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Gibt Google den Kampf gegen Internet-Zensur in China auf?

13.01.2012 13:49 Uhr
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Google setzt sich seit Jahren gegen die Internet-Zensur ein, die chinesische Behörden praktizieren. Das ganze gipfelte darin, dass Google vor zwei Jahren den Rückzug aus China ankündigte. Nun scheint das Unternehmen seine Haltung zu überdenken - wegen des lukrativen Android-Markts.

Google: Einstieg in den Android-Markt in China? Google: Einstieg in den Android-Markt in China? Google könnte seine Tätigkeiten in China wieder aufnehmen. Das Wall Street Model vermeldete, dass das Unternehmen derzeit Programmierer, Anzeigenverkäufer und Produktmanager in China anwerbe, um sein Geschäft im Anzeigen- und Android-Bereich voranzutreiben. Hintergrund für die Aktivitäten dürfte in der Tatsache liegen, das China der weltweit größte Smartphone-Markt ist. Im dritten Quartal 2011 wurden in der Volksrepublik rund 24 Millionen Handys mit Internet-Fähigkeit verkauft.

Android ist das Betriebssystem der Wahl, der Marktanteil liege Analysten zufolge bei rund 60 Prozent. Der Android Market ist von den chinesischen Geräten allerdings nicht zugänglich, das heißt, dass Google am App-Verkauf auch nicht mitverdient, da dieser über Alternativ-Anbieter von statten geht. Auch im Suchgeschäft sei der Marktanteil von 36 Prozent im Jahr 2009 auf aktuell 17,2 Prozent gesunken, da Google seine Services nicht mehr in China anbietet – die Server stehen mittlerweile in Hongkong.

Auslöser für das Zerwürfnis zwischen China und Google war der Vorwurf, dass die chinesische Regierung Hacker-Angriffe auf Googlemail durchgeführt haben soll. 2010 zog Google deswegen die Konsequenzen. Eingesetzt für den Rückzug hatte sich vor allem Google-Gründer Sergey Brin, der sich damit auch gegen den damaligen Google-Chef Eric Schmidt gestellt hatte. Unklar ist, wie der jetzige Google-Chef und -Mitgründer Larry Page sich positionieren wird. Eigentlich kann Google aber kaum auf den chinesischen Wachstumsmarkt verzichten. Weitere Infos zum Google-Wiedereinstieg in China hat die Süddeutsche Zeitung.

Simon Fistrich
Leitender Online-Redakteur
13.01.2012 13:49 Uhr

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