Grand Theft Auto 4
Rockstar hat bislang Talent gezeigt, was das Einfangen von Stimmungen betrifft; überraschend zeitgeistkompatibel waren die Spiele seit Teil 3. Allen voran aber waren sie ehrlich und frech und mutig, sie übten Gesellschaftskritik mit rebellischem Touch, sie ließen konservative Spielegegner zitternd im Glauben, dass diese Bits und Bytes eine Generation von Amokläufern heranzüchten.
GTA 3 unternahm erste Gehversuche in Sachen Regelbruch, der Held blieb stumm. Vice City traute sich mehr, das Zusammenspiel der Charaktere vertiefte sich, die Geschichte saugte den Spieler stärker ins Geschehen. San Andreas markierte den Höhepunkt, indem es Schwarze zu Stars kürte, teils ungeliebte Hip-Hop-Kultur zeigte und das traumatisierende Aufwachsen im Getto thematisierte.
Explosiv wurden die Spiele, weil sie verbrecherisches Handeln scheinbar glorifizierten. Man muss aufmerksam sein, dann hört man ein gutes Herz hinter der Gewaltfassade pochen, eines, das vor der Eigendynamik des menschlichen Schweinehunds warnt.
Die Serie bietet eine breite Fläche für ernste Interpretationen, umso erstaunlicher also, dass sie gleichzeitig Entertainment in Reinform darstellt: Durch offene Metropolen rasen, etliche Missionen lösen, optionale Aufgaben stemmen, sich dem Sammeltrieb hingeben. Das Tempo bestimmt der Spieler. Kein anderer Titel auf dem Markt erteilt die Erlaubnis zu solch umfassender Entscheidungsfreiheit, und jenen, die es versuchen, entgleitet der Zauber des Originals stets aufs Neue.


nebenbei bin ich alles andere als ein konsolentroll aber da du mich ja…
(...) wäre der titel von anfang an mit einem pc release versehen gewesen hätte sich kaum einer aufgeregt. (...)
Hui
Die anderen Sätze ignoriere ich an dieser Stelle bewusst, da sie purer Schwachsinn sind und scheinbar von einem Konsolen-Troll kommen.
Und nun bitte wieder back 2 topic.