Bodenkrieg der Sterne

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WIE IM FILM Die Snowspeeder der Rebellen wickeln die AT-ATs mit ihren Harpunenkabeln ein. Ohne Luftabwehr sind die Walker verloren. WIE IM FILM Die Snowspeeder der Rebellen wickeln die AT-ATs mit ihren Harpunenkabeln ein. Ohne Luftabwehr sind die Walker verloren. Schlüpfen Sie in die Uniform eines imperialen Feldherrn: Gigantische AT-AT-Kampfroboter, Horden von Sturmtruppen und TIE-Fighter-Geschwader warten nur auf Ihre Befehle. Ruhm und Ehre erwarten Sie als erfolgreichen Schlachtenlenker des Imperiums. An Misserfolge sollten Sie besser nicht denken, schließlich ist kein Geringerer als Darth Vader Ihr Boss in Force Commander.
Bodengefechte spielen in der Star-Wars-Trilogie eher eine unterge-ordnete Rolle. Bis auf die epische Schlacht auf dem Eisplaneten Hoth (Das Imperium schlägt zurück) und den Kampf um den Mond Endor (Rückkehr der Jedi Ritter) standen sich die Rebellen und das Imperium in den drei Filmen hauptsächlich im Weltraum gegenüber. Force Commander verabschiedet sich vom luftleeren Raum und versetzt Sie in die Rolle des imperialen Bodensoldaten Brenn Tantor. Nachdem Ihr direkter Vorgesetzter im Kampf gefallen ist, werden Sie zum Leutnant befördert und tauschen somit die weiße Panzeruniform der Sturmtruppen mit dem Kommandantensessel an Bord eines Sternzerstörers. Hier führen Sie von nun an Ihre Untergebenen über das holografische Interface (HSI) gegen die Feinde des Imperators ins Feld. Wie der Name erahnen lässt, liefert das HSI Ihnen eine dreidimensionale Ansicht des Einsatzgebiets und sämtlicher Einheiten. Um im Schlachtgetümmel nicht den überblick zu verlieren, lässt sich die virtuelle Kamera (fast) frei positionieren und zoomen. Ursprünglich war für das LucasArts-Echtzeitspektakel eine eher konventionelle, isometrische Perspektive geplant. Um technisch auf der Höhe der Zeit zu bleiben, stellten die Entwickler jedoch die Arbeiten an dieser Version ein und verpassten dem Spiel eine 3D-Engine a la Earth 2150.
Sie starten Ihre Offizierslaufbahn im Dienst des Imperiums mit einer übungskampagne auf dem Wüsten-planeten Tatooine, der Heimat von Luke Skywalker. Die Handlung setzt zu Beginn des ersten Star-Wars-Films ein: Die Allianz hat die Pläne des Todessterns geklaut und sie mit den Droiden C3PO und R2D2 zu Obi-Wan Kenobi nach Tatooine geschickt. Sie kommandieren nun den Suchtrupp, der losgeschickt wurde, um die rebel-lischen Roboter und die brisanten Blaupausen wiederzufinden.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Echtzeitstrategietiteln verzichtet Force Commander auf Rohstoffabbau und Ressourcenmanagement. Als Universalwährung im Spiel fungieren die Beförderungspunkte, die Ähnlich wie die Prestigepunkte der Panzer General-Serie funktionieren und somit in etwa Ihr Ansehen beim Generalstab repräsentieren. Für jedes erfüllte Missionsziel und jede zerstörte Feindeinheit wird Ihr Punktekonto aufgestockt. Mit diesem Vorrat bezahlen Sie sämtlichen Nachschub, Wartungs- und Reparaturkosten belasten Ihr Punktereservoir zusätzlich.
Neue Einheiten für Ihre Streitmacht produzieren Sie nicht etwa selber vor Ort, stattdessen sind Sie auf die Vorräte des Sternzerstörers im Orbit angewiesen. Insgesamt stehen drei Versorgungsschiffe zur Verfügung, die nur eine bestimmte Art von Einheiten transportieren können. Die Barkasse ist das größte der drei und versorgt Sie mit schwerem Gerät wie den gigantischen AT-AT-Walkern. Das Landungsschiff bringt leichte Einheiten wie Sturmtruppen oder AT-PT (eine Art Ein-Mann-Mech) ins Einsatzgebiet. Die Konstruktionsfähre schließlich ist für den Ausbau der Basis zuständig und liefert Ihnen Gebäude und Geschütze. Jeder dieser Transporter benötigt eine gewisse Flugzeit vom Mutterschiff auf die Oberfläche und zurück; Dies ersetzt die genreübliche Gebäudebauzeit und verhindert Basisaufbau im Sekundentakt.
Die eigentlichen Kampfeinheiten sind größtenteils aus den drei Kinofilmen bekannt, allerdings bietet das Spiel, besonders auf der Seite der Rebellen, einige echte Neuentwicklungen. Für die Allianz ziehen beispielsweise erstmals Schwebepanzer, Protonentorpedowerfer und Elitesoldaten in den Kampf. Das Imperium hat sein Arsenal mit AT-PTs, Flugabwehr-Walkern und Artilleriegeschützen aufgerüstet. Außer den anonymen Standardein- heiten treffen Sie natürlich auch auf Star-Wars-Prominenz: Han Solo, Luke Skywalker und Darth Vader sind nur einige der Filmcharaktere, die Sie in bestimmten Missionen auf dem Schlachtfeld dirigieren können.
Eine besondere Bedeutung kommt bei fast allen Gefechten der Infanterie zu: Die meisten Gebäude und Geschütze im Spiel können von den flinken Fußsoldaten eingenommen werden und in einigen Missionen hat die Eroberung bestimmter Komplexe oberste Priorität. Um zu verhindern, dass sich der böse Feind Ihre teuer erkauften Immobilien unter den Nagel reißt, können Sie je nach Art des Gebäudes bis zu sechs eigene Soldaten als Verteidiger abstellen.
Was die Steuerung anbelangt, geht Force Commander den traditionellen Weg: Das Spiel bietet sämtliche im Genre gebräuchliche Befehle und Tastaturkürzel, Echtzeitstrategen mit etwas Erfahrung werden sich schnell heimisch fühlen. Ganz und gar nicht traditionell ist der Aufbau der Kampagne. Insgesamt enthält das Spiel 24 Missionen, zwölf imperiale und zwölf für die Allianz der Rebellen. Diese Aufträge sind allerdings in eine einzige Kampagne eingebettet und werden durch die Story um Brenn Tantor zusammengehalten, die in zahlreichen Filmsequenzen erzählt wird. Nachdem sein jüngerer Bruder ihm nämlich den wahren Charakter des Imperiums vor Augen geführt hat, schlägt sich Brenn - und mit ihm der Spieler - von Gewissensbissen geplagt auf die Seite der Rebellenallianz. Das sorgt für einige unerwartete Wendungen, da Sie beispielsweise an Orte zurückkehren, die Sie zuvor für das Imperium befriedet haben, um dort die von Ihnen errichteten Basen für die gute Sache zu vernichten.
Neben dem Feldzug bietet Force Commander Einzelmissionen auf eigens hierfür entworfenen Landkarten. Diese Levels finden auch im Mehrspielermodus Verwendung, hier treten bis zu vier menschliche Gegner zum Kampf um die Galaxis an. Gespielt wird dabei entweder übers Netzwerk oder im Internet auf Microsofts Gaming Zone.

Bildergalerie: Force Commander
Bild 1-3
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Wertung zu Force Commander (PC)

Wertung:

7.0 /10

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