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  • Freelancer: Das Ende der unendlichen Geschichte

    Was von der Ferne wie ein Nebel aussieht, entpuppt sich als gefährliches Minenfeld, das möglicherweise etwas Wertvolles beschützt. Was von der Ferne wie ein Nebel aussieht, entpuppt sich als gefährliches Minenfeld, das möglicherweise etwas Wertvolles beschützt. Bis Weihnachten werden wir uns wohl noch gedulden müssen, auch wenn Jörg Neumann eher mit August rechnet. Der Game Designer trat die Nachfolge von Chris Roberts an, der trotz seines Wing-Commander-Flops in Hollywood an neuen Filmen arbeitet. Als Neumann die Regie über Freelancer übernahm, fand er kaum mehr als eine spektakuläre Grafikdemo und etliche gute Ideen vor. Mittlerweile ist Freelancer ein Spiel geworden, dessen einzelne Komponenten "nur" noch miteinander verknüpft und ausbalanciert werden müssen.
    Freelancer ist der inoffizielle Nachfolger der Privateer-Serie von Origin. Wie in all den Vorgängern wird der als Raumschiffpilot ausgebildete Spieler zu Beginn vor dem finanziellen, gesellschaftlichen Nichts stehen - aber glücklicherweise einen Transportauftrag erhalten, der ihm ein Startkapital und ein Raumschiff verschafft. Was ab hier geschieht, steht dem Spieler völlig frei. Zwar gibt es eine Hintergrundgeschichte, die mit über 2 Stunden Videosequenzen zahlreiche Missionen verknüpft, wie in einem Rollenspiel wird man diese aber nicht annehmen müssen.Wer der voraussichtlich rund 30 Stunden dauernden Storyline nicht folgen möchte, oder eine Auszeit nehmen will, kann sich statt dessen in den Kneipen der momentan 172 Planeten und Raumstationen vergnügen, mit Handel sein Glück machen oder die automatisch generierten Aufträge annehmen. 48 Fraktionen (Militär und Polizei der vier großen Häuser, diverse Firmen, politische Gruppen und Piratenbanden) sorgen dafür, dass stets neue Kriegsgebiete entstehen, in denen Söldner für Kampfaufträge und Geleitschutz gesucht werden. Auch hier zeigen sich Parallelen zum Rollenspiel: Bei jeder Fraktion genießt der Spieler einen bestimmten Ruf. Je besser dieser ist, desto weniger Widerstand wird er in den jeweiligen Gebieten erfahren und desto bessere Angebote werden ihm beim Großhändler oder in der Schiffswerft gemacht.
    Sparsamkeit wird ohnehin oberstes Gebot in Freelancer sein. Denn die Warenpreise, mit denen der Spieler als Händler sein Geld verdient, werden nicht wie üblich zufällig generiert sein, sondern von der Länge und der Gefährlichkeit des Transportweges abhängen. Je weiter ein Nachfrager von einem Erzeugerplaneten entfernt ist, und je mehr regionale Konflikte und Piraten auf dem Weg liegen, desto mehr wird er für die Güter bezahlen. Will man also große Gewinne einsacken, muss man auch einiges riskieren. Gleiches gilt für Kampfaufträge: Je mehr Gegner zu erwarten sind, je länger die Reise dauert und je gefährlicher sie ist, desto mehr Geld kann man sich als Söldner verdienen. Damit der Spieler die Gefahr auch wirklich erlebt, wird Freelancer auf einen einfachen Trick zurückgreifen: Nur auf Raumstationen ist es möglich, den Spielstand abzuspeichern.
    Damit man mit dem verdienten Geld und den erworbenen oder erbeuteten Ausrüstungsgegenständen auch etwas anfangen kann, wird gerade ein umfangreiches Schiffsarsenal programmiert. 50 Raumschifftypen, vom Transporter bis hin zum Jäger können erworben und geflogen werden. Und daran wird sich der Privateer-geübte Spieler erst einmal gewöhnen müssen: Auf eine Joysticksteuerung wird aller Voraussicht nach verzichtet, statt dessen gibt man mit einem Mausklick auf die Windschutzscheibe die gewünschte Richtung an. Auch mit dem traditionellen Fadenkreuz bricht Freelancer. Die Geschütze können quasi "um die Ecke" schießen und werden ebenfalls mit der Maus gesteuert: Nach einem Klick auf einen Gegner im Sichtbereich übernimmt eine Automatik die Berechnung des Vorhaltewinkels und richtet die Geschütze entsprechend aus. Damit gehören die üblichen Dogfights der Vergangenheit an, dennoch soll Freelancer auch erfahrene Piloten auf eine harte Probe stellen. Erreicht wird das durch eine ausgefeilte Gegnerintelligenz. Piraten beispielsweise flüchten, wenn sie eine Übermacht erkennen und Militärs greifen nur in großen Formationen an. Das Einer-nach-dem-anderen-Prinzip von Wing Commander & Co hat damit ein Ende.
    Auch technisch sollte Freelancer eine Revolution sein. Die Screenshots und Videos ließen schon so manchem Betrachter die Kinnlade herunterfallen - allerdings vor etlichen Jahren. Mittlerweile macht Freelancer längst nicht mehr einen so spektakulären Eindruck, die gigantischen Raumstationen, die plastischen Nebel und die Lichteffekte entsprechen dank des technischen Fortschritts dem mittlerweile technisch Machbaren. Dennoch steht das Spiel konkurrenzlos da: Selbst ein I-War 2 sieht neben Freelancer wie eine Reminiszenz an die 80er-Jahre aus.

  • Freelancer
    Freelancer
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Digital Anvil
    Release
    27.05.2003
  • Print / Abo
    Apps
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Freelancer
Freelancer: Das Ende der unendlichen Geschichte
http://www.pcgames.de/Freelancer-Spiel-2486/News/Freelancer-Das-Ende-der-unendlichen-Geschichte-44211/
25.04.2002
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2002/04/fl_screen12_mines.jpg
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