Forscher können mit Krebs-Medikament Alzheimer-Symptome lindern
Ein Krebsmittel erhöht die Alzheimer-Heilungschance bei Mäusen.
Forscher untersuchen neue Möglichkeiten bei der Behandlung von Alzheimer. Nun haben Wissenschaftler nach Berichten Alzheimer-Symptome bei Menschen rückgängig gemacht. Der Wirkstoff Bexaroten sorgte dafür, dass die Eiweißablagerungen im Gehirn, welche bei Alzheimer den Zellen zu schaffen machen, wieder beseitigt werden. Dadurch wird der Abbau von Gehirnmasse verhindert. Außerdem baut Bexaroten auch 75 Prozent der gelösten Eiweißverbindungen ab.
Der Fund sei sehr bedeutend bei der Forschung gegen Alzheimer – allerdings zunächst nur bei Mäusen. Ob sich das Mittel auch auf den Menschen übertragen lassen, ist unklar. Dennoch ist das Team um Paige Cramer von der Case Western Reserve School of Medicine guter Dinge. Immerhin sei der Wirkstoff bereits als Krebsmedikament zugelassen, könne demnach also nicht allzu gefährlich sein.
Seit 2002 kann Bexaroten auch in Deutschland verwendet werden. Hauptsächlich wird es gegen Lymphdrüsenkrebs eingesetzt. Es entfaltet seine Wirkung mitten im Gehirn. Dass es auch gegen Alzheimer hilft, ist also eher ein Nebeneffekt. An Alzheimer erkrankte Mäuse lernten 72 Stunden nach der Behandlung wieder, ein Nest zu bauen – sollte das funktionieren, wäre es ein Durchbruch im Kampf gegen Alzheimer.
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