Far Cry (dt.) (PC)

Release:
25.03.2004
Genre:
Action
Publisher:
Ubisoft

Far Cry

29.04.2004 15:17 Uhr
|
Neu
|

Sturmangriffe sind selten. Ihre Gegner bevorzugen Distanzangriffe. Sturmangriffe sind selten. Ihre Gegner bevorzugen Distanzangriffe. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Das lange Warten hat ein Ende: Mit ihrem überragenden Erstlingswerk Far Cry (dt.) läutet das Coburger Entwicklerstudio Crytek wahrhaft paradiesische Zustände im Actiongenre ein.

Geographie-Studenten und Abiturienten aufgepasst: Wie heißt der seit 1984 unabhängige Inselstaat im Westpazifik mit elf Buchstaben? Richtig, Mikronesien! 702 Quadratkilometer Landesfläche verteilen sich dort auf mehr als 2.000 kleine Inseln und Atolle (Vergleich Deutschland: 357.022 Quadratkilometer). Und das Beste: Nur die wenigsten sind von Menschen bewohnt! Viel Platz also für Aussteiger, die ihren glatt gebügelten Geschäftsanzug gegen ein buntes Hawaiihemd tauschen und der Zivilisation den Rücken kehren möchten. Einer von ihnen ist Jack Carver, der seine Brötchen mit Bootsausflügen verdient. Mit seiner Yacht Medusa befördert er normalerweise erholungsbedürftige Touristen zu einsamen Traumstränden, bis ihn eines Tages die Reporterin Valerie Constantine anheuert. Die junge, attraktive Dame ist den Machenschaften des zwielichtigen Wissenschaftlers Dr. Krieger auf der Spur und will auf einer abgelegenen Insel auf eigene Faust ein paar Nachforschungen anstellen. Man munkelt, dass Herr Krieger ziemlich abgedrehte Gen-Experimente an Tieren und sogar Menschen durchführt, um einen besonders gefährlichen Virus zu entwickeln. Und genau da beginnt die Geschichte von Far Cry, dem mit Abstand besten Ego-Shooter seit dem legendären Klassiker Half-Life (dt.) von Valve.

Zweitklassige Story

In den Bio-verseuchten Laboren treiben sich Söldner in Schutzanzügen herum. In den Bio-verseuchten Laboren treiben sich Söldner in Schutzanzügen herum. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Wie es sich für einen guten Shooter gehört, beginnt Far Cry mit einem knalligen Render-Intro, bei dem man aufgrund mehrerer Zeitsprünge und wilder Kamerafahrten schneller den Faden verliert als Edmund Stoiber im TV-Duell mit Bundeskanzler Schröder. Um es kurz zu machen: Valerie wird bei ihrer Schnüffeltour von Kriegers Sicherheitskräften in flagranti erwischt und festgenommen, anschließend versenken die schwer bewaffneten Söldner noch Jacks Bötchen mit einem gezielten Panzerfaust-Schuss. Unser Held entkommt die-sem Anschlag nur knapp, schwimmt gen Strand und rettet sich vor Kriegers Schergen in die verlassene Ruine eines japanischen Vorpostens aus dem Zweiten Weltkrieg. Ab diesem Punkt hat der Spieler dann die volle Kontrolle über Jack und bekommt den Rest der Story in Zwischensequenzen - sowohl in grandioser Spielgrafik als auch in optisch verschwommenen Render-Filmchen - präsentiert. Letztere wirken aufgrund der überragenden Qualität der im Spiel verwendeten 3D-Engine etwas deplatziert - Entwickler Crytek und Publisher Ubisoft wären hier deutlich besser beraten gewesen, sich auf einen einheitlichen Stil zu beschränken. Die deutsche Version des Insel-Shooters bietet hingegen eine erwartungsgemäß professionelle Sprecherbesetzung. Jacks Stimme hört sich zwar ein wenig nach Martin Semmelrogge an und dürfte daher nicht jedermanns Sache sein, dennoch bringt der Sprecher den sarkastischen Charakter von Herrn Carver ziemlich gut rüber. Auch die übrigen Synchronsprecher erledigen ihren Job ordentlich; der deutsche Synchronsprecher von Nicolas Cage leiht seine markante Stimme beispielsweise Jacks mysteriösem Helfer Harlan Doyle.

Benutzer
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29.04.2004 15:17 Uhr
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Dein Kommentar
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
14.07.2011 15:24 Uhr
Hey ihr Cheater 

auf der 4.ten Seite dieses Tests kann im Bild mit der Unterschrift
"Eine Horde Trigens stürmt auf uns zu - jetzt zählt jede Kugel! " eindeutig erkennen dass ihr den Unsterblichkeitscheat verwendet habt (auf dem Bild: in grünen Buchstaben God 104) 
+
soweit ich mich erinnere hat man pro Waffe max. 300 Schuss und nicht 500 
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
27.07.2009 00:18 Uhr
Es ist ein Unterschied, wenn "überhaupt" keine Story angeboten wird, also nur Bossgegner ala Quake oder Doom, oder was weiß ich noch für "Meilensteine", oder aber nur n bisschen und nicht überzeugend, ganz nach dem Argument "ganz oder gar nicht". So, und der überhammer ist das Spiel nun wirklich nicht...…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
07.12.2008 19:22 Uhr
Und das fällt dir 4,5 jahre später auf? Wow.
Und natürlich sind die Sätze miteinander in Einklang zu bringen, denk mal an andere Meilensteine des genres, die hatten teilweise überhaupt keine Story.
Revolutionäre Shooter müssen anders als andere Spiele nicht unbedingt eine super Story haben.

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