Full Spectrum Warrior
Hat´s ein Teammitglied erwischt, so tragen Sie den Verwundeten huckepack zum nächsten Sanitäter. Danach ist der Kamerad wieder fit.
Wussten Sie, dass die US Army eine spezielle Version von Full Spec-trum Warrior zum Training ihrer Soldaten einsetzt? Aber keine Sorge, auch wenn Sie nicht gedient haben, könnte Ihnen das neueste Werk der Pandemic Studios gefallen. Zur Freude aller Zivis werden nämlich weder militärisches Fachwissen noch Erfahrung im Umgang mit Waffen geprüft. Alles, worauf es ankommt, ist Grips und taktisches Geschick. Während der 13 Missionen feuern Sie keinen einzigen Schuss persönlich ab. Vielmehr besteht Ihre Aufgabe darin, zwei vierköpfige Trupps sicher durch die Hauptstadt des fiktiven Wüstenstaates Zekistan zu lotsen. Dort - wie könnte es anders sein? - macht ein Saddam-Verschnitt mit seinen Pixeltaliban mächtig Terror. Natürlich ist der Typ den Amis ein Dorn im Auge und soll von Ihnen ausradiert werden. Gut, für einen Pulitzerpreis taugt die in Echtzeit erzählte Story nicht gerade. Dafür ist das neuartige Spielprinzip - eine gelungene Mischung aus Hidden & Dangerous 2 und Silent Storm - umso faszinierender.
Grundausbildung
Bevor Sie sich an die Kampagne wagen, lernen Sie in fünf Trainingseinheiten, wie Sie Ihre Jungs effizient über den Bildschirm kommandieren. Obwohl Full Spectrum Warrior auf knallharten Realismus setzt, ist die Steuerung erstaunlicherweise extrem simpel. Lästige Tastaturkürzel brauchen Sie so gut wie keine zu pauken. Die wichtigsten Befehle erteilen Sie mit der Maus. Wollen Sie beispielsweise Ihren Trupp hinter einer Mülltonne in Deckung gehen lassen, dann klicken Sie rechts und ziehen den Zeiger an die gewünschte Stelle. Vier Kreise markieren die einzelnen Positionen, die die Kämpfer später einnehmen. So wissen Sie sofort, ob eventuell einer schutzlos in der Pampa rumsteht. Wenn Sie mit der Anordnung zufrieden sind, bestätigen Sie die Anweisung mit der linken Taste, lehnen sich zurück und genießen die geschmeidigen Animationen der vorrückenden Krieger. Obwohl sich jeder Soldat einzeln anwählen lässt, nimmt immer nur das komplette Team Befehle entgegen.
Geh in Deckung!
Schon in der ersten Kampagnen-Mission wird deutlich: Möchtegern-Rambos bekommen den Abspann allenfalls mithilfe von Cheats zu Gesicht. Schon die kleinste Unachtsamkeit führt in der Regel zum Tod mehrerer Männer und somit zum Spielabbruch. Schließlich sollen Sie all Ihre Schäfchen heil nach Hause bringen. Was also tun? Meter für Meter vorarbeiten und die Umgebung geschickt zu Ihrem Vorteil nutzen! Lassen Sie niemals einen Trupp ohne Deckung stehen. Positionieren Sie Ihre Leute stets hinter Autos, Sofas, Kisten oder Badewannen. Im Falle eines Frontalangriffs sind die Jungs dann so lange vor Kugeln sicher, bis das Objekt dank Havok-Engine physikalisch korrekt in sämtliche Einzelteile zerspringt. Fahrzeuge stecken eine Menge ein, Möbel halten gerade mal ein paar Salven aus. Ganz anders sieht es bei Häuserwänden aus: Beton gibt niemals nach. Natürlich verschanzen sich Ihre Widersacher ebenfalls allzu gerne. Die Folge: eine Art Patt-Situation. Beide Parteien feuern aufeinander, dank Schutz kann keiner den anderen erwischen. In diesem Fall bieten sich Ihnen mehrere Möglichkeiten. Die simpelste wäre, mittels Handgranate oder dem Granatwerfer M203 Ihr Gegenüber aus dem Versteck zu scheuchen. Das geht aber nur ein paar Mal, denn Explosivstoffe sind nur begrenzt vorhanden. Wesentlich eleganter ist es, wenn ein Team mittels Sperrfeuer den Gegner in Schach hält und die Kollegen fix eine alternative Route einschlagen und sich so in den Rücken des Terroristen arbeiten. Vorsicht! Bei dieser Aktion schmilzt Ihr Munitionsvorrat schneller als ein Eiswürfel in Pamela Andersons Dekolleté. Sollte Ihnen tatsächlich mal das Blei ausgehen, latschen Sie zum letzten Versorgungs-LKW zurück. Dumm: Verbrauchte Sprengkörper dürfen dort nicht aufgefüllt werden. Diese mächtigen Teile erhalten Sie einmalig zu jedem Levelbeginn. Das aber nur am Rande. In der dritten und letzten Variante verzichten Sie auf das "Covering Fire" und nebeln die Bösewichte mittels Rauchgranaten ein. Kurz warten, bis der Dunst schön dicht ist, und schon überqueren Sie die Straße, ohne beschossen zu werden. Womit wir auch schon beim größten Kritikpunkt an Full Spectrum Warrior wären, der Abwechslung.


Die Grafik ist eigentlich sehr gut, vorallem deshalb, weil man die Auflösung relativ hoch schalten kann ohne viel Performance zu verlieren. AA kann man sich dann…
Hoi Hab das spiel auch schon durch und leider auch dafür bezahlt !!
es ist zwar mal was erfrischend neues und macht auch…