Frühes Versprechen: Filmrezension zum französischen Biopic-Drama
Beginnend bei seiner Kindheit in Nizza, zu seinen Studienjahren in Frankreich und seinem Einsatz in der französischen Luftwaffe, bis hin zu seiner Karriere als Diplomat und seiner Ehe mit der US-amerikanischen Schauspielerin Jean Seberg, erzählt das Drama aus dem Leben von Romain Gary. Der jüdische Schriftsteller ist einer der bekanntesten Frankreichs und bot die autobiographische Vorlage für das Biopic. Insgesamt drei Schauspieler zeigen den Mann als Kind (Pawel Puchalski), als Jugendlichen (Nemo Schiffman) und als Erwachsenen (Pierre Niney) in verschiedenen Lebensabschnitten, bei denen er besonders von seiner ehrgeizigen Mutter (Charlotte Gainsbourg) begleitet und unterstützt wird.
Basierend auf dem autobiografischen Buch erzählt "Frühes Versprechen (jetzt kaufen 11,95 € )" aus dem Leben des französischen Literaten Romain Gary. Geboren als Roman Kacew im russischen Vilnius, erlebt er als kleiner Juden-Junge Anfeindungen gegen sich und seine alleinerziehende Mutter. Nach der Emigration nach Nizza setzt sich das fort, als Romain sich als Schriftsteller in Paris versucht, und auch dann noch, als er zur französischen Luftwaffe geht. Über all dem aber thront seine innige, alles einnehmende Beziehung zu seiner dominanten Mama.
Mal in heiterer, mal in bitterer Stimmung erzähltes, tragisches Los eines Sohnes, der sein ganzes Leben lang gezwungen war, sich von der Mutter freizuschwimmen, die ihn zwar immer auch antreibt, aber bis in seine Träume und über ihren Tod hinaus verfolgt. Charlotte Gainsbourg spielt die übermächtige, narzisstisch veranlagte Frau so überzeugend, dass man selbst als Zuschauer vor ihr flüchten möchte.
FAZIT: Eine irgendwie bedrückende Biografie und zugleich eine kleine Reise durch Absurdistan: die übermächtige Gewalt der Mutterliebe.
