Goin' Downtown: Unsere Vorschau zum Comic-Adventure
Die Konturpersonen (im Hintergrund) setzt Silver Style ein, um nicht ansprechbare Personen anzuzeigen. Das Stilmittel stieß in der Redaktion auf geteiltes Echo - was meinen Sie?
Hätte Frank Miller (Sin City) Adventure-Drehbücher geschrieben, vielleicht wäre das Skript zu Goin' Downtown dabei herausgekommen. Die Handlung des düsteren Abenteuers: Der New Yorker Polizist Jake McCorly - einsam, tablettenabhängig, erfolglos - findet eines Tages vor seiner Haustür eine unbekannte Frau. Er spricht sie an - sie scheint verwirrt, weiß kaum mehr als ihren Namen. Er bietet ihr an, sich bei ihm auszuruhen. Als Jake aufwacht, ist das Fenster offen - und auf dem Asphalt darunter ihre Leiche. Mord? Selbstmord? Es liegt an Jake - und damit an Ihnen -, das herauszufinden.
Jake ist in Roses Loft. Nein, die Dame hat kein Faible für grüne Fenster - im Simulator färbt sich das Bild derart. Wir verstecken uns, um ein Gespräch zu belauschen.
Für das ambitionierte Projekt zieht Silver Style Entertainment (Everlight) alle Register. Zu den Sprechern zählen die deutschen Stimmen von Will Smith, George Clooney, Antonio Banderas, Nicole Kidman und Jennifer Lopez. Das funktioniert in Monologen außerordentlich gut, Gespräche wirken trotz des eingesetzten Dialogregisseurs teilweise künstlich. Auch grafisch liegt Goin' Downtown weit vorne, sowohl technisch als auch ästhetisch. Sinnvolle Kamerawechsel sorgen für Dynamik - nur bei den Lauf- und Sprachanimationen besteht noch Handlungsbedarf, und einige Perspektiven wirken derzeit übertrieben extrem.


Die Funktion, Rätsel Stufe für Stufe eine Lösung anzeigen zu lassen, scheint sich ja so langsam zu einem Standard im Adventure Genre zu entwickeln. Bisher habe ich ich diese…