schon so gut wie geschafft.

    Die Beta: Flexibles Alien-Volk

    Die Beta bauen zunächst Verteilerstationen, an die sich dann mehrere Gebäude anflanschen lassen. Die Beta bauen zunächst Verteilerstationen, an die sich dann mehrere Gebäude anflanschen lassen. Quelle: PC Games Die Beta-Aliens spielen sich über weite Strecken ähnlich wie die Menschen, beide ernten etwa auf die gleiche Art Rohstoffe und auch ihr Truppenangebot weist kaum Unterschiede auf. Nur beim Basisbau gehen sie unterschiedliche Wege: Beta errichten zunächst Verteilerstationen, die dann mehrere Slots bieten, an denen neue Gebäude angedockt werden. Nach überall auf der Map bauen, doch dafür ist ihre Verteidigung umständlicher: Zunächst müssen sie Mauern errichten, die Sockelplätze für bestimmte Bodentruppen bieten – eine flexible, aber auch zeitaufwendige und sehr teure Defensive.

    Die Supereinheit der Beta heißt "Hand von Ruk" und stellt eine fliegende Waffenfabrik dar, die neben einem mordsgefährlichen Granatwerfer auch Platz für sechs Bodeneinheiten bietet, die dann vom Stahlmonster herabfeuern.

  • Grey Goo

    Grey Goo

    Developer
    Petroglyph
    Release
    23.01.2015
    Leserwertung
     
    Meine Wertung
    Es gibt 28 Kommentare zum Artikel
    Von Urbs11
    Ich zocke gerade Dawn of War Soulstorm mit ultimate apocalypse mod... einfach nur sehr genial!Die Einheiten sind so…
    Von Zocker4ever
    Ich muss sagen, von dem was ich bisher von Grey Goo gesehen habe bin ich auch nicht überzeugt...Währe schön gewesen…
    Von Urbs11
    Habe mir das Spiel kurz angeschaut und gleich wieder deinstalliert.Es ist lahm, bzw. gefällt mir nicht.Da hat man an…

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    • Es gibt 28 Kommentare zum Artikel

      • Von Urbs11 Erfahrener Benutzer
        Ich zocke gerade Dawn of War Soulstorm mit ultimate apocalypse mod... einfach nur sehr genial!
        Die Einheiten sind so stylig und so vergleichsweise hoch aufgelöst und detalliert, es macht Freude sie anzusehen! Vor allem weil man sie aus fast jedem Winkel heraus ansehen kann und komplett ranzoomen…
      • Von Zocker4ever Erfahrener Benutzer
        Ich muss sagen, von dem was ich bisher von Grey Goo gesehen habe bin ich auch nicht überzeugt...
        Währe schön gewesen wieder mal WIRKLICH klassisches CnC RTS zu zocken. Grey Goo kommt mir mehr wie ein Kompromiss aus vielen Elementen vor... und dem Goo oben draum.

        Jaaa, DoW 3 wäre schon herrlich. Aber bitte,…
      • Von Urbs11 Erfahrener Benutzer
        Habe mir das Spiel kurz angeschaut und gleich wieder deinstalliert.
        Es ist lahm, bzw. gefällt mir nicht.

        Da hat man an den falschen Stellen auf oldshool gesetzt.

        Das Einheitendesign ist langweilig und uninspiriert, desweiteren sind sie unscharf und wirken verwaschen. Da man kaum heranzoomen kann fällt das…
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Grey Goo
Test: Sci-Fi-Strategie der alten Schule
Zurück zu den Wurzeln: Die Empire at War-Macher inszenieren mal wieder Echtzeitstrategie der alten Schule. Ob Grey Goo halten kann, was die Erwartungen an die C&C-Veteranen versprechen, klären wir in unserem ausführlichen Test.
http://www.pcgames.de/Grey-Goo-Spiel-54141/Tests/Test-Sci-Fi-Strategie-der-alten-Schule-1148487/
23.01.2015
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2015/01/grey_goo_test_0002-pc-games_b2teaser_169.jpg
strategie,petroglyph
tests