Gothic 3 - Nachtest
Nachtest
Bug: Wenn Sie schwimmen und das Inventar aufrufen, steht der Held plötzlich im Wasser und läuft durch das kühle Nass. Auch Waffen können nun benutzt werden (siehe nächste Bilder), was das Balancing erheblich beeinflusst.
Der Test zu Gothic 3 in unserer letzten Ausgabe hat viele unserer Leser geschockt. Wieso testen wir eine unfertige Version? Sind die Bugs wirklich so schlimm wie geschildert und was wird der Patch bringen?
Hintergrund: Die von uns bislang gestestete Version des Spiels war die offiziell zum Test freigegebene Fassung. Erst kurz nach Redaktionsschluss verkündete Publisher Jowood, die Version sei noch unfertig und man habe den Goldmaster zurückgezogen.
Seit einigen Tagen liegt uns nun die endgültige Verkaufsversion und das Update zu Piranha Bytes Rollenspiel vor und wir haben alle bemängelten Fehler auf Herz und Nieren überprüft.
Das Changelog des Patches zeigt, dass die Entwickler alles andere als untätig waren und wirklich noch etliche Details verbessert haben. So gibt es nun endlich die gewünschten Hotspots für Truhen und Betten, sodass Sie sofort sehen, welchen Gegenstand Sie eigentlich gerade benutzen.Das von uns kritisierte Verbrauchen von Dietrichen, das vorher ohne Nachfrage oder Vorwarnung geschah, hat man nun ein wenig verändert. Nun sind Truhen, für die man einen Dietrich benötigt durch rote Schrift gekennzeichnet. Zudem verläuft sich der Namenlose Held nun nicht mehr auf dem Weg zum Öffnen der weit verbreiteten Schatzkisten.
Jedoch gab es in unserer Testversion weit schwerwiegendere Fehler: Abstürze während des Speichervorgangs, die das angelegte Savegame unbrauchbar machten, gehören offenbar der Vergangenheit an. Bei einem Laden / Speichern - Marathon, bei dem wir insgesamt über 150 Mal einen Spielstand anlegten und ausprobierten, warf uns das Spiel nicht einmal auf den Windows Desktop zurück. Zwar gab während des normalen Spielverlaufs den einen oder anderen Crash, doch auch deren Anzahl ist deutlich geringer geworden. Dafür legen wir - wie versprochen - einen Punkt auf die Gesamtwertung drauf.
Des Weiteren glänzten viele der NPCs in unserer Testversion letzten Monat nicht gerade mit Intelligenz. In der aktuellen Fassung hat sich diesbezüglich zwar manches verbessert, doch an vielen Stellen sahen wir keine oder nur wenig Veränderung. Das Problem, dass die gesamte mordlustige Dorfbevölkerung einem dahergelaufenen Scavenger hinterher rennt - wodurch kein einziger der NPCs mehr angesprochen werden kann - wurde deutlich verbessert. So zücken nun nur noch die Dorfbewohner ihre Waffe, welche die Gefahr im Blickfeld haben. Alle anderen gehen gemütlich ihrem normalen Tagesgeschäft nach.
Dieser Verbesserung stehen aber leider Komplettaussetzer der künstlichen Intelligenz gegenüber. Es kann durchaus passieren, dass sich ein flüchtender Ork von einem Wasserfass aufhalten lässt, umdreht und an seine ursprüngliche Position zurück rennt- nur um es noch mal aufs Neue zu probieren. Diesen Vorgang würde er wohl, solange Sie ihn nicht mit einem Pfeil aus der Zwickmühle schießen, bis in die Unendlichkeit fortführen.
Letztendlich kommen wir nach langen Überlegungen, Diskussionen und Tests zu dem Schluss, dass der Patch viele Kleinigkeiten verbessert, aber leider kein Allheilmittel ist. Doch da nun vor allem die Abstürze deutlich seltener auftreten, haben wir uns für eine Aufwertung entschlossen. Eine Wertung jenseits der magischen 90er-Grenze halten wir nach wie vor für nicht gerechtfertigt.


Der Speicherbug zu Beispiel wurde, wie im Test erwähnt nicht entfernt,
genausowenig wie etliche andere unerklärliche Abstürze, unlogisches KI Verhalten und sogar noch einige Quest Bugs…