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  • Politik gegen Spiele - Neue Verbotsforderung

    Sachsen-Anhalts Justizministerin Angela Kolb fordert, dass weniger Spiele veröffentlicht werden, die Gewalt zum Inhalt haben. Die SPD-Poltikerin will das durch strengere Prüf-Verfahren durchsetzen.

    Grand Theft Auto 4, laut einer Umfrage bei 10% der Zehnjährigen das Lieblingsspiel. (1) Grand Theft Auto 4, laut einer Umfrage bei 10% der Zehnjährigen das Lieblingsspiel. (1) Quelle: Videogameszone Wieder wird die Arbeit der USK kritisiert, diesmal von einer SPD-Poltikerin. Nachdem Bayerns Sozialministerin Haderthauer (CSU) ein Verbot von Killerspielen (als Beispiel diente ausgerechnet World of Warcraft) forderte, will Sachsen-Anhalts Justizministerin Angela Kolb die USK zu mehr Gründlichkeit verpflichten. Ihrer Ansicht könnten die Tester dort die Spiele gar nicht durchspielen und würden so besonders schlimme Szenen übersehen. Die USK widerspricht laut Spiegel Online dieser Aussage. Auch die der PC Games-Redaktion bekannten Testprotokolle zeigen, dass die Spiele tatsächlich durchgespielt werden. Kolb hatte ihre Forderung damit begründet, dass die rund 50 Tester der USK aus Zeitgründen gar nicht die höheren Levels erreichen könnten, in denen die Gewalt angeblich zunehme. Weitere Argumente finden Sie bei Spiegel Online.
    Die Vorwürfe gegen die USK sind nicht neu. Schon 2007 hatte das Institut des in Spielerkreisen berühmt-berüchtigten Professor Christian Pfeiffer der USK zahlreiche Mängel attestiert. Diese Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachen erhebt unter anderem folgende Vorwürfe:
    - In einer Reihe von Gutachten werden falsche oder verharmlosende Feststellungen zu
    jugendschutzrelevanten Punkten getroffen (z.B. im Hinblick auf drastische
    Blutdarstellungen), während offensichtlich wichtige Punkte in den Gutachten keine
    Würdigung gefunden haben; die Frage liegt nahe, ob sie den Gutachtern überhaupt
    bekannt geworden sind.
    - Sehr problematisch erscheinen einige häufig wiederkehrende Wertungsgesichtspunkte: so
    werden unter Jugendschutzerwägungen zu kritisierende Handlungsmöglichkeiten (z.B.
    Tötung eines unbeteiligten Passanten) dann nicht für problematisch gehalten, wenn sie
    nicht spielnotwendig sind oder es wird davon ausgegangen, dass gewaltfreie
    Spielelemente wie etwa Rätsel dominierende Gewaltinhalte neutralisieren können.
    - Die USK-Gutachten vermitteln häufig den Eindruck, dass die Prüfer spielerfahrene,
    medienkompetente Kinder und Jugendliche vor Augen haben; man orientiert sich in aller
    Regel nicht am unteren Ende von Alter und Medienerfahrenheit, also gerade nicht an
    solchen Kindern und Jugendlichen, die besonders schutzbedürftig erscheinen.
    - Häufig werden Bedenken in Bezug auf die Intensität der Gewalt mit eher formelhaften
    Begründungen verneint (z.B., die Gewalt gehe nicht über das Genretypische hinaus); die wünschenswerte Auseinandersetzung mit den Besonderheiten des Spiels und seinen
    möglichen jugendbeeinträchtigenden Wirkungen findet dann nicht statt.
    - Bei allen untersuchten, so genannten Kriegsshootern drängt sich zumindest eine Prüfung
    des Indzierungsmerkmals der Kriegsverherrlichung auf. Typischerweise werden sie
    allerdings von der USK unter Verweis auf eher "unblutige" Verletzungsanzeigen und nur
    "genretypische" Gewalt in einem historischen Szenario ab 16 oder 18 frei gegeben.

    Die USK selbst hat in ihren öffentlich zugänglichen Grundsätzen einen anderen Ansatz, nämlich die Aufklärung und Kompetenzförderung der Eltern. Absatz 4 dieser Grundsätze macht das deutlich:
    "(4) Die USK hat ihre Tätigkeit in der Öffentlichkeit transparent und nachvollziehbar zu vermitteln. Dabei ist ein Schwerpunkt die Information und Aufklärung der Öffentlichkeit im Hinblick auf die Chancen und Risiken für Kinder und Jugendliche durch die Nutzung von Unterhaltungssoftware und interaktiven Medien. Eine wesentliche Zielgruppe hierfür sind Eltern und Familien, deren Kompetenz es zu fördern gilt, selbstständig Einfluss auf die Mediensozialisation ihrer Kinder und Jugendlichen zu nehmen."

  • Grand Theft Auto 4
    Grand Theft Auto 4
    Publisher
    2K Games
    Developer
    Rockstar Games
    Release
    03.12.2008
    Es gibt 90 Kommentare zum Artikel
    Von Bonkic
    ich kann mich da noch an einen "amoklauf" in einem mannheimer (?) kaufhaus erinnern. da hat ein verrückter mit dem…
    Von DeVan90
    das gefällt mir als Referendar und damit lehrer in Ausbildung aber gar nicht. [/quote] Die Lehrer sind meistens die,…
    Von Boesor
    das gefällt mir als Referendar und damit lehrer in Ausbildung aber gar nicht.

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von Styx: Shards of Darkness Release: Styx: Shards of Darkness
    Cover Packshot von Dead Rising 4 Release: Dead Rising 4 Capcom , Capcom
    Cover Packshot von Hollow Knight Release: Hollow Knight
    Cover Packshot von For Honor Release: For Honor Ubisoft , Ubisoft Montreal
    • Es gibt 90 Kommentare zum Artikel

      • Von Bonkic Erfahrener Benutzer
        [quote=Maxe987 am 11.05.2009 18:19] Die Politiker, die von nichts Ahnung haben und gleich alles verbieten, sollten lieber die Schulen und Lehrer verbieten oder sich zumindest mal Gedanken darüber machen, warum die Ammokläufer immer in Schulen ammok laufen und nicht in kaufhäusern oder ähnliches.…
      • Von DeVan90 Erfahrener Benutzer
        Die Lehrer sind meistens die, die das ganze noch ganz offen sehen und ich habe bisher immer die Erfahrung gemacht, dass man bei Problemen zu seinem Lehrer gehen und reden kann, sowohl schulische als auch private Dinge. Gibt nur wenige Lehrer, die einfach nicht in der Lage sind ihre Schüler psychologisch zu…
      • Von Boesor Erfahrener Benutzer
        Zitat von Maxe987 am 11.05.2009 18:19
        Die Politiker, die von nichts Ahnung haben und gleich alles verbieten, sollten lieber die Schulen und Lehrer verbieten oder sich zumindest mal Gedanken darüber machen, warum die Ammokläufer immer in Schulen ammok laufen und nicht in kaufhäusern oder ähnliches.


        das gefällt mir als Referendar und damit lehrer in Ausbildung aber gar nicht.
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Grand Theft Auto 4
Politik gegen Spiele - Neue Verbotsforderung
Sachsen-Anhalts Justizministerin Angela Kolb fordert, dass weniger Spiele veröffentlicht werden, die Gewalt zum Inhalt haben. Die SPD-Poltikerin will das durch strengere Prüf-Verfahren durchsetzen.
http://www.pcgames.de/Grand-Theft-Auto-4-Spiel-4496/News/Politik-gegen-Spiele-Neue-Verbotsforderung-683658/
08.05.2009
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2008/12/gta4_test_pcgames024.jpg
amoklauf,winnenden,gta 4
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