From Dust für PC im Kurztest: Faszinierend schön und mit guten Ideen - Was fehlt, ist Tiefgang
Werden Dörfer durch Abwehrmagie gesichert, bleiben sie vor den Elementen verschont - hier wölbt sich eine Flutwelle um die Hütten herum.
From Dust im Test: Die Zeit der großen Götterspiele scheint vorbei zu sein: Populous, Black & White und eine Handvoll anderer Titel haben die Industrie bewegt, geprägt – und sind danach sang- und klanglos untergegangen. Doch damit will sich Ubisoft nicht abfinden: Unter der Leitung von Eric Chahi (Another World) entwickelten die Franzosen einen originellen Strategietitel. Die rohe Natur ist der Star in From Dust. Der Spieler, der hier die Rolle einer Gottheit einnimmt, kann nämlich keine Einheiten befehligen oder Gebäude errichten – stattdessen darf er lediglich die Umwelt beeinflussen. Nur so lässt sich das Ziel jeder Mission erreichen: einer Handvoll Untertanen den Weg zum Levelausgang zu ebnen. Wer mehr Handlung als das erwartet, wird enttäuscht: From Dust bietet keine Geschichte, nur originelles Gameplay. Denn der Spieler kann Sand, Wasser oder Lava aufheben und an anderer Stelle fallen lassen – mehr verlangt From Dust im Grunde nicht. Das Besondere: Die Elemente verhalten sich realistisch, Lava erkaltet etwa bei Kontakt mit Wasser und Sand wird von den Fluten hinweggespült.
Diese simplen Grundregeln bilden den Kern der Spielerfahrung, darum ist From Dust auch nicht gerade ein Muster an Abwechslung. Es kommen lediglich einige Zauber hinzu, die es aber in sich haben: Durch Magie lassen sich Dörfer etwa vor Tsunamis bewahren, hier darf die tolle Physik-Engine zeigen, was sie kann – gerade die Wassersimulation in From Dust ist klasse gelungen! Überhaupt sieht die PC-Version gut aus, besser als die Konsolenfassungen – die Texturen sind schärfer, die Effekte aufwendiger. Die Steuerung per Maus allerdings gerät unnötig fummelig, sie lässt erkennen, dass From Dust vor allem für Gamepads designt wurde. Der Umfang ist mit etwa sechs Stunden Spielzeit zwar gering, doch dafür wird From Dust auch zum Sparpreis verkauft: 15 Euro sind nicht zu viel verlangt.


ja, so wie ein "Freies Spiel"-Modus
Vermutlich nicht. Ändert aber halt nix daran, dass man im Grunde nur Sand, Wasser und Lava irgendwo aufhebt und woanders fallen lässt. Da wäre mehr drin gewesen.