Gothic 3: Götterdämmerung - Wie gut wird das Add-on?
Gothic 3
ist umstritten - das wissen Sie, das wissen wir. Wie gut oder schlecht es nun auch letztendlich war, Gothic 3: Götterdämmerung will viel verlorenen Boden zurückgewinnen. Das Spiel ist ein selbstständig lauffähiges Add-on zu Gothic 3, mit anderen Worten: Es ist im Grunde genommen eine Fortsetzung, ohne ein komplett neues Spielerlebnis zu bieten.
Trine Game Studios, ein indischer Entwickler, kümmert sich um die Umsetzung von Götterdämmerung. Das erklärte Ziel: die Kluft zwischen Gothic 3 und Gothic 4 (das mittlerweile in Arcania - A Gothic Tale umbenannt wurde) zu schließen.
Die Story setzt einige Jahre nach den Ereignissen von Gothic 3 ein. Das Menschenvolk hat das Land zurückerobert, die geschlagenen Orks fristen ein Dasein als Nomaden und Diebe. Götterdämmerung erzählt die Geschichte, die zu den Ereignissen von Arcania führt. Trotzdem muss man Gothic 3 nicht gespielt haben, um mit Götterdämmerung Spaß zu haben: Tutorials und Hintergrundinformationen sollen Anfängern den Einstieg erleichtern.
Der bereits bekannte Namenlose Held streift abermals durch das lauschige Myrtana - sein neues Abenteuer soll rund 20 bis 25 Spielstunden bieten. Die Spielwelt ist zwar aus Gothic 3 bekannt, doch fallen diesmal einige Gebiete wie die Wüste und die eisigen Berge der Nordmänner weg. Stattdessen konzentriert man sich auf den (ohnehin deutlich besseren) Mittelteil der Welt, voller Wälder, Burgen und Dörfer. Städte sind zwar noch am gleichen Standort wie in Gothic 3, doch hat sich ihr Aussehen verändert - Stände, Geschäfte, Wohnhäuser, das alles befindet sich nun an anderen Plätzen.
Die Grafik wurde leicht überarbeitet: Neue Shader und Lichteffekte sorgen so beispielsweise für einen realistischeren Schattenwurf. Solche Verbesserungen erkaufen sich die Entwickler auch durch Einsparungen: Die Level-Geometrie, also die Anzahl gleichzeitig berechneter Polygone in der Umgebung, fällt gegenüber dem Hauptspiel etwas weniger komplex aus.
Die mehr als sechs neuen Monstertypen darf man mit einigen neuen Waffen und Techniken bekämfen. So parieren Held und Gegner nun während eines Schwertkampfes auch mal den Hieb des Kontrahenten, das geschieht automatisch. Anders hingegen beim Ausweichen: Der Spieler kann nun per Tastendruck blitzschnell im Kampf zur Seite hechten und so einem Teffer entgehen - in der uns präsentierten Version war das allerdings noch locker ein Hüpfer über mehrere Meter, das wollen die Entwickler noch optimieren.
Wer nur wie wild herumklickt und den Feind so mit Schlägen überschüttet, muss eine wichtige Änderung berücksichtigen: sinnloses "Herumgeklicke" im Kampf lässt die Ausdauer-Reserven schrumpfen. Wer also auf diese Weise kämpft, ist irgendwann zu erschöpft, um noch echten Widerstand zu leisten.
Für Gothic 3: Götterdämmerung verspricht Jowood das Dreifache an Test-Zeit, um das Produkt möglichst bugfrei und sauber abzuliefern. Darüber können wir selbstverständlich noch keine Aussage treffen, bis auf eine: Auch in Götterdämmerung scheinen die Ladezeiten nicht von schlechten Eltern zu sein, der Fortschrittsbalken beim Laden eines Spielstandes füllte sich nur langsam. Wobei man natürlich berücksichtigen muss: Die gezeigte Version entspricht noch nicht der finalen Verkausfassung und ist daher noch nicht optimiert. Das Spiel erscheint bereits im Herbst 2008.


schlechter nachfolger, aber gutes spiel (soviel dazu)
Dito, ich konnte mich zwar weder mit Teil 1 und 2 anfreunden jedoch hat mich Teil 3 derart in den Bann gezogen, dass ich die…