Geheimakte 3 im Test: Tolle Rätsel, schickes Design - Ab heute im Handel
Geheimakte 3 im Test: Tolle Rätsel, schickes Design (12) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Für Nina Kalenko und Max Gruber sollen nach zwei Serienteilen in Geheimakte 3 nun endlich die Hochzeitsglocken läuten. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren und in wenigen Tagen soll es so weit sein. Nach dem spielbaren Intro im Alexandrien des Jahres 48 vor Christus wechselt das Spiel in die Gegenwart und bewaffnete Männer stürmen das Schlafzimmer des verlobten Paares und nehmen Max als angeblichen Terroristen mit.
Auf der Suche nach ihm rätseln Sie sich nun – hauptsächlich mit Nina am Mauszeiger – durch abwechslungsreiche Locations wie beispielsweise eine Ausgrabungsstätte in der Türkei, die Gefängnisinsel Alcatraz im kalifornischen San Francisco, die Forschungseinrichtung CERN in der Schweiz oder das Florenz der Renaissance, wo Sie auf Leonardo da Vinci treffen. Beim Herumschnüffeln in dessen Werkstatt finden Sie heraus, dass dieser eine Entdeckung des altertümlichen Gelehrten Archimedes über die Zahl Pi versteckt, damit sie nicht in falsche Hände gerät. Ja, genau, gemeint ist der 16. Buchstabe des griechischen Alphabets und diese ellenlange mathematische Konstante (3,14159 …), mit der man den Umfang eines Kreises berechnen kann. Diese Zeitreisen sind Traumsequenzen, in denen Sie Nina in anderen Zeitepochen steuern. So müssen Sie etwa in Florenz jemanden aus dem Gefängnis befreien und ihn dann verfolgen.
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Allerdings verlieren Sie ohne geeignete Maßnahmen nach jedem Schauplatzwechsel die Spur des flotten Ausbrechers. Dann wird die Zeit mehrfach zurückgespult, sodass Sie die soeben neu gewonnenen Erkenntnisse nun einsetzen können, um alle Abschnitte nacheinander zu meistern. Eine nette Idee, allerdings wird die Spielfreude an dieser Stelle aufgrund der repetitiven Aktionen etwas getrübt. Ansonsten schafft es das Adventure aber, einen kontinuierlichen Spannungsbogen aufzubauen. Geheimakte 3 gibt sich gewohnt dynamisch und lockert das Spielgeschehen häufig mit gerenderten Zwischensequenzen auf. So gibt es Verfolgungsjagden mit dem Auto oder Nina schwingt sich wie Tarzan an einer Kette über einen Abgrund – etwas Action als Kontrast zur genretypisch eher gemütlichen Rätselei ist immer garantiert.
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Überhaupt geben sich die Entwickler gewohnt modern und technikaffin und schaffen erneut den Spagat, vergangene und moderne Zeiten sowohl durch die Story als auch durch clever verwobene Rätselketten miteinander zu verbinden. Dabei kommt auch der Humor nicht zu kurz. So stöbern die Helden in E-Mails, recherchieren im Internet Koordinaten mit der Suchmaschine Bingle, röntgen altertümliche Gemälde mit Hightech-Equipment, lesen QR-Codes mit dem Handy ein, witzeln über Schrottplatz-TV-Dokusoap Die Ludolfs oder merken an, dass Gegenstände, die im Müll liegen (in Adventures), immer wichtig sind. Es gibt viele Stellen in Geheimakte 3, die Sie schmunzeln lassen. Klasse!
Die Zahl der spielbaren Charaktere klingt mit fünf recht viel. Allerdings steuert man gefühlte 85 Prozent der Spielzeit Nina und nur der Rest verteilt sich auf Max und die anderen drei Nebencharaktere. So umfasst die "Steuerung" von Emre ganze vier Mausklicks – im gesamten Spiel wohlgemerkt. Grundsätzlich finden wir es natürlich toll, nicht immer nur die gleiche Figur umherzuscheuchen, hier wäre allerdings mehr drin gewesen. Wehmütig gedenken wir des Serienstarts mit Geheimakte Tunguska, in dem sich etwa die Rätsel im russischen Militärkrankenhaus nur durch häufige Interaktion von Nina und Max lösen ließen. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Und ein lautstarker Wunsch für ein Geheimakte 4!
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Am Ende, welches für mich doch irgendwie abrupt kam, stand dann eine Nettospielzeit von 301 Minuten. Ein bissi wenig wie ich finde.