Internet-Rivalität: Twitter fühlt sich durch Googles neue Suchfunktion benachteiligt
Google wird mit "Suche plus deine Welt" deutlich personalisiert. Das wiederum gefällt den Twitter-Verantwortlichen gar nicht.
Die Verantwortlichen des Microblogging-Dienstes Twitter zeigen sich wenig erfreut über das Vorhaben, Google weiter zu personalisieren. Google will seine User nämlich mit "Suche plus deine Welt" stärker an sich binden, das soziale Netzwerk Google+ noch stärker bewerben und persönliche Empfehlungen von Freunden in die Suche einbeziehen. Alex Macgillivray, der Chef-Justitiar bei Twitter, nannte diese Entscheidung einen "schlechten Tag für das Internet". Doch wer hier glaubt, Twitter gehe es um das Wohl der User, der irrt. Vielmehr befürchtet Twitter ins Abseits gestellt zu werden, denn bereits Mitte 2011 endete die Partnerschaft mit Google hinsichtlich in die Suche integrierter Echtzeit-Nachrichten.
Google+ soll in den Vordergrund treten und das dürfte für Twitter wiederum einen Userschwund bedeuten. Google zeigt sich allerdings überrascht über die Äußerungen, schließlich habe Twitter die Partnerschaft seinerzeit beenden wollen. Darüber hinaus besänftige Google-Chef Eric Schmidt die Gemüter, denn Google+ würde keinesfalls Twitter, Facebook und Co. vorgezogen. Zumindest dann nicht, wenn diese die öffentlichen Daten ihrer Nutzer für Google freigeben würden. Das allerdings passt nicht zu Twitters Geschäftskonzept und Google wird für die Daten höchstwahrscheinlich nichts zahlen. Eine Zwickmühle. Zumindest für Twitter.

