Ghost in the Shell: Filmkritik zu Rupert Sanders Sci-Fi-Saga
Ab heute, den 30. März, in den Kinos: Die heiß ersehnte Realverfilmung von Masamune Shirows beliebter Mangareihe mit Scarlett Johansson als Major. Unsere Filmkritik verrät, wie gut Ghost in the Shell ist.
Der Film führt uns in ein noir-futuristisches Japan: Prächtige Wolkenkratzer, schillernde Hologramme und schnieke Clubs prägen das Stadtbild und sollen über das trostlose Großstadtmoloch zu Füßen der gläsernen Monstrositäten hinwegtäuschen. Ohne Frage hat die Menschheit gewaltige technologische Fortschritte gemacht und so ist es inzwischen auch gang und gäbe, Körperteile gegen langlebige künstliche Elemente auszutauschen - Cyborgs sind keine Seltenheit mehr, sondern die Regel. Ein Extrem dieser Mensch-Maschine-Hybridisierung stellt die hochmoderne Cyborg-Elitekämpferin Major dar: Das menschliche Gewebe in ihr reduziert sich einzig auf ihr Gehirn, sie ist folglich nur noch ein Geist in ihrem synthetischen Körper. Ausgerüstet mit ihren übermenschlichen Fähigkeiten und ihrem jederzeit erneuerbaren Körper ist Major die äußerst schlagkräftige Anführerin des Anti-Terror-Elitekommandos Sektion 9. Bei ihrem täglichen Kampf gegen die Kriminellen der Stadt stoßen Sektion 9 und Major auf einen hochgefährlichen Terroristen, dem es gelungen ist, die technisch aufgerüsteten Menschen der Zukunft regelrecht zu hacken und für seine Zwecke zu manipulieren. Während ihrer Ermittlungen gegen diesen Meister des Versteckspiels sieht sich Major nicht nur immer wieder mit der Frage nach der Bedeutung des Menschseins konfrontiert, sondern macht auch eine schockierende Entdeckung über ihre eigene Vergangenheit ...
Ob Ghost in the Shell ein Überraschungs-Hit wie seinerzeit Matrix wird? Wohl eher nicht. Kann der Cyberpunk-Streifen die Langzeitfans der kultigen Manga- bzw. Anime-Serie zufrieden stellen? Vermutlich kaum (das kann ohnehin niemand). Ist der Film also reine Geld-und Zeitverschwendung? Natürlich nicht. Dafür ist Rupert Sanders ein viel zu guter Regisseur. Er hat genau die richtige Balance zwischen knallharter Action und stillen, unaufdringlichen Momenten gefunden, hat mit der düsteren Grundstimmung, die immer eine gewisse Melancholie und Trostlosigkeit mit sich bringt, alles richtig gemacht und mit den wirklich atemberaubenden Spezialeffekten locker neue Standards gesetzt. Punkteabzug gibt's nur für die übertriebenen Zeitlupenaufnahmen und das in den Sand gesetzte Ende, das subtiler hätte ausfallen können. Und "Whitewashing" hin oder her: Scarlett Johansson ist schlicht perfekt als Major, das Zeug zum Publikumsliebling hat aber Pilou Asbæk als cooler Kriegsveteran Batou.
Fazit
Nicht nur visuell, sondern auch inhaltlich weitestgehend überzeugendes Sci-Fi-Spektakel mit einer grandiosen Scarlett Johansson.

Das Original war halt auch dadurch interessant, weil es vom Gegensatz lebte: Ist der Major noch menschlich, wenn von ihr neben dem menschlichen Verstand nicht mehr viel übrig ist? Andererseits, kann der Puppet Master als künstliche Intelligenz ein "echtes" Bewußtsein entwickelt haben?
Und ich habe den Anime GitS geliebt, nur die Serie hab ich irgendwie nie wirklich sehen wollen. Hab ihn auch erst vor einem halben Jahr wieder gesehen als ich ihn meiner Freundin gezeigt habe, um sie auf diesen Kino besuch vorzubereiten.. :-)
Ich sehe es ja, das er etwas weichgespült ist, um vermutlich ein breiteres Publikum zu erreichen. Aber scheinbar sind diejenigen die den Film vorher nicht kannten noch mehr enttäuscht, als Leute die den Anime liebten. Und ich fühlte mich einfach gut unterhalten.
@Rachlust:
Und ich fand die 3D Effekte nicht schlecht. Habe relativ weit vorne gesessen und besonders bei den Stadtansichten kam die tiefe gut rüber. Unser Berliner IMAX hat aber auch einen 4k-Laserprojektor.
Aber ich habe ihn gerne gesehen und fand mich gut unterhalten. Würde auch noch ein 2. mal ins Kino gehen, um noch mehr Details aufzunehmen. Dann mit normalen 2D, gestern habe ich mir die IMAX3D Version gegönnt. Aber das Original Manga habe ich ja auch mehrfach gesehen...
Das Original war halt auch dadurch interessant, weil es vom Gegensatz lebte: Ist der Major noch menschlich, wenn von ihr neben dem menschlichen Verstand nicht mehr viel übrig ist? Andererseits, kann der Puppet Master als künstliche Intelligenz ein "echtes" Bewußtsein entwickelt haben?
Die ikonischen Szenen sind Top auch wenn sie leicht abgewandelt sind was aber nicht tragisch ist. Die eigenständige Handlung ist einfach nur flach und langweilig. Die Darsteller passen sehr gut in ihre Rollen aber es scheitert einfach an der brutal lahmen Handlung. Sie versucht sich zwar ein bisschen in Richtung Anime zu orientieren aber versagt einfach.
Der Film plätschert serh belanglos vor sich hin und wird nur ab und zu durch 6 Action Szenen aufgelockert die aber immer nur kurz sind und auch aus dem Anime bekannt sind.
3D ist soweit nicht vorhanden bis auf 2/3 kleine CGI Szenen aber auch hier nichts weltbewegendes (Hier vielen dank an die Jammerlappen die sich immer über Popout Effekte wie in Fluch der Karibik 4 beschwert haben D: ).
Man kann sich das ganze mal angesehen haben sollte aber keine Erwartungen in den Film stecken sonst wird man wie ich von einer Handlung enttäuscht die mit Anlauf gegen die Wand gefahren wird. Man darf ja die Gehirne der Menschen im Jahr 2017 nicht überfordern -.-
Aber ich habe ihn gerne gesehen und fand mich gut unterhalten. Würde auch noch ein 2. mal ins Kino gehen, um noch mehr Details aufzunehmen. Dann mit normalen 2D, gestern habe ich mir die IMAX3D Version gegönnt. Aber das Original Manga habe ich ja auch mehrfach gesehen...