GTA: Vice City
Zuerst bedienen Sie ein Schnellfeuergewehr von einem Helikopter aus, später dürfen Sie sogar einen fliegen.
Zum ohnehin riesigen Fuhrpark sind Motorräder dazugekommen. Auf den Bikes rast Tommy wie eine Rakete über die Straßen, schlängelt sich aber im Notfall auch problemlos durch enge Gassen hindurch. Beim Fahren flattert sogar sein Hemd im Fahrtwind; ein hübsches Detail, das nur auf dem PC richtig zur Geltung kommt. "Das gab's auch schon auf der Playstation 2. Allerdings sah man es da wegen der geringen Auflösung nicht besonders gut", stellt Castaneda fest. Es gibt extrem viel zu entdecken im Spiel.
Eine weitere Neuerung sind begehbare Gebäude. In GTA 3 waren die Häuser häufig nur leere Hülsen, in Vice City dagegen sind eine Menge davon zugänglich: Einige Missionen führen Tommy beispielsweise in Fastfood-Restaurants oder Diskotheken, wo zu den Hits aus den 80ern getanzt wird, während Neonlichter grell blitzen. Später dürfen Sie die Gebäude sogar erwerben und sich an der Kohle erfreuen, die sie täglich abwerfen. Am Ende des Spiels ziehen Sie alle Fäden in der Stadt.
Auch das Waffenarsenal ist angewachsen, nämlich von 11 auf 32 Stück. Vor allem Nahkämpfe lassen sich vielseitig führen. Mit Golfschlägern, Schraubenschlüsseln, Fleischermessern oder Kettensägen wehren Sie sich gegen Angreifer. Und bevor Sie fragen: Nein, Blut wird es in der deutschen Version nicht geben. Dafür jede Menge Spielspaß.
Von der Konsole auf den PC
Der Vice City-Schauplatz Miami erstrahlt in der PC-Version in einer Pracht, als liefe das Spiel in einem animierten Reisekatalog ab. Pastellfarbene Gebäude reihen sich am Straßenrand dicht aneinander. Palmen säumen die Wege. Daneben erstrecken sich kilometerlange Strände. Es ist ein imposanter Anblick. Gegen die schmutzige Metropole Liberty City aus GTA 3 wirkt Vice City wie Sommer, Sonne, Sonnenschein. Alles ist noch bunter, üppiger und stilvoller als zuvor. Donovan ist stolz auf das, was der PC im Vergleich zur Konsole zu leisten vermag: "Wir überarbeiteten jede einzelne Textur. Beispielsweise stockten wir die 32 Farben des Playstation 2-Originals auf 32-Bit auf, was Millionen Farbtönen entspricht.
Auch die Sichtweite wurde vergrößert. Außerdem lassen wir Bildschirmauflösungen jenseits von 1.600x1.200 Pixel zu. Grenzen setzt nur der Monitor." Er erwähnt nicht, dass beispielsweise nun auch der Boden im ersten Gebäude des Spiels gestochen scharf die Umgebung widerspiegelt. Man hat ihn sprichwörtlich auf Hochglanz poliert. Der Wisch-Effekt hingegen, der im Vorgänger den Eindruck einer pulsierenden Stadt verstärken sollte, aber nur Kopfschmerzen verursachte, liegt im Müll. Manchmal ist weniger eben mehr. Insgesamt mag Vice City zwar nicht so hochgezüchtet aussehen wie ein Unreal 2, das mit Polygonen nur so um sich wirft. Dafür wirkt jedes einzelne Hawaiihemd im Spiel stimmig, jede Bewegung des Protagonisten cool. Im Klartext: Es hat Stil.
Mehr Möglichkeiten, mehr Hardware
Die Optik ist nicht das Einzige, das die PC-Umsetzung von der Playstation 2-Version positiv abhebt. Donovan zählt auf: "Der Spieler darf ein eigenes Radio-Programm mit MP3-Dateien kreieren. Er darf sein Aussehen ändern, indem er neue Skins verwendet oder gleich selber welche erstellt. Außerdem wurde die Steuerung auf Maus und Tastatur angepasst. Darüber hinaus unterstützt Vice City sämtliche Gamepads und Lenkräder." Die Replay-Funktion, die die letzten 30 Sekunden des Spielablaufs zeigt, ist ebenfalls dabei.
All diese zusätzlichen Extras, die auch schon die PC-Version von GTA 3 zu etwas Besonderem machten, findet man im Spiel wieder. Übrigens sind die Hardware-Anforderungen im Vergleich leicht angestiegen: Als Mindestkonfiguration empfehlen die Entwickler 800 Mhz und eine 3D-Grafikkarte mit 32 MB. Flüssig wird Vice City aber erst auf einem Pentium 4 oder Athlon XP inklusive schneller Geforce 4- und Radeon-Karten laufen. Wenn Sie also aufrüsten wollen, bisher aber noch nach einem Grund danach suchten: Hier ist er.


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