pcgames.de - Wissen, was gespielt wird!

Google

Google und der Datenschutz: Google will alle Profile und Daten zusammenführen

25.01.2012 20:12 Uhr
|
Neu
|
Google will künftig die Profile für alle Dienste unter einem Dach zusammenführen. Der Internetkonzern möchte damit alle Informationen in einem Konto speichern und entsprechend auswerten. Die Datenschutzbestimmungen soll vereinfacht werden. Für die Kunden verspricht Google Vorteile mit der neuen Handhabung der Profile.

Google: Der Internet-Konzern will die Nutzerprofile für die einzelnen Dienste unter einem Dach zusammenführen. Google: Der Internet-Konzern will die Nutzerprofile für die einzelnen Dienste unter einem Dach zusammenführen. Google möchte sämtliche Dienste nur noch unter einem Account zusammenführen, wie Sprecher des Konzerns bekannt gaben. Somit könnten alle Informationen gesammelt ausgewertet werden. Google verspricht den Nutzern dadurch zahlreiche Vorteile. So sollen zum einen die Suchergebnisse relevanter werden, Werbeanzeigen sollen passender auf die Nutzer zugeschnitten werden und Services sollen optimiert werden. Daten sollen allerdings wie bisher nicht weiterverkauft werden, heißt es bei Google.

Googles Beauftrage für Datenschutz, Alma Whitten, erklärt das Vorhaben anhand von Beispielen. So könnte der Suchalgorithmus besser die Bedeutung einzelner Suchbegriffe verstehen. Wenn man zu spät zu einem Termin ist, könnte das System Nutzer darauf hinweisen, indem es etwa Daten zum Aufenthaltsort, Kalender oder den Verkehrsbedingungen auswertet. Die eigenen Informationen sollen sinvoller eingesetzt werden.

Dazu würde einen Google über alle Dienste hinweg als ein Nutzer behandeln. Dazu sollen auch die Datenschutzbestimmungen vereinfacht und zusammengeführt werden. Außerdem verspricht sich Google von den gebündelten Informationen besser auf den Kunden zugeschnittene Werbeanzeigen, was die Haupteinnahmequelle der Firma ist. Bereits vor einem Jahr hätte man bei Google schon mit dieser Zusammenführung geplant.

Branchenkenner berichten, dass Google damit auch auf die Konkurrenz von Facebook reagiert. Facebook hat einen gewaltigen Fundus an persönlichen Informationen über seine Nutzer und kann dementsprechend ebenfalls genau angepasste Werbeanzeigen ausliefern. Google versucht, mit einer überarbeiteten Suche und dem eigenen sozialen Netzwerk Google Plus, den Aufstieg von Facebook entsprechend auszubremsen.

Whitten betont in dem Blogeintrag, dass keine Daten verkauft werden. "Wir teilen sie ohne Zustimmung nicht mit Dritten", heißt es, außer es liege ein gerichtlicher Beschluss vor. Indes wird die soziale Suche von Google unter Datenschützern nicht immer wohlwollend aufgenommen. Nutzer sollen sehen, wie die Suchergebnisse genau zusammenkommen. Andererenfalls wäre davon nach Ansicht einiger überhaupt nichts zu halten. Mehr gibt es im Google-Blogeintrag zum Thema.

Simon Fistrich
Leitender Online-Redakteur
25.01.2012 20:12 Uhr

Verwandte Artikel

Neu
 - 
War der Hass von Steve Jobs auf Android von Google echt, oder war es bloß eine Inszenierung? Nach dem umstrittenen Interview mit Google-Chef Larry Page gehen die Meinungen weit auseinander. Der Biograph von Steve Jobs meint nun, dass der Hass durchaus echt war. mehr... [0 Kommentare]
Neu
 - 
Mit dem Google Art Project können Sie jetzt unter anderem das Museum of Modern Art in New York besuchen, ohne sich vom Schreibtisch zu enfernen. Insgesamt 16 Museen auf der ganzen Welt beteiligen sich am neuesten Projekt des Internet-Giganten. mehr... [1 Kommentar]
Neu
 - 
Nintendo arbeitet mit dem Suchmaschinengiganten Google an dem Kartendienst Google Maps für die Nintendo-Spielekonsole NES. Einige Funktionen dieses Dienstes könnt ihr euch unterhalb dieser Zeilen in einem ersten Demonstrationsvideo zur 8-Bit-Version von Google-Maps anschauen. Wir wünschen viel Spaß damit! mehr... [15 Kommentare]
Neu
 - 
Google hat am vergangenen Dienstag die Übernahme des Mobilfunkherstellers Motorola beendet. Der Kauf soll die eigenen Android-Produkte und deren Patente stärken. Allerdings werden durch Motorola vorherige Streitigkeiten mit Apple und Microsoft um die Nutzung eingetragener Erfindungen übernommen. mehr... [0 Kommentare]
Neu
 - 
Google Chrome ist der erfolgreichste Stern am Browser-Himmel. Laut einer Studie von StatCounter hat Googles Browser mittlerweile sogar Microsofts Internet Explorer hinsichtlich der Nutzerzahlen hinter sich gelassen. mehr... [0 Kommentare]