Begabt - Die Gleichung eines Lebens: Filmkritik zum Drama mit Chris Evans
Marc Webb lässt es nach den beiden "Amazing Spider-Man"-Filmen etwas ruhiger angehen und erzählt in "Begabt - Die Gleichung eines Lebens" die Geschichte über ein mathematisch sehr begabtes Mädchen.
Der ehemalige Philosophie-Professor Frank Adler hat längst mit seinem alten Leben abgeschlossen. Nach dem Tod seiner Schwester, einer genialen Mathematikerin, schnappte er sich deren Tochter Mary und zog in die Provinz Floridas. Dort wollte er dem jungen Mädchen ein normales Leben ermöglichen. Mary ist allerdings alles andere als normal und besitzt die mathematische Genialität ihrer Mutter. Als Marys Großmutter Evelyn davon erfährt, möchte sie die Kleine zu sich nehmen und ihr ein anderes Leben aufzwingen.
Marc Webbs neuester Film wirkt, als hätte er jedes Sorgerechtsdrama, das jemals gedreht wurde, zu einem einzigen gebündelt. Dementsprechend potenziert sich auch der Kitschfaktor. Die schablonenhafte Figurenzeichnung und ein vorhersehbarer Plot können nicht durch das auf Sparflamme agierende Darstellerensemble aufgefangen werden. Einzig und allein Lindsay Duncan gewinnt der bösen Großmutterrolle noch neue Facetten und auch etwas Herz ab.
FAZIT
Nach Spiderman wendet sich Webb einem kleineren Projekt zu, das leider fast schon manipulativ auf die Tränendrüse drückt.
Offizieller Trailer zu "Begabt - Die Gleichung eines Lebens":
