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  • Fire Emblem Fates im Test: Fantastisch inszenierter Strategiespiel-Hit
    Quelle: Nintendo

    Fire Emblem Fates im Test: Fantastisch inszenierter Strategiespiel-Hit für Nintendo 3DS

    Fire Emblem Fates für Nintendo 3DS im Test: Es herrscht Krieg - und ihr müsst euch für eine von beiden Seiten entscheiden. Oder gibt es gar einen dritten Weg?

    2012, da schien es noch, als hätte das letzte Stündlein der Fire Emblem-Serie geschlagen. 22 Jahre nach ihrem 8-Bit-Debüt stagnierte die Strategie-Reihe - zugegeben, sie stagnierte auf hohem Niveau, aber nachdem die routinierte DS-Episode Fire Emblem: Shadow Dragon trotz guter Bewertungen weltweit keine sonderlich spektakulären Verkaufszahlen einfuhr, ließ Nintendo den direkten Nachfolger in Japan und stellte Entwickler Intelligent Systems ein Ultimatum: Das Entwicklerteam hat noch eine Chance, das Fortbestehen von Fire Emblem mit einem letzten Spiel zu sichern. Also legte maf sich im Hause Intelligent Systems gehörig ins Zeug und landete mit Fire Emblem: Awakening auf dem 3DS einen absoluten Volltreffer. Dank fantastischer Präsentation, enormem Spielkomfort und nicht zuletzt auch einem stark ausgeprägten sozialen Aspekt - das Verkuppeln der zahlreichen Helden und Heldinnen ist ein zentrales Spielelement - traf Fire Emblem: Awakening weltweit den Nerv der Spieler und wurde gute zwei Millionen Mal verkauft. Nicht schlecht, für eine Serie, die kurz vor ihrer Einstellung stand!

    Hoshido oder Nohr?

    Manche Figuren wechseln im Kampf die Gestalt. Wer da wohl als mächtiger Drache seine Gegner heimsucht..? Manche Figuren wechseln im Kampf die Gestalt. Wer da wohl als mächtiger Drache seine Gegner heimsucht..? Quelle: Nintendo Eine Einstellung ist heute kein Thema mehr, tatsächlich ist die Reihe 2016 größer als je zuvor:
    Fire Emblem Fates ist noch umfangreicher, noch ehrgeiziger und noch aufwendiger produziert als der erfolgreiche Vorgänger und schickt sich in den USA und Japan bereits an, den Erfolg zu wiederholen. Dabei ist Fates auch ein weitaus komplexeres Spiel als Awakening, und nicht nur in taktischer Hinsicht, sondern bereits beim Kauf. Es ist nämlich so: Fire Emblem Fates besteht eigentlich aus drei separaten Spielen: Fire Emblem Fates: Vermächtnis, Fire Emblem Fates: Herrschaft und Fire Emblem Fates: Offenbarung. Die Episoden Vermächtnis und Herrschaft findet ihr im Laden, Offenbarung ist, zumindest außerhalb der bereits jetzt vergriffenen Special Edition, nur als digitaler Download zu haben und ist erst spielbar, wenn ihr eine der anderen beiden Episoden bereits abgeschlossen habt. Und wie ist das jetzt mit Vermächtnis und Herrschaft? Dafür holen wir wohl besser kurz aus.

    Zwei große Reiche streiten in der Welt von Fire Emblem Fates um die Herrschaft: Im Osten liegt das recht friedliche Hoshido, das mit seinen Samurai und Ninjas an das feudale Japan erinnert. Im Westen liegt hingegen das Königreich Nohr, das mit seinen gepanzerten Rittern Assoziationen mit dem europäischen Mittelalter weckt. Angeführt wird Nohr vom grausamen König Garon, unter dessen Fittiche euer Held oder eure Heldin (ihr dürft vor Spielbeginn Geschlecht, Aussehen, Name und Stimme festlegen) aufwächst. Zwar ist Garon grausam und kalt, und die meiste Zeit verbringt ihr abgeschieden vom Rest der Welt in einer zugigen Festung, doch eure Geschwister und auch die Bediensteten geben euch jede Menge Wärme und Liebe. Aber schon kurz nach Spielbeginn wird offenbar, dass Garon nicht euer Vater ist, tatsächlich gehört ihr dem Königshaus von Hoshido an und wurdet als Kind vom fiesen Herrscher von Nohr entführt. Und jetzt steht ihr vor einer schwierigen Entscheidung: Schließt ihr euch eurer echten Familie, die euch schon seit langem vermisst, wieder an? Oder bleibt ihr euren neuen Geschwistern treu, die euch ebenso von ganzem Herzen lieben? An dieser Stelle teilt sich die Handlung von Fire Emblem Fates auf. Wollt ihr auf Seiten der Hoshido gegen Nohr kämpfen, dann entscheidet ihr euch für Vermächtnis, wollt ihr dagegen eure Familie in Nohr nicht im Stich lassen und König Garons bösartigen Ambitionen von innen heraus ein Ende setzen, dann ist Herrschaft euer Spiel.

    01:19
    Fire Emblem Fates: Nintendo 3DS-Taktik im offiziellen E3-Trailer
    Spielecover zu Fire Emblem Fates
    Fire Emblem Fates

    Je nachdem, wie ihr eure Wahl ausfällt, erwartet euch ein vollkommen anderes Erlebnis: Ihr bestreitet andere Missionen, habt unterschiedliche Verbündete und auch einen gänzlich anderen Spielaufbau. Auch in Sachen Schwierigkeitsgrad unterscheiden sich Vermächtnis und Herrschaft enorm. Die Herausforderung in Vermächtnis entspricht im Großen und Ganzen dem Vorgänger Awakening und es ist euch jederzeit möglich, freie Kämpfe zu bestreiten und so eure Truppen zu trainieren. Bei Herrschaft sind nicht nur die Kämpfe weitaus knackiger und herausfordernder, außerhalb der separat erhältlichen DLC-Bonus-Missionen ist es auch nicht möglich, freie Kämpfe zu bestreiten. Folglich könnt ihr also nicht einfach ein wenig leveln, und dann überlegen über den Gegner hinwegfegen. Die herausfordernde Episode Herrschaft ist also ein Spiel für Anhänger der früheren, ordentlich schweren Ableger von Fire Emblem. Und dann gibt es da noch die Episode Offenbarung, die am 09. Juni separat als Download erscheint: In der wählt ihr schließlich einen dritten Weg und bringt die Geschichte endgültig zum Ende.

    Taktische Schlachten

    Viele Schlachtfelder könnt ihr durch Drachenadern verändern. Hier könnt ihr beispielsweise den Flusslauf trocken legen. Viele Schlachtfelder könnt ihr durch Drachenadern verändern. Hier könnt ihr beispielsweise den Flusslauf trocken legen. Quelle: Nintendo Die meiste Zeit werdet ihr in beiden Episoden auf dem Schlachtfeld verbringen. Wie gewohnt seht ihr eure Truppen aus der Vogelperspektive und zieht Schwertkämpfer, Bogeschützen, Heiler, Magier, Pegasusreiter und all die anderen Verbündeten in beliebiger Reihenfolge. Sind all eure Einheiten gezogen oder beendet ihr von euch aus die Runde, dann ist der Feind am Zug. Sind Einheiten in der richtigen Reichweite, greift ihr an: Kämpfer mit Schwert, Keule oder Speer gehen auf Tuchfühlung, Bogenschützen oder Magier können auch aus der Entfernung angreifen. Dabei nützt es aber nicht, einfach nur eure stärksten Kämpfer an die Front zu schicken, auch das Waffendreieck will beachtet werden! Kämpfer mit Axt, Keule oder Bogen sind beispielsweise besonders effektiv gegen Gegner, die mit Lanze, Speer oder Ninja-Waffen ins Gefecht ziehen. Kämpfer mit Speer und Co. lehren dagegen Einheiten mit Schwert oder magisch begabte Figuren das Fürchten, während diese besonders effektiv gegen Axt- und Keulenschwinger agieren.

    Wird ein Bogenschütze aus nächster Nähe angegriffen, ist kein Konterangriff möglich, dafür stellen die Schützen aber vor allem für die flinken Pegasusreiter und andere Lufteinheiten eine große Gefahr dar. Natürlich müsst ihr das nicht alles sofort verinnerlichen, all diese Einheiten und auch manch andere Figur mit weiteren interessanten und nützlichen Fähigkeiten nehmt ihr im Verlauf des Spiels in eure stetig wachsende Armee auf. Eine Spezialität des jüngsten Fire Emblem sind die Drachenadern, speziell markierte Punkte auf der Karte, die alleine eure Hauptfigur oder andere Charaktere von königlichem Geblüt aktivieren können. Drachenadern haben viele mögliche Effekte: Manche heilen bei Aktivierung eure komplette Truppe, andere lösen Fallen aus, verändern die Topographie der Schlachtfelder oder bremsen fliegende Gegner aus - wer dieses neue Element klug einsetzt, der kann sich das Leben in vielen Missionen bedeutend einfacher machen. Auch die Stufe eurer Figuren ist natürlich entscheidend: Jede Aktion spült Erfahrungspunkte auf das Konto eurer Recken, Stufenanstiege verbessern deren Werte und gelegentlich dürfen sie auch in eine bessere Klasse wechseln.

    Schlossbau und Romanzen

    In der Wüste ist euer Aktionsradius durch den Sand stark eingeschränkt. Ein Glück, dass das nicht für fliegende Einheiten wie diesen Pegasusreiter gilt! In der Wüste ist euer Aktionsradius durch den Sand stark eingeschränkt. Ein Glück, dass das nicht für fliegende Einheiten wie diesen Pegasusreiter gilt! Quelle: Nintendo Zwischen den einzelnen Schlachten besucht ihr eure eigene Festung, die ihr bereits früh im Spiel in einer Paralleldimension bezieht. Gibt es dort anfangs nur ein kleines Gemüsebeet und euer eigenes Quartier, wird die Burg im Verlauf des Spiels immer weiter ausgebaut. Mit im Kampf verdienten Punkten errichtet ihr Waffenarsenale, Schmieden, eine Küche, eine Kampfarena, ein heißes Bad und viele andere nützliche Gebäude. Diese ermöglichen nicht nur ausgedehnte Einkaufstouren, sie helfen auch, wenn andere Spieler per Streetpass vorbei schauen oder eure Einheiten auf dem 3DS eines anderen Fire Emblem-Spielers aufschlagen: Auf Wunsch könnt ihr diese dann herausfordern und profitiert bei einem gut ausgebauten Schloss von ein paar netten Boni. Ebenso ist das Schloss aber auch Mittelpunkt der sozialen Interaktion zwischen euren Figuren.

    Eure Schwester Hinoka ist ziemlich burschikos und barsch, schließt euch aber sofort nach eurer Rückkehr nach Hoshido wieder ins Herz. Eure Schwester Hinoka ist ziemlich burschikos und barsch, schließt euch aber sofort nach eurer Rückkehr nach Hoshido wieder ins Herz. Quelle: Nintendo Zunächst muss aber Vertrauen aufgebaut werden. Stehen zwei Kämpfer auf dem Schlachtfeld bei einer Aktion nebeneinander, oder teilen sie sich ein Feld, dann verbessern sie gegenseitig ihre Statuswerte, blocken gegnerische Attacken oder landen ebenfalls einen Treffer beim Gegner. Außerdem steigt in solchen Fällen auch ihr gegenseitiger Sympathiewert, was regelmäßig zu neuen Konversationen in eurer Burg führt. Je besser zwei Figuren miteinander können, desto effektiver sind sie auch, wenn ihr sie gemeinsam in den Kampf schickt. Und nicht nur das, bringt ihr die Beziehung zwischen zwei Helden auf den S-Level, dann kommt es zur Hochzeit und ihr dürft euch über Nachwuchs freuen, der euch, aus bestimmten Story-Gründen, schon bald auch auf dem Schlachtfeld unter die Arme greift.

    Hier spielt auch die herausragend gute Lokalisation ihre größten Stärken aus: Die Gespräche zwischen all den Helden und Heldinnen sind einfach herrlich geschrieben: Witzig, sympathisch, originell - jede Figur hat ihren eigenen Charakter sowie individuelle Macken und Gewohnheiten, die immer wieder für große Belustigung Sorgen. Da wäre etwa Ninja Kaze, dem es etwas peinlich ist, dass ihn alle Frauen wegen seines guten Aussehens so anhimmeln. Oder Bogenschützin Setsuna, die ständig in irgendwelche Fallen tappt und von ihren Freunden befreit werden muss. Oder die schüchterne Bauerntochter Mozu, die größere Gewichte tragen kann als manch ein muskelbepackter Mitstreiter. An Humor wird hier wahrlich nicht gespart und spätestens wenn der erste Nachwuchs eintrudelt, der teilweise frappierend an so manche Figur aus Fire Emblem: Awakening erinnert, dann sind dem Humor kaum noch Grenzen gesetzt und vergisst über die fröhliche Helden-Kuppelei mitunter auch mal vollkommen die eigentliche Handlung.

    Ein Plot für drei Spiele?

    Xander ist zwar nicht euer leiblicher Bruder, trotzdem liebt er euch. Das macht die Entscheidung für eine der beiden Seiten nicht gerade einfacher. Xander ist zwar nicht euer leiblicher Bruder, trotzdem liebt er euch. Das macht die Entscheidung für eine der beiden Seiten nicht gerade einfacher. Quelle: Nintendo Inhaltliche Schwächen hat Fire Emblem Fates aber dennoch: Das Spiel ist sowohl in den Kämpfen, als auch in den Dialogen enorm kurzweilig. Tritt man aber mal einen Schritt zurück und wirft einen genaueren Blick auf die eigentliche Handlung, dann fällt auf, dass die schon dünner ausfällt als in den Vorgängern! Damit keine Missverständnisse aufkommen: Die Story ist absolut in Ordnung und fesselt mit Drama, Humor und auch manch einer unerwarteten Wendung, aber da Entwickler Intelligent Systems die Geschichte von Fire Emblem Fates gleich über drei Spiele verteilt hat, kommt die Entwicklung der Ereignisse oft eher langsam voran und immer wieder fühlen sich Passagen des Spiels ausgesprochen formelhaft an. Die Gruppe reist an einen Ort, wird überfallen, reist ein wenig weiter, wird wieder überfallen... das ist dank der stets guten Inszenierung und der hervorragend geschriebenen Gespräche nicht so dramatisch, auffällig ist es aber dennoch. Interessanterweise ist es dann auch gerade die dritte, erst später zugängliche Kampagne Offenbarung, die viele der noch offenen Fragen der anderen Episoden beantwortet und sich von der etwas berechenbaren Struktur von Vermächtnis und Herrschaft abhebt.


    Fire Emblem Fates (3DS)

    Spielspaß
    90 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Die Kämpfe bieten immer wieder neue Herausforderungen
    Die Inszenierung ist über weite Strecken fantastisch
    Unverschämt sympathische Charaktere
    Sehr gut konfigurierbarer Schwierigkeitsgrad
    Der Burg-Ausbau motiviert ungemein
    Etwas formelhafte Handlung
    Fazit
    Das dreigängige Fantasy-Festmahl ist nicht nur für eingefleischte Strategen ein riesiger Spaß.

    • Es gibt 2 Kommentare zum Artikel

      • Von Sturm-ins-Sperrfeuer Erfahrener Benutzer
        Erstaunlich, dass hier die Synch gelobt wird. Die soll ja herausragend schlecht in der US Fassung sein (Stichwort: "Pickles" https://www.youtube.com/w... oder auch einfach nur "..." statt Text) ich habe angenommen, dass unsere Übersetzung die der amerikanischen sein wird.
      • Von Desotho Erfahrener Benutzer
        Das Spiel wird definitiv seinen Weg auf meinen 3DS finden.
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Fire Emblem Fates
Fire Emblem Fates im Test: Fantastisch inszenierter Strategiespiel-Hit für Nintendo 3DS
Fire Emblem Fates für Nintendo 3DS im Test: Es herrscht Krieg - und ihr müsst euch für eine von beiden Seiten entscheiden. Oder gibt es gar einen dritten Weg?
http://www.pcgames.de/Fire-Emblem-Fates-Spiel-55730/Tests/Review-Nintendo-3DS-1194556/
06.05.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/05/Aufmacher-pc-games_b2teaser_169.jpg
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