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Google, Amazon, Ebay, Twitter, Facebook und Microsoft wehren sich gegen Anti-Piraterie-Gesetz SOPA [News des Tages]

03.01.2012 19:00 Uhr
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Große Internet-Konzerne machen Front gegen Sopa, den Stop Online Piracy Act der USA: Google, Facebook, Amazon, Twitter und Ebay befürchten Zensur, wenn der Gesetzesentwurf in Kraft treten sollte. Sie drohen damit, ihre Angebote aus Protest zeitweise weltweit vom Netz zu nehmen.

Unter der Bezeichnung NetCoalition haben sich mehrere große Konzerne zusammengeschlossen, um gegen Sopa zu protestieren. Unter der Bezeichnung NetCoalition haben sich mehrere große Konzerne zusammengeschlossen, um gegen Sopa zu protestieren. Update von 11:31 Uhr: Hintergründe zu Sopa - Der Stop Online Piracy Act Sopa wurde am 26. Oktober 2011 im US-Repräsentantenaus eingereicht. Am 16. November 2011 gab es eine erste Anhörung, am 15. Dezember 2011 und am 21. Dezember 2011 wurde der Gesetzentwurf debattiert. Endgültig entschieden wird über das Gesetz aber erst nach der Winterpause.

Originalmeldung: Die Luft zwischen Befürwortern und Gegnern des Sopa-Gesetzesentwurfs wird dünner: Netzkonzerne wie Google, Ebay, Twitter, Microsoft und Amazon haben über die gemeinsame Interessengruppe Netcoalition gedroht, ihre Services aus Protest zeitweise vom Netz zu nehmen. Statt der Google-Startseite bekämen etwa Suchmaschinennutzer lediglich eine Protestmeldung zu sehen, und auf Facebook gäbe es für einen Tag keine Status-Updates, sondern nur einen Hinweis auf Sopa. Markham Erickson von der Netcoaltion sagte dazu: "Diese Option wird ernsthaft diskutiert."

Der Stop Online Piracy Act (kurz: Sopa) ist ein Gesetzesentwurf, der Copyright-Inhabern umfangreiche Maßnahmen zur Durchsetzung ihrer Interessen gewähren soll, sobald sie eine Copyright-Verletzung auf Webseiten entdecken. So könnten die Rechteinhaber gerichtliche Verfügungen beantragen und damit auf die Geschäftsfähigkeit der Betreiber Einfluss nehmen. Werbeagenturen (wie etwa Google) und Bezahldienste dürften nicht mehr für die Seite tätig sein, außerdem würden Suchmaschinen die Seite blockieren. Auch die Nutzer könnten Probleme bekommen: Das Herunterladen geschützter Inhalte würde zur schweren Straftat hoch klassifiziert.

Kritiker sehen in diesem Gesetz eine Gefahr für die Freiheit des Internets und befürchten Zensur. Mit ihrer Protestdrohung stellen sich die großen Netzunternehmen nun demonstrativ auf die Seite der Kritiker. Auch deutsche Unternehmen wie United Internet (1&1, GMX) haben bereits entsprechende Briefe an US-Kunden verschickt. Das Sopa-Gesetz ist auch unter Rechteinhabern umstritten: Spiele-Publisher wie Electronic Arts, Nintendo, Microsoft und Sony haben ihre Unterstützung für Sopa mittlerweile zurückgezogen. Sony wurde erst letztens von den Anonymous-Aktivisten mit "Auslöschung" gedroht, sollten sie Sopa weiterhin unterstützen.

Leitender Online-Redakteur
Moderation
03.01.2012 19:00 Uhr
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Erfahrener Benutzer
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16.01.2012 18:27 Uhr
Am 18.01. werden übrigens viele namhafte Seiten offline sein aus Protest: http://www.theorigin.de/w...

Hier eine komplette Liste: http://sopastrike.com/on-...
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
04.01.2012 11:28 Uhr
Zitat: (Original von Anarchox666;9403882)
SOPA hin oder her.. aber bitte nicht vergessen, dass wir in der EU das gleiche in Grün bekommen - ACTA

Danke für diesen Hinweis!
Es sind Weltweit Gesetzentwürfe mit ähnlich lautendem Inhalt [Urheberrechtschutz im I-Net/ Grenzenübergreifend] im Umlauf welche von…
Benutzer
Bewertung: 0
04.01.2012 09:21 Uhr
SOPA hin oder her.. aber bitte nicht vergessen, dass wir in der EU das gleiche in Grün bekommen - ACTA

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