Full Spectrum Warrior
Wiederholungstäter
Alle Missionen laufen nach exakt demselben Schema ab. Ein Team gibt Feuerschutz, während das andere zur nächsten Deckung huscht. Bei Feindkontakt entscheiden Sie sich für eine der eben genannten Taktiken. Auf Dauer ziemlich öde, zumal keinerlei Belohnungen oder Auszeichnungen für besonders flinke gelöste Stellen winken. Wer auf bessere Waffen hofft oder gar glaubt, dass ein Teammitglied im Laufe der Zeit an Erfahrung gewinnt, wird enttäuscht. Dennoch gelingt es Pandemic, Sie bei der Stange zu halten. Etliche Zwischensequenzen in Spielgrafik motivieren zum Weiterzocken. Und das Beste: Ihre acht Schützlinge wachsen Ihnen immer mehr ans Herz. Spätestens wenn Sie etwa in der Spielmitte vor einem Massengrab stehen und sich ein Kollege bei dem grausigen Anblick seines Frühstücks entledigt, steigt der Anreiz, dem Oberbösewicht Al Afad das Handwerk zu legen. Überhaupt ist die Atmosphäre bei Full Spectrum Warrior grandios. Wenn Ihren Männern die Kugeln um die Köpfe pfeifen, vernehmen Sie aus den Lautsprechern übelste Schimpfworte. Lassen Sie die Jungs gar ohne Deckung stehen, hagelt's Beschwerden in Ihre Richtung am laufenden Band. Ebenfalls sehr gefallen haben uns die unzähligen Gesten. Bei Stellungswechseln geben sich die Krieger Handzeichen. Genauso, wie man es von echten Soldaten gewohnt ist.
Frustgefahr
Für gelegentliche Wutanfälle sorgt das Speichersystem. Wie bei der Xbox-Version dürfen Sie den Spielstand nicht sichern, wann und wo Sie wollen. Stattdessen tauchen gelegentliche "Sit Reps" (Situation Reports) auf. Ist das der Fall, bewegen Sie beide Teams in die Nähe des Punktes und geben Ihre Position ans Hauptquartier durch. Umständlicher geht's kaum. Segnen Ihre GIs das Zeitliche, steigen Sie entweder beim letzten Speicherpunkt ein und arbeiten sich wieder mühsam vorwärts oder machen von der Videofunktion Gebrauch. Sie spulen bis kurz vor Ihren Fehler und springen ins Spiel. Eigentlich keine schlechte Idee, wäre der Schnellvorlauf nicht so lahm. Ebenfalls verbesserungswürdig ist der Schwierigkeitsgrad. Während Sie auf dem einfachsten der drei Levels fast schon einschlafen, wird's auf dem mittleren stellenweise richtig hart. Hier stehen Ihnen nämlich nicht nur deutlich weniger Granaten zur Verfügung, obendrein tauchen auch noch mehr Gegner auf. Die besitzen zwar in etwa den IQ einer Stubenfliege, sind dafür aber in der Regel an strategisch überlegenen Stellen, also auf Balkonen oder hinter Sandsäcken, positioniert.
Schöne Aussichten
In puncto Grafik lässt Full Spectrum Warrior andere Genrevertreter wie Commandos 3 alt aussehen. Es ist eine Freude, den detaillierten und realistisch wirkenden Charakteren bei der Arbeit zuzusehen. Plakate und Graffiti "zieren" Häuserwände im Arbeiterviertel, in der Innenstadt verschlägt Ihnen ein wunderschöner Palast den Atem und gegen Nachmittag zieht sogar ein gespenstischer Sandsturm auf. Sehr gut ist es den Entwicklern übrigens gelungen, die drückende Hitze darzustellen. Dächer scheinen bei dem Wüstenklima regelrecht zu glühen und entfernte Gebäude verschwimmen leicht unter der Mittagssonne. Aber Full Spectrum Warrior hat auch seine unschönen Seiten. Einige Fahrzeuge sind erschreckend hässlich modelliert und Häusertexturen sehen beim näheren Betrachten ziemlich unscharf aus. Keinesfalls entgehen lassen sollten Sie sich den kooperativen Mehrspieler-Modus. Mit einem Freund zocken Sie im LAN oder via Direct-IP die Kampagne gemeinsam. Dabei übernimmt jeder Spieler die Kontrolle eines Vierer-Trupps. Hätte Pandemic jetzt noch eine weitere Variante - etwa ein Deathmatch - beigelegt, wären wir wunschlos glücklich.


Die Grafik ist eigentlich sehr gut, vorallem deshalb, weil man die Auflösung relativ hoch schalten kann ohne viel Performance zu verlieren. AA kann man sich dann…
Hoi Hab das spiel auch schon durch und leider auch dafür bezahlt !!
es ist zwar mal was erfrischend neues und macht auch…