Google und der Datenschutz: Google will alle Profile und Daten zusammenführen
Google: Der Internet-Konzern will die Nutzerprofile für die einzelnen Dienste unter einem Dach zusammenführen.
Google möchte sämtliche Dienste nur noch unter einem Account zusammenführen, wie Sprecher des Konzerns bekannt gaben. Somit könnten alle Informationen gesammelt ausgewertet werden. Google verspricht den Nutzern dadurch zahlreiche Vorteile. So sollen zum einen die Suchergebnisse relevanter werden, Werbeanzeigen sollen passender auf die Nutzer zugeschnitten werden und Services sollen optimiert werden. Daten sollen allerdings wie bisher nicht weiterverkauft werden, heißt es bei Google.
Googles Beauftrage für Datenschutz, Alma Whitten, erklärt das Vorhaben anhand von Beispielen. So könnte der Suchalgorithmus besser die Bedeutung einzelner Suchbegriffe verstehen. Wenn man zu spät zu einem Termin ist, könnte das System Nutzer darauf hinweisen, indem es etwa Daten zum Aufenthaltsort, Kalender oder den Verkehrsbedingungen auswertet. Die eigenen Informationen sollen sinvoller eingesetzt werden.
Dazu würde einen Google über alle Dienste hinweg als ein Nutzer behandeln. Dazu sollen auch die Datenschutzbestimmungen vereinfacht und zusammengeführt werden. Außerdem verspricht sich Google von den gebündelten Informationen besser auf den Kunden zugeschnittene Werbeanzeigen, was die Haupteinnahmequelle der Firma ist. Bereits vor einem Jahr hätte man bei Google schon mit dieser Zusammenführung geplant.
Branchenkenner berichten, dass Google damit auch auf die Konkurrenz von Facebook reagiert. Facebook hat einen gewaltigen Fundus an persönlichen Informationen über seine Nutzer und kann dementsprechend ebenfalls genau angepasste Werbeanzeigen ausliefern. Google versucht, mit einer überarbeiteten Suche und dem eigenen sozialen Netzwerk Google Plus, den Aufstieg von Facebook entsprechend auszubremsen.
Whitten betont in dem Blogeintrag, dass keine Daten verkauft werden. "Wir teilen sie ohne Zustimmung nicht mit Dritten", heißt es, außer es liege ein gerichtlicher Beschluss vor. Indes wird die soziale Suche von Google unter Datenschützern nicht immer wohlwollend aufgenommen. Nutzer sollen sehen, wie die Suchergebnisse genau zusammenkommen. Andererenfalls wäre davon nach Ansicht einiger überhaupt nichts zu halten. Mehr gibt es im Google-Blogeintrag zum Thema.
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