Warnt vor den Auswirkungen der CSU Pläne
Es folgt die offizielle Pressemitteilung der G.A.M.E. e.V.:
Vor dem Hintergrund der aktuellen bayerischen Bundesratsinitiative zur Verschärfung des Jugendschutzgesetzes warnt G.A.M.E., Bundesverband der Entwickler von Computerspielen e.V., vor den weit reichenden, gesellschaftlichen und kulturellen Konsequenzen, die das darin geforderte Verbot von "Killerspielen" in Deutschland haben würde. G.A.M.E. begrüßt zwar, dass offenbar selbst die bayerische Staatsregierung es aufgegeben hat, für ein Produktionsverbot einzutreten, denn damit wären letztlich hoch spezialisierte Arbeitsplätze im Schnittbereich von Technologie und Kultur in Deutschland unnötig gefährdet worden.
Doch die gesellschaftliche Auswirkung eines Verbotes von bestimmten, immer noch nicht genau definierten Computerspielen für Erwachsene, könne jedoch sowohl kulturell als auch gesellschaftlich massive, negative Auswirkungen haben.
Die meisten jungen Menschen wissen, dass ein Verbot von Killerspielen in Deutschland unnötig, unsinnig und ausschließlich politisch motiviert ist. Die latente Kriminalisierung von Computerspielern durch die Begrifflichkeit "Killerspiele", führt bereits jetzt zu einer enormen Politikverdrossenheit unter Jugendlichen.
Stephan Reichart, Geschäftsführer von G.A.M.E: "Die CSU ist sich offensichtlich nicht darüber im Klaren, dass sie hier auf Jahrzehnte hinaus Millionen von Wählerstimmen verliert, da Computerspieler ganz genau wissen, dass die Behauptungen dieser Politiker und Wissenschaftler schlichtweg nicht stimmen und Computerspiele keinesfalls aus Spielern "Killer" machen.
Wer solch ein "Verbot" fordert - selbst wenn es statistisch gesehen, nur auf maximal 3% aller im Markt befindlichen Spiele zutreffen könnte - greift meiner Ansicht nach zudem massiv in das Recht der Erwachsenen auf Kultur ein. Hier wird von der CSU einseitig ein Medium angegriffen, das sich längst auf kultureller Augenhöhe mit dem Film, der Musik und der Literatur befindet. Wenn wir dieses Verbot akzeptieren, was wird als nächstes gefordert? Konsequenterweise wären die nächsten Schritte ein Verbot von Literatur oder Filmen, die kontrovers Gewalt als Stilmittel einsetzen, wie "Der freie Wille" (Preisträger der Berlinale 2006)"


Warum machten die das? Die Gründe würden mich interessieren. Oder ist es nach der Art: "Stell dir vor der Krieg ist zu Ende und du hast das vergessen?"
Naja, nach nem Krieg hat man ne niedrige Hemmschwelle zum töten. Aber man bräuchte trozdem noch nen Grund das zu tun.
Wahrscheinlich weil man beim Erlebten im Krieg voll Psycho wird. Aber warum gerad die eigene Familie?
Weil die immer in der Nähe des Psycho sind und somit eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, "drann zu kommen"?
Auch die Faust kann gefährlich sein, wenn du auf irgendwelchen Leuten eindräscht und ihn dadurch umbringst..... warum hacken wir nicht jedem die Hand ab?
Es ist einfacher einen Amokläufer mit einem Messer aufzuhalten als mit einer Schusswaffe, es sei denn die Opfer sind zur Tatzeit gleichbewaffnet was wohl eher nicht der Fall ist. Aber 3 Tötungen durch Messer oder 30 mit Maschinengewehr, iss ja egal...
Autos wurden nicht zum Töten konstruiert sondern eher als Transportmittel und Alkohol hält das Volk bei Laune.
Ich wäre auch böse wenn ich nicht mal bei einer besonderen Gelegenheit ein bisschen tiefer ins Glas gucken dürfte...
Die Antwort passt nicht zum Kontext des Zitierten. Wenn ich z.B. sage Hochspannung ist gefährlich impliziere ich auch nicht dass diese selbsttätig Menschen tötet. (Naturgewalt wie Gewitter mal ausgenommen)
Dennoch hab ich mir wieder gedacht, dass dieses tolle Beispiel "Waffen töten keine...." kommt. Die Aussage "Waffen töten Menschen" sollte man eher umformulieren zu "es ist leichter mit extra zum töten geschaffenen Waffen Menschen zu töten als ohne bzw. man kann viel mehr unbewaffnete Menschen (oder aus dem Hinterhalt) mit einer Waffe töten bevor man gestoppt wird" - ist aber zu lang, deshalb die dramaturgisch verküzte Fassung...
(*)Andererseits würde ich mich auch nicht unbedingt wohl fühlen, wenn die alleinige Waffengewalt nur beim sich ausschließlich um das Wohl des Volkes bemühtem Staate liegen würde. "Bauern mit Mißtgabeln müpfen gegen den Staat auf - würde wohl nie passieren weil man die eigenen Schwächen und Folgen ohne "vernünftige" Bewaffnung kennt..."
Siehe (*)
Und wenn ich jemanden mit ner Kaffeekanne erschlage war der Koffein und somit Kaffee Schuld ^.^
Es gab genug (US) Soldaten die, nachdem sie vom Kriegsgebiet zurückgekommen sind, ihre Familie erschossen haben (kam sogar vor paar Jahren öfters in den Nachrichten)
Du kannst auch mit Messern jemanden töten. Warum werden Küchenmesser nicht verboten?
Auch die Faust kann gefährlich sein, wenn du auf irgendwelchen Leuten eindräscht und ihn dadurch umbringst..... warum hacken wir nicht jedem die Hand ab?
Wenn du vollgetrunken Autofährst und dann in eine Menschenmasse rast oder von der Spur abkommst (was im Jahr häufig vorkommt) gibts auch viele tote. Warum werden Autos nicht verboten? Warum wird Alkohol nicht verboten?
Waffen bringen niemanden um. Es sind die Menschen oder töten Killerspiele auch Menschen?
Wenn ich jemanden mit meinem PC erschlage, diente der PC mir als Waffe. Wenn ich jemandem eine Flasche auf den Kopf schlage, dann diente die Flasche als Waffe, wenn ich jemandem meinen Wecker hinterherwerfe und er wird (tödlich) verletzt, diente mein Wecker als Waffen. Wenn ich jemandem meine PC Spiele an den Kopf werfe, waren es die Killerspiele
aber eine ganz einfache sache haben die schnellschützen schön übersehen: praktisch jeder amoklauf wurde ja mit schußwaffen durchgeführt. mit waffen, die ganz normal und legal in der umgebung der täter oder bei ihnen selbst vorhanden waren. bad reichenhall? der vater hatte welche vom schützenklub zuhause. erfurt? steinhäuser ist extra mit dem ziel in den schützenverein. emsdetten? die vorderlader kann jeder (!!!), der ü18 ist kaufen. da stimmt doch was nicht. mal abgesehen davon, daß ich auch bei schützenvereinen nicht verstehe, warum irgendjemand außer polizisten oder berufssoldaten überhaupt eine waffe zuhause haben sollte, ist es doch unmöglich, daß gerätschaften, die zu keinem anderen zweck erfunden wurden als menschen zu töten, ohne irgendeine einschränkung für jeden zu kaufen sind. das zeug ist so frei verfügbar, wie schnaps und anscheinend darf man es sogar bewerben, sodaß diese dinger nichtmal mit indiziert verglichen werden können. dabei behaupte ich einfach mal, so ein ding ist ein klein wenig gefährlicher als quake.
wenn wir uns schon alles einfach machen wollen, warum wird dann nicht erstmal privater erwerb und besitz von schußwaffen aller art verboten? keine waffe - kein schuß - keine toten. klingt für mich irgendwie nicht soweit hergeholt wie "keine spiele mehr - keine jugendgewalt mehr". wobei ja jeder, der mal die kriminalstatistiken gesehen hat weiß, daß es keinen zuwachs an gewalt gibt, ebensowenig wie einen werteverfall, der ja auch im zusammenhang mit videospielen auch gerne genannt wird. das sind beides gefühlte phänomene.
und nur am rande, weil ich es schon immer mal loswerden wollte: ich finde es zeugt auch nicht gerade von kultur abgeschlagene köpfe von jesus, buddha mohammed usw. auf einer opernbühne zu zeigen. viele politiker haben aber geschrien das müsse man zeigen, weil sich eine freie gesellschaft dadurch definiere, daß man auch mal etwas zu sehen bekommt, was man selbst nicht mag, aber daß man in unserer kultur gefälligst akzeptieren solle, daß es soetwas gibt. wer mir jetzt erklärt, warum gezeigte abgehauene köpfe in der oper kultur sind und auf dem bildschrim verwahrlosung bekommt einen gutenachtkuß.
Überzogen? vielleicht .... aber genauso überzogen wie die Behauptung, dass Gewaltinhalte allein für psychologische Störungen verantwortlich sein sollen. Wohl eher ist die Sensibilität gegenüber solchen Inhalten umso größer, umso geringer soziale Kompetenzen und emotionales Gleichgewicht ausgeprägt sind. Nur kann man dafür leider nicht in die Vorurteilskiste greifen. Das gab es alles schon. Faule Lehrer, das Fernsehen, Rabeneltern, Rockmusik, Hippies, Punks, Funkwellen, Strahlung, Kommunismus oder einfach Abstammung. Es bleibt nicht mehr viel übrig... da war es doch klar, dass der Skimaske tragende Bock. der Computerspiele als nächtes zum Altar geführt wird um für den Gott des Populismus geopfert zu werden. Mehr ist das nicht, hier wird durch Meinungsmache versucht von grundlegenden Fehlern in der Familien- und Bildungspolitik abzulenken. Einerseits hängt es viel zu sehr vom Einkommen ab, ob es in der Familie Zeit gibt um soziale Kompetenz zu erlernen, und andererseits waren sämtliche angeblich von "Killerspielen" gezeugte Täter rein zufälliger Weise auch der "Ausschuss" des aktuellen Schulsystems. Wäre es nicht besser Jugendlichen beizubringen zu differenzieren, und sie dann entscheiden zu lassen inwiefern sie mit Gewalt in Kontakt kommen. Natürlich sind Kinder und Jugendliche in manchen Altersbereichen nicht für diese Differenzierung zwischen Virtualität, Realität und den Mischbereichen der Beiden in der Lage, doch inwiefern ein Verbot das Verständnis der Gewaltanwendung verbessern soll, und nicht etwa Familie oder Bildung, das erschliesst sich mir leider nicht.
Meine Meinung!
HalloHalloHallo, das ist kein Gejammer, sondern eine Erörterung der Möglichkeiten. Gejammer wäre wenn wir hier heulen würden, das Spiele verboten werden, so nen Post hab ich aber noch nicht gelesen. Hier wird höchstens gemault und zwar über geltensbedürftige Politiker.
Aber ein Troll muss sich ja vorangegangene Posts nicht durchlesen
Ich kann hier wieder mal nur für mich sprechen:
a) ich darf wählen
b) ich mache meine Wahlentscheidung davon abhängig was für eine Politik die von mir gewählte Partei betreibt. Und wenn dazu blinder Aktionismus und Schnellschussentschlüsse gehören, die nur getätig werden um von den eigentlich Problemen abzulenken (mal von einer Billigung von Zensur und Bevormundung Volljährigerer ganz abgesehen). Selbst wenn Sie in Sachen Wirtschaft vielleicht eine annehmbare Poltik machen (bin mir da nicht sicher) wenn sie in Sachen Erziehungpolitik solch derbe Fehler machen gehört Ihnen aufs Dach gestiegen. Würdest du das selbe Argument auch einem Fußballfan gegenüber verwenden, falls Fußball verboten werden sollte wegen den Hooligans? Ich weiß es ja nicht wie es mit dir ist aber die Interessen und Hobbys eines Menschen machen viel von ihm aus. Wird ihm das genommen wehrt er sich. Ist doch ein ganz normales Verhalten.
c) Als jemand der weiß wie man einen Computer bedient und was die kleinen Schildchen auf der Spieleverpackung bedeuten (ich kann übrigens lesen) kann ich meinen Kindern ja wohl sagen hey du bist 10 Jahre alt, vergiß mal ganz schnell CS. Warum verhätschelt man die Eltern in diesem Land noch übermäßig, die halten sich nicht an gültige Regelungen lassen Ihre Kinder verwahrlosen und lassen sie machen was sie wollen. Aber die, die gar nichts dafür können sollen dann büßen. Entschuldige aber irgendwo hab ich auch noch ein Gerechtigkeitsempfinden
d) zum Thema Umfrage: dass die Mehrheit der Deutschen einen an der Waffel hat weiß ich nicht erst seit dem das aufgekommen ist, dass braucht man mir nicht durch gefakte Umfragen zu beweisen (in dem Link zu der Umfrage einem Post nach deinem heißt es zwar dass ab16 jährige befragt wurden, ABER niemand sagt dass die Leute die befragt wurden alterstechnisch der realen Bevölkerung entsprochen haben!, was ich auch nicht glaube).
e) ich kann es gar nicht oft genug schreiben dieses Verbot wird in dieser Version nicht kommen ganz einfach weil es 1) Hunderte Millionen € an Steuereinnahmen kostet, mal ganz davon abgesehen 2) auch die CSU sich nicht ewig auf die über 60jährigen Wähler verlassen kann (auf die ich mich übrigens nicht verlassen würde) 3) die EU mal eben ein Machtwort sprechen kann.
f) es ist ja nicht allein die csu die hinter all dem steckt. Hätte der niedersächsische Innenminister nicht ins gleiche Horn gestoßen (bin mir nicht ganz sicher ob der nicht der erste war) wäre das gar nicht so hochgekocht
Ich versteh übrigens nicht wie ein anderer Gamer dass auch noch verteidigen kann, jedes Spiel hat irgendwo gewalttätige Momente, sei es die Blutgrätsche in einem Fußballspiel, das Befehligen einer ganzen Armee und das Opfern der eigenen Leute um ein militärisches Ziel zu erreichen.
In dem Punkt ist wirklich Solidarität gefragt nicht wegen der Kids, die an der ganzen Misere in meinen Augen selbst Schuld sind, sondern wegen den 5 Millionen (denke sogar mehr) erwachsenen (!!!) Gamern die hier ihr Hobby und damit einen Teil Ihrer Identität auf dem Pranger sehen.
Wer hat noch die unselige Diskussion über den Realtitäsbezug von C&C Generäle in der dt. Originalfassung im Hinterkopf, dass selbst bei uns in dieser Fassung geschnitten herauskam.
Wir reden hier von gottverdammter Zensur, wie weit ist es noch hin bis man statt Büchern PC-Spiele verbrennt und sich dann noch beschwert dass die Leute die das machen wegen dem brennenden Plastik Atembeschwerden bekommen (auch da werden die Gamer Schuld sein).
Es geht hier nicht um ein gesellschaftliches Problem sondern nur um Meinungsmache zum Stimmenfang (wer es nicht weiß, 2008 sind Landtagswahlen in Bayern und Niedersachsen).