Flatout 3: Chaos & Destruction im Test: Frontal gegen die Wand gefahren [Test des Tages]
Flatout 3: Chaos & Destruction im Test: Frontal gegen die Wand gefahren. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Redakteure wissen: Wenn ein Spiel ohne große Vorankündigung auf den Markt kommt, dann ist das ein schlechtes Zeichen. So auch im Fall von Flatout 3: Die neueste Episode der beliebten Arcade-Rennspiel-Serie tauchte Mitte Dezember plötzlich im Steam-Shop auf und – so viel sei gleich geschrieben – sie hätte lieber wegbleiben sollen. Die erste Überraschung: Das Spiel stammt nicht von Serienerfinder Bugbear. Stattdessen zeichnen die Team 6 Game Studios für Flatout 3 verantwortlich. Auf deren Konto gehen solch clever betitelte "Genre-Perlen" wie German Street Racing, French Street Racing und European Street Racing.
Ähnlich kreativ kommt die Modi-Auswahl von Flatout 3 daher: Keine Karriere, keine motivierenden Neuerungen, nur eine Challenge-Serie und Einzelrennen. Beide Varianten unterteilen sich wiederum in verschiedene Rennarten: Sie bestreiten Highspeed-Duelle, heizen mit einem Monstertruck durch Offroad-Areale und rammen in einer Arena gegnerische Fahrzeuge kaputt. Was jedoch stets gleich bleibt, das ist die völlig versemmelte Fahrphysik: Sämtliche Vehikel wackeln übersensibel herum, sobald Sie einlenken wollen. Und wenn dann noch eine Bodenunebenheit dazukommt, heißt es: Abflug in die Prärie. Hinzu kommen KI-Gegner der Marke "Rambo am Steuer". Keine Minute vergeht, in der Sie nicht mindestens fünfmal von der Strecke geschossen werden. Ein Treppenwitz: Bei den Karambolagen wird Ihr Wagen zumeist stark beschädigt, während die Computerfahrer gemütlich weiterfahren.
Fast noch bizarrer gibt sich die Grafik: Denn die sieht deutlich schlechter aus als die von Flatout: UItimate Carnage – und das erschien 2008! "Schlechter" heißt in diesem Fall übrigens nicht spärlicher, sondern eher das Gegenteil: Flatout 3 verfügt nämlich über einige moderne Effekte, setzt diese aber derart verschwenderisch ein, dass man teilweise kaum noch die Strecke vor Augen sieht. Besonders der maßlose Verwische_ ekt beim Aktivieren des Nitroturbos ist ein absolutes Unding. Wen wundert's, dass auch die Soundkulisse prima zum Untertitel Chaos & Destruction passt: Billig-Rock kombiniert mit blechernen Geräuschen? Nein danke, ohne uns.

Ich denke mal sie haben an "Austrian Street Racing" gearbeitet, den Namen von Flatout irgendwie bekommen und den titel kurz umbenannt. Es wird leider genug "dumme" geben die drauf reinfallen. Echt schade. FO2 war genial.
ich bin leider einer der Dummen die sich das Spiel geholt und nicht darauf geachtet haben, dass BugBear nicht mehr hinter dem Titel stand. Um es kurz und schmerzlos zu machen, das Spiel ist unspielbar. Nicht nur die grottoide Grafik der Boliden ist ein Unding, Fahrphysik Streckenorientierung, sprich…
Am liebsten würde ich einen Monstertruck in das Büro des Publishers rammen und…