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  • Final Fantasy 15 im Test: Nicht ganz das erhoffte Meisterwerk
    Quelle: Square Enix

    Final Fantasy 15 im Test: Ein fabelhaftes, einzigartiges Rollenspiel, dem das letzte Bisschen für den Einzug in die Meisterklasse fehlt.

    Nach zehn Jahren ist das von Fans herbeigesehnte Rollenspiel-Epos endlich da. Doch ist es auch das erhoffte Meisterwerk geworden? In unserem Test beleuchten wir unter anderem das actionreiche Kampfsystem, die große Spielwelt und was die Handlung taugt.

    Kaum ein anderes Spiel hat eine dermaßen turbulente Entwicklung hinter sich wie Final Fantasy XV. Von seiner Erstankündigung 2006 als PS3-exklusives Final Fantasy Versus XIII bis hin zur Veröffentlichung als Final Fantasy XV für PS4 und Xbox One hat der neuste Teil von Square Enix' Flaggschiff-Reihe viel durchmachen müssen. Bei der Transformation von FF Versus zu FF XV musste nicht nur das ursprüngliche Story-Script angepasst werden, auch das Spielsystem musste das neue Entwicklerteam unter Hajime Tabata von Grund auf neu für die aktuelle Konsolengeneration erschaffen. Obendrein standen die Entwickler vor der schweren Aufgabe, die einzigartigen Gütesiegel der Final Fantasy-Reihe mit modernen Genre-Konventionen wie einer offenen Spielwelt und ausgeklügelten Physik-Systemen in Einklang zu bringen. Und all das mit dem Ziel, das laut Tabata beste und qualitativ hochwertigste Final Fantasy überhaupt auf die Beine zu stellen. Ein enorm ambitioniertes Vorhaben, gepaart mit einer schwierigen Grundsituation also. Bleibt nun die Frage: Ist der Plan aufgegangen oder leidet das Endergebnis unter seiner schweren Vergangenheit? Wir haben die PS4-Fassung komplett durchgespielt und einen Großteil der Nebenaufgaben und optionalen Dungeons erledigt. Im Folgenden verraten wir euch, was das japanische Rollenspiel zu bieten hat. Die Xbox-One-Version lag uns zum Test nicht vor.

    Lese-Tipp: Unser Einsteiger-Guide zu Final Fantasy 15 liefert euch Tipps zum perfekten Start ins Rollenspiel-Epos.

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    Final Fantasy 15: Wunderschöner Tag-Nachtwechsel im Video
    Spielecover zu Final Fantasy 15
    Final Fantasy 15

    Final Fantasy 15 im Test: Eine Reise, die ist lustig ...

          

    Analog zum aufreibenden Entwicklungspfad, den Final Fantasy XV hinter sich hat, begibt sich auch die vierköpfige Protagonisten-Gruppe rund um den spielbaren Helden Prinz Noctis Lucis Caelum auf eine beschwerliche Reise. Begleitet von seinen engsten Freunden Gladiolus Amicitia, Ignis Scientia und Prompto Argentum bricht Noctis zu einem benachbarten Reich auf, um dort in der Stadt Altissia mit seiner Jugendfreundin Lunafreya Nox Fleuret vermählt zu werden. Die Hochzeit ist Teil einer Friedensverhandlung zwischen Noctis' Königreich Lucis und dem übermächtigen, aggressiven Imperium Niflheim, das mit Ausnahme der Hauptstadt von Lucis und deren Umland bereits die gesamte Welt unter seiner Kontrolle hat. Was zu Beginn als lockerer Ausflug von vier Kumpels losgeht, wird jedoch schon bald zum erbitterten Kampf gegen das Imperium, bei dem Noctis nicht nur seinen Thron zurückerobern, sondern sich auch seinem Schicksal stellen muss. Auf der einen Seite erzählt FF XV dabei eine sehr menschliche Geschichte über Freundschaft und Vertrauen sowie den Konflikt zwischen persönlichen Gefühlen und der Pflichterfüllung. Auf der anderen Seite wäre FF XV aber natürlich kein Final Fantasy, wenn es nicht auch um Götter, Dämonen und allerhand abgefahrenen Kram ginge. Während ihr mit dem Auto duch die Gegend fahrt, könnt ihr unter anderem die schöne Landschaft begutachten oder Musik hören. Während ihr mit dem Auto duch die Gegend fahrt, könnt ihr unter anderem die schöne Landschaft begutachten oder Musik hören. Quelle: PC Games

    Moment, fehlt da nicht noch was?

          

    Dieser Mix funktioniert an sich gut, trotzdem hängt unser größter Kritikpunkt mit der Hauptstory zusammen - oder viel eher deren Narration. Wie zuvor bereits von den Entwicklern verraten wurde, lässt sich FF XV grundlegend in zwei zentrale Abschnitte unterteilen. Im ersten und wesentlich größeren Teil könnt ihr einen kompletten Kontinent der Spielwelt Eos mehr oder weniger frei erkunden und selbst entscheiden, ob ihr den zahlreichen Nebenbeschäftigungen nachgeht oder der Haupthandlung folgt. Sobald ihr diesen Kontinent jedoch verlasst, ist der Rest des Spiels fortan komplett linear - wobei es die Möglichkeit gibt, an Rastpunkten in den ersten Abschnitt zurückzukehren, um offene Quests und dergleichen zu erledigen. Der plötzliche Umschwung auf einen linearen Aufbau wäre an sich gar nicht problematisch, wenn die Erzählstruktur nicht so stark unter diesem Ungleichgewicht leiden würde. Fast im gesamten ersten Spielabschnitt kommt die Handlung nur sehr langsam in die Gänge, während sie sich im zweiten Part plötzlich regelrecht überschlägt und an mehreren Stellen massiv gehetzt wirkt. Auf der einen Seite wird man mit enorm imposanten Wow-Momenten wie den epischen Esper-Kämpfen verwöhnt, wie man sie von der Final Fantasy-Serie kennt und liebt. Die Handlung wird vornehmlich mit Dialog-Szenen forangetrieben. Bis sie ins Rollen kommt, vergeht reichlich Zeit. Die Handlung wird vornehmlich mit Dialog-Szenen forangetrieben. Bis sie ins Rollen kommt, vergeht reichlich Zeit. Quelle: PC Games Doch gleichzeitig werden zentrale Ereignisse kaum in Kontext gesetzt oder geschehen mitunter sogar komplett off screen. Zudem hält man sich in einigen Gebieten nur wenige Augenblicke auf, bevor es direkt weiter geht. Auch schade ist, dass ein paar Nebenfiguren in den ersten Kapiteln erst eingeführt werden, dann aber entweder gar nicht mehr auftauchen oder nur sehr kurz abgehandelt werden. All das deutet darauf hin, dass die ursprüngliche Vision hinter Final Fantasy Versus letztlich leider doch nur mit Abstrichen in FF XV umgesetzt werden konnte und schlussendlich Zeit oder Entwicklungsressourcen zur Neige gingen. Das würde auch erklären, wieso FF XV für Serienverhältnisse relativ kurz ausfällt. Sofern ihr nicht einen Großteil der Nebenaufgaben links liegen lasst, werdet ihr mit dem Spiel "nur" etwa 40 bis 60 Stunden beschäftigt sein. Immerhin kriegt Final Fantasy XV handlungstechnisch zum Ende hin noch die Kurve zu einem befriedigenden und emotionalen Abschluss.

    Lese-Tipp: Unsere Final Fantasy 15 Komplettlösung mit Tipps zu allen Hauptquests.

    Sympathisches Heldengespann

          

    Das Ende erzielt vor allem auch deshalb eine eindringliche Wirkung, weil die Reise der vier Kameraden wirklich grandios umgesetzt ist. Sowohl das Roadtrip-Feeling als auch der freundschaftliche Umgang zwischen den vier Hauptfiguren werden klasse vermittelt. Da Noctis und seine Freunde zum ersten Mal die Königsstadt Insomnia verlassen, ist die Erkundung der Welt für sie ebenso neu wie für den Spieler selbst. Immer wenn ihr ein neues Gebiet erreicht, eine interessante Sehenswürdigkeit in der Nähe ist, ihr eine Nebenquest angeht oder einen Dungeon unsicher macht, mit Noctis' Luxusschlitten Regalia über die Autobahnen und Feldwege tingelt, rastet oder was auch immer sonst macht: Stets reagieren eure Begleiter mit neuen Dialogen darauf. Ein paar Sprüche, vor allem in Kämpfen, wiederholen sich mit der Zeit zwar, doch in den allermeisten Fällen sorgen diese kleinen Interaktionen für eine dichte, freundschaftliche Atmosphäre zwischen den Jungs. Sie veralbern einander, agieren in Kämpfen als Team und zoffen sich natürlich auch mal. Kurz gesagt, die vier Protagonisten werden richtig glaubwürdig in Szene gesetzt und es entsteht eine richtig tolle Gruppendynamik. Dabei kommen die verschiedenen Persönlichkeiten von Noctis, Ignis, Prompto und Gladio wunderbar rüber. Viel von der tollen Atmosphähre des Spiels liegt an der sehr guten und vor allem glaubwürdigen Darstellung der vierköpfigen Heldentruppe. Viel von der tollen Atmosphähre des Spiels liegt an der sehr guten und vor allem glaubwürdigen Darstellung der vierköpfigen Heldentruppe. Quelle: PC Games

    Ignis ist der Stratege, was sich nicht nur in seinen Kampf-Fähigkeiten widerspiegelt, sein analytisches Talent und seine Kochkünste helfen der Heldentruppe in allen Lebenslagen. Gladio ist der harte Kerl fürs Grobe, der manchmal zwar etwas ruppig sein kann, auf den aber Verlass ist, wenn es wirklich drauf ankommt. Die quirlige Prompto ist die Seele des Teams, immer gut drauf und nie ohne seine Foto-Kamera unterwegs. Mit der knipst er automatisch Fotos während eurer Reise, die ihr beim Rasten dann durchsehen und auf Wunsch speichern oder gar auf Sozialnetzwerken teilen könnt. Noctis ist der behütet aufgewachsene Prinz, der sich schwertut, mit den hohen Erwartungen klar zu kommen, die seine Stellung mit sich bringt. Im Verlauf des Spiels machen die Helden zudem eine spürbare Entwicklung durch - all die Strapazen und Erlebnisse ihrer Reise merkt man dem Vierer-Gespann zum Ende hin klar an. Unterstrichen wird das von einer sehr guten englischen Vertonung; die erstmals ebenfalls verfügbare deutsche Sprachausgabe kommt da zwar nicht mit, ist aber ordentlich. Unabhängig von der gewählten Sprache richtig klasse in Szene gesetzt ist übrigens auch der Antagonist, dem die Entwickler genau die richtige Mischung aus mysteriös, schelmisch und fies verpasst haben.

    Lese-Tipp: Außerdem nutzt ihr unseren Final Fantasy 15-Guide samt Tipps zu allen Nebenquests.

    Schöner Aufenthalt in Eos

          

    Eine weitere große Stärke ist die abwechslungsreiche Spielwelt, die mit vielen wirklich schönen und erinnerungswürdigen Gebieten glänzt. Da dieses Final Fantasy der realen Welt nachempfunden ist, kommt ihr oft an Orte, die man sich wunderbar auch in der Realität vorstellen könnte. Gepaart mit dem schönen Beleuchtungssystem des Tag-/Nacht-systems sowie dem Wettersystem ergaben sich bei der Erkundung der Spielwelt immer wieder Momente, in denen wir einfach nur den Ausblick genossen oder die schöne Stimmung aufgesaugt haben. Rein technisch ist die Grafik von Final Fantasy XV sehr gut, wenn auch kein Augenöffner (gerade bei den Texturen), doch durch das gute Art Design und das bahnbrechende Monsterdesign ist es dennoch die meiste Zeit ein toller Anblick. Auch die Dungeons sind optisch wie inhaltlich spitze umgesetzt, wobei keiner dem anderen gleicht. Unter anderem besteigt ihr einen imposanten Vulkan, kämpft euch durch einen tiefen, dschungelartigen Wald, durchstöbert eine stillgelegte Mine, tastet euch durch ein labyrinthartiges Kanalisationssystem, erforscht alte Ruinen, infiltriert imperiale Armeebasen oder macht es euch auf einer Chocobo-Farm gemütlich. Unser absoluter Favorit ist aber die an Venedig angelehnte Wasserstadt Altissia, in der ihr in erster Linie mit Gondeln durch die vielen Kanäle fahrt und dabei den umwerfenden Ausblick genießen könnt. Uns ist ohne Übertreibung noch nie eine optisch dermaßen beeindruckende Stadt in einem Rollenspiel untergekommen! Die Kanalstadt Altissia und der dazugehörige Spielabschnitt zählen zu den Höhepunkten in Final Fantasy XV. Den Großteil der Stadt könnt ihr übrigens selbst erkunden. Die Kanalstadt Altissia und der dazugehörige Spielabschnitt zählen zu den Höhepunkten in Final Fantasy XV. Den Großteil der Stadt könnt ihr übrigens selbst erkunden. Quelle: PC Games

    Frischer Open-World-Ansatz

          

    Bei der mechanischen Umsetzung der offenen Spielwelt orientieren sich die Japaner nicht an den etablierten Systemen, wie man sie aus Assassin's Creed, Far Cry, GTA 5 oder Skyrim zur Genüge kennt. Statt die Karte mit Sammelobjekten, Tätigkeiten und Sonstigem komplett zu überfluten, bietet Final Fantasy XV einen guten Mittelweg aus Beschäftigung und Freiraum. Wer möchte, kann sich daher problemlos einfach nur etwas umsehen, Gegner umlaufen oder mit dem Chocobo über die Steppe flitzen, ohne das Gefühl zu haben, ständig etwas zu verpassen. Ganz im Gegenteil, denn nur wer die Welt ausgiebig erkundet, findet diverse optionale Dungeons, einzigartige Monster sowie das ein oder andere Secret. Neben den zuvor erwähnten gefiederten Tempovögeln ist euer bevorzugtes Reisemittel der Regalia. Ihr könnt den Luxuswagen wahlweise selbst fahren (wenig sinnvoll, da ziemlich eingeschränkt) oder Ignis automatisch zu einem von euch bestimmten Punkt fahren lassen. Das ermöglicht euch nicht nur, die Umgebung in euch aufzunehmen, ihr könnt derweil auch die Karte studieren oder Items ein- und verkaufen. Serientypisch stehen einige Nebenbeschäftigungen und Mini-spiele zur Wahl. Unter anderem könnt ihr angeln oder in Chocobo-Rennen antreten. Serientypisch stehen einige Nebenbeschäftigungen und Mini-spiele zur Wahl. Unter anderem könnt ihr angeln oder in Chocobo-Rennen antreten. Quelle: PC Games Außerdem dient der Regalia auch für die Schnellreise: Sofern ihr bereits einmal einen Partplatz oder eine Stadt angefahren seid, dienen diese Punkte fortan als mögliche Ziele für die Schnellreise. Besonders toll für Final Fantasy-Fans: Während der Autofahrten (und mit einem bestimmten Item auch zu Fuß) könnt ihr die Hits von den bisherigen Final Fantasys anhören. Ein wenig One Winged Angel oder Terra's Theme auf dem Weg zur nächsten Location? Kein Problem! Ihr müsst die Playlists zuvor lediglich bei Händlern für eine Handvoll Gil erwerben. Upgrades für den Regalia sowie optisches Tuning sind ebenfalls möglich. Selbst mit einem Flugmodus könnt ihr die Nobelkarosse aufmotzen. Ach, und wo wir gerade beim Thema Musik waren: Die Musikuntermalung von Komponistin Yoko Shimomura (Kingdom Hearts-Reihe, Paper Mario-Reihe, Xenoblade Chronicles) sucht mal wieder ihres Gleichen.

    • Es gibt 43 Kommentare zum Artikel

      • Von Guru1984 Neuer Benutzer
        Bin ff zocker der ersten stunde und nach so langer zeit so ein produkt aufen markt zu bringen wo ich nach paar stunden meine eigene musik anmachen weil die figuren bloß wir sätze bringen dann lieber keine sprachausgabe! Man hätte sich vollazf ff15 einlassen sollen anstatt kh2.5 oder ein Abklatsch von…
      • Von Elektrostuhl Erfahrener Benutzer
        Zitat von RedDragon20
        Aber hier zeigt sich wieder, dass es die allerwenigsten Entwickler schaffen, Open World mit einer gut erzählten Story zu verbinden. ^^
        Allerwenigsten ist gut. Eigentlich nur CDPR und Rockstar.
      • Von Spiritogre Erfahrener Benutzer
        Zitat von RedDragon20
        Naja, du hast deine Aussage, dass Persona ganz geiler Scheiß ist, damit begründet, dass es sich gut verkauft hat... Du hast es also durchaus in einen Topf geworfen. Du bist von Persona 5 gehyped und dein quasi einziges Argument war: Es ist im Konsolenbereich…
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Final Fantasy 15
Final Fantasy 15 im Test: Ein fabelhaftes, einzigartiges Rollenspiel, dem das letzte Bisschen für den Einzug in die Meisterklasse fehlt.
Nach zehn Jahren ist das von Fans herbeigesehnte Rollenspiel-Epos endlich da. Doch ist es auch das erhoffte Meisterwerk geworden? In unserem Test beleuchten wir unter anderem das actionreiche Kampfsystem, die große Spielwelt und was die Handlung taugt.
http://www.pcgames.de/Final-Fantasy-15-Spiel-118/Tests/Review-PS4-Gameplay-Trailer-1214589/
28.11.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/11/Fotos-pc-games_b2teaser_169.jpg
final fantasy
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