pcgames.de - Wissen, was gespielt wird!

GCDC 2007: "Open GL wird niemals sterben"

25.08.2007 12:00 Uhr
|
|

Marc Rein (Epic, Unreal Engine 3), Dough Binks (Crytek, Cry Engine 2), Bruce Rogers (Cryptic, Engine von City of Heroes/Villains) und John O'Neil (Vicious Cycle, Vicious-Engine) Marc Rein (Epic, Unreal Engine 3), Dough Binks (Crytek, Cry Engine 2), Bruce Rogers (Cryptic, Engine von City of Heroes/Villains) und John O'Neil (Vicious Cycle, Vicious-Engine) In einer Diskussionsrunde versuchten die Macher bekannter Lizenz-Engines, den anwesenden Entwicklern die Nutzung einer solchen Technologie schmackhaft zu machen. Geladen waren Marc Rein (Epic, Unreal Engine 3), Dough Binks (Crytek, Cry Engine 2), Bruce Rogers (Cryptic, Engine von City of Heroes/Villains) und John O'Neil (Vicious Cycle, Vicious-Engine). Obwohl die Veranstaltung nicht als Werbeplattform gedacht war, versuchten Rein und Co. doch den Entwicklern die Scheu vor der Arbeit mit einer Middleware zu nehmen, indem sie Vorteile einer solchen Lösung bei der Entwicklung kommunizierten.

Lizenz = Zeitvorteil?
Für alle Diskussionsteilnehmer stand fest, dass sich Entwicklerteams mit der Lizenzierung einer Engine viel Zeit und Arbeit sparen können, die man dann in den Spielinhalt investieren sollte. Auf die Frage des Moderators nach dem idealen Zeitpunkt, eine Entscheidung für oder gegen ein Lizenz-Produkt zu treffen, entgegnete Dough Binks (Crytek), dass dieses auf jeden Fall schon ganz am Anfang eines Entwicklungszyklus geschehen muss. Dabei sollte sich ein Team auch Gedanken machen, ob man eine ganz bestimmte Technologie für das Produkt will oder mit der Lizenztechnik optimal versorgt ist.
Die Nachfrage, ob man sich denn um Verbesserungsvorschläge der Entwickler kümmert und diese umsetzt, verneinte Rein vehement. Das mache Epic grundsätzlich nicht, denn man sei der Meinung, dass jedes Feature optimiert ist und bei Auslieferung des Produktes optimal läuft - das sei immer das Ziel bei einer Entwicklung einer Lizenz-Engine. Außerdem gebe man Hilfestellung und die Studios könnten Epic gerne besuchen oder kontaktieren, denn Feedback und Erfahrungsaustauch sei auch für seine Firma sehr wichtig. Dem stimmten auch die anderen drei auf dem Podium zu.

Berührungsängste mit dem Lizenzgeber oder Konkurrenzdenken sind generell fehl am Platz, da war man einer Meinung. Rein und Binks klopften sich sogar verbal auf die Schulter: "Tatsächlich spielen wir ab und zu die Produkte der anderen, bevor sie auf den Markt kommen", verrät Epics Meinungsmacher und Binks erwidert "Der Austausch ist wichtig".

Die Zukunft von Open GL
Marc Rein (Epic, Unreal Engine 3), Dough Binks (Crytek, Cry Engine 2), Bruce Rogers (Cryptic, Engine von City of Heroes/Villains) und John O'Neil (Vicious Cycle, Vicious-Engine) Marc Rein (Epic, Unreal Engine 3), Dough Binks (Crytek, Cry Engine 2), Bruce Rogers (Cryptic, Engine von City of Heroes/Villains) und John O'Neil (Vicious Cycle, Vicious-Engine) Unter den vielen Zuschauerfragen war auch eine, die sich mit der Zukunft der Open-GL-Grafikschnittstelle beschäftige. Die Antworten der Experten deuteten in die Richtung, dass Direct X 10 diese API wohl nicht verdrängen wird. Laut Rein nutzte man OpenGL nach wie vor für den Macintosh und Linux, und Bruce Rogers von Cryptic prophezeite gar "Open GL wird niemals sterben."

   
Bildergalerie: Games Convention 2007
Bild 1-3
Klicken Sie auf ein Bild um die Bilderstrecke zu starten! (4 Bilder)
Erfahrener Benutzer
Moderation
25.08.2007 12:00 Uhr
Jetzt ist eure Meinung gefragt: Hier könnt ihr euren Kommentar zum Artikel veröffentlichen und mit anderen Lesern darüber diskutieren.
Dein Kommentar
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
22.02.2008 10:51 Uhr
"Das mache Epic grundsätzlich nicht, denn man sei der Meinung, dass jedes Feature optimiert ist und bei Auslieferung des Produktes optimal läuft - das sei immer das Ziel bei einer Entwicklung einer Lizenz-Engine."

Die Leute von Silicon Knights werden da sicher einer anderen Meinung sein.