Fear 3 im PC Games-Test: Die negativen Aspekte, Fazit und Wertung
Fear 3 im Test: Der Shooter erscheint am 24. Juni 2011 und PC Games hat für euch heute den Test parat. Wie spielt sich der neue Teil der Horror-Reihe, die für spaßige Zeitlupen-Schusswechsel und nervenaufreibende Horror-Atmosphäre steht? In unserem Fear 3-Test der PC-Version gibt es die Antwort. Update: Seit heute ist Fear 3 offiziell erhältlich! Und wir haben den Multiplayer-Modus ausführlich getestet!
Dürre Geschichte
Der Einstieg in Fear 3 ist abrupt und lässt Fragen offen: Warum ist Fettel immer noch (halbwegs) am Leben? Was ist seit dem Ende von Fear mit dem Point Man passiert? Wir haben während der gesamten Spielzeit nach Antworten Ausschau gehalten, aber keine gefunden. Die Handlung dreht sich einzig und allein um die Suche nach Alma und ihrem Kind, die künstlich in die Länge gezogen wird. Charakterentwicklung, neue Erkenntnisse oder spannende Wendungen? Fehlanzeige! Auch Alma selbst leidet unter der banalen Geschichte, denn die einstige Schreckensgestalt #1 verkommt zur Nebenfigur.
Einige unfaire Stellen
Fear 3 ist selbst im normalen Schwierigkeitsgrad ein anspruchsvoller Ego-Shooter. Wer blind voranstürmt und die Zeitlupenfunktion sowie Deckungsmöglichkeiten ignoriert, dessen Spielfigur liegt schnell am Boden. Schön! Stellenweise verkommt das Spiel aber zu einer bockschweren Foltertour. In einigen Levelabschnitten haben die Entwickler unfaire Situationen geschaffen haben, die nur durch Trial & Error zu lösen sind.
So habt ihr es an einer Stelle zu Fuß mit einem Kampfläufer zu tun. Deckungsmöglichkeiten gibt es im Umfeld nahezu keine, auch schwere Waffen wie ein Raketenwerfer fehlen. Im Test verzweifelten wir fast an dieser Stelle; mehr als 20 Mal waren wir dazu gezwungen, nach dem Tod unseres Helden den letzten Kontrollpunkt zu laden und es erneut zu versuchen. Da hat Day 1 Studios schlicht und ergreifend das Balancing gegen die Wand gefahren!
Wenige Waffen und Gegnertypen
Neun Schießprügel stehen euch zur Wahl, die sich aber kaum unterscheiden. Lediglich die Nagelpistole, die Feinde an Wände heftet, und die Soldaten grillende Strahlenkanone besitzen Eigenständigkeit. Mit den Wummen entledigt ihr euch der in Scharen anstürmenden Gegner, die ebenfalls über zu wenige Variationen verfügen: Neben den Standardsoldaten greifen euch verrückte Stadtbewohner sowie an Affen erinnernde Dämonen im Nahkampf an. Darüber hinaus existieren sogenannte Commander, die mehrmals als Zwischenbosse in Aktion treten; zwei Meter hohe Superkrieger, ausgestattet mit einem Schutzschild und der Fähigkeit, durch Wände zu gehen. Markante Bossgegner und eine größere Vielfalt an normalen Widersachern gehen dem Spiel jedoch ab.
Defizite beim Leveldesign
Die Kampagne bietet mit ihren acht Levels viele unterschiedliche Szenarien, dennoch wirken einige Abschnitte durch endlose Korridore sowie Hallen künstlich, sogar langweilig. Besonders in einem verlassenen Großmarkt fällt das Schlauchdesign der Umgebungen auf. Dort sind meterhohe Regale exakt so zur Seite gekippt, dass sie einen wenige Meter breiten, in Schlangenlinien verlaufenen Pfad bilden.
Viel schwerer als solche Mängel wiegt aber der Umstand, dass Fear 3 immer wieder auf das antiquierte Mittel der Arenakämpfe zurückgreift: Ihr betretet einen Raum, dessen Ausgang verschlossen ist. Solange ihr nicht jeden einzelnen Feind in den vier Wänden erledigt habt, bleibt die Tür versiegelt; danach öffnet sie sich auf magische Weise und es geht weiter.
Maue Optik
Sagen wir es rundheraus: Fear 3 sieht alt aus. Matschige Bodentexturen pflastern die Levels, Effekte wie das Mündungsfeuer der Knarren oder große Explosionen sehen für heutige Verhältnisse lächerlich aus und die gesamte Optik wirkt seltsam blass. Dafür machen die Charaktermodelle einen stimmigen Eindruck und die gespenstischen Gruselsequenzen gefallen durch ihre packende Inszenierung.
Lächerliche deutsche Sprachausgabe
Begriffe wie "Phasenzauberer", Sätze a là "Die Befehle bleiben aufrecht!" und ein deutliches Motivationsproblem der Sprecher zeichnen die deutsche Sprachausgabe von Fear 3 aus. Die lieblose und teils sogar inhaltlich falsche Übersetzung zerstört einen Großteil der hervorragenden Atmosphäre, welche die restliche Soundkulisse aufbaut. Daher unser dringender Tipp: Spielt Fear 3 auf Englisch! Glücklicherweise enthält die deutsche Verkaufsversion auch die originalen Sprachdateien.
Kurze Spielzeit
Nach sechs Stunden habt ihr Alma gefunden und das Spiel beendet. Anschließend steht es euch frei, mit Paxton Fettel einen weiteren Anlauf zu starten. Allerdings bieten die Spezialfähigkeiten von Point Mans teuflischem Bruder nur einen geringen Anreiz dazu, sich ein weiteres Mal durch das Spiel zu ballern.
In diesem Artikel
- Seite 1 Fear 3 im PC Games-Test: Die Einleitung und Hintergrundinformationen
- Seite 2 Fear 3 im PC Games-Test: Die positiven Aspekte
- Seite 3 Fear 3 im PC Games-Test: Die negativen Aspekte, Fazit und Wertung
- Seite 4 Fear 3 im PC Games-Test: Multiplayer-Test - Das hat uns gefallen
- Seite 5 Fear 3 im PC Games-Test: Multiplayer-Test - Das hat uns nicht gefallen
- Seite 6 Bildergalerie
Bildergalerie
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Ich habe echt keine Ahnung, wieso. Das passiert mir nicht oft, aber schon nach kurzer Spielzeit bekomme ich übelst Kopfschmerzen. :-D
In jedem dieser Spiele ist mir aufgefallen, dass die Bewegungen subjektiv nicht flüssig sind. Vielleicht ruckeln die Spiele in einer Frequenz,
die mein Gleichgewichtszentrum negativ beeinflussen.
An der Engine kann's ja nicht liegen, hab schon mehrere UE3 Titel problemlos durchgespielt.
Naja, vlt sollte ich vor dem Computer spielen generell mehr schlafen, die Grafikkarte updgraden oder auf einen 120Hz Monitor umsteigen...
P.S.: Den ersten Satz hab ich hauptsächlich geschrieben, um Leute zu ärgern. Finde das Spiel bisher nicht schlecht, ziemlich fordernd,
aber noch nicht ganz so spaßig/gruselig wie die Vorgänger. Die PC Games Wertung finde ich in Ordnung.
Um mich mit dem Rest deines "Beitrags" ("wirres Geschreibsel" wäre eine andere legitime Bezeichnung) auseinanderzusetzen, ist mir meine Zeit dann doch zu schade.
Aber wahrscheinlich ist es bloß ne Kantenglättung oder so etwas.