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  • Far Cry: Primal - Gelungenes Open-World-Abenteuer mit toller Atmosphäre, aber wenig neuen Ideen

    Far Cry: Primal im Test: Die Steinzeit ruft - und wir folgen ihr! Mit Far Cry: Primal begibt sich die beliebte Open-World-Serie in eine Epoche lange vor unserer Zeit und lässt und als urzeitlicher Jäger gegen Mammuts, Säbelzahntiger und verfeindete Clans antreten. Wie viel Spaß das macht, wie viel Far Cry in Far Cry: Primal steckt und ob das ungewöhnliche Setting gut genutzt wird, lest ihr im Test.

    Aktuelle Änderungen hervorheben

    Inzwischen konnten wir auch einen ausführlichen Blick auf die PC-Fassung von Far Cry: Primal werfen und sind durchaus davon angetan. Eine grafische Revolution sollte man sich angesicht des auch auf den Konsolen bereits außerordentlich hübschen Abenteuers nicht von dem Titel erwarten, dennoch sieht er dank besserer Licht- und Schatteneffekte, knackigerer Texturen, einer flüssigeren Framerate und anderen Detailverbesserungen am PC noch einen Zacken besser aus als auf PS4 und Xbox One. Zudem dürfen wir sehr viele Elemente selbst bestimmen, um die Darstellung perfekt an den eigenen Rechner anzupassen, und müssen uns nicht auf Standard-Qualitätsregler beschränken; Bildwiederholungsrate, Texturqualität, Post FX, Anti-Aliasing und mehr lassen sich im Menü problemlos individuell regeln. Sehr schön! Wie bei einem Spiel in Ego-Ansicht nicht anders zu erwarten, spielt sich der Titel mit Maus und Tastatur natürlich noch einmal komfortabler als mit einem Gamepad. Bei Far Cry: Primal haben die Entwickler hinsichtlich der PC-Fassung also sehr ordentliche Arbeit abgeliefert.

    Der Autor dieser Zeilen wünscht sich seit langer Zeit eines von den Spieleherstellern dieser Welt: Und zwar ein richtig gut gemachtes Abenteuer im Familie Feuerstein-Universum. Nun, mit Far Cry: Primal kommt Ubisoft diesem Traum zumindest ziemlich nahe. Denn ihm gelingt genau das Kunststück, welches ein Feuerstein-Spiel vollführen müsste: einen Titel in einer Version der Urzeit anzusiedeln, die sich im Grunde kaum von der Gegenwart unterscheidet - im Falle von Primal zumindest spielerisch.

    08:33
    Far Cry Primal im Testvideo - Gelungener Steinzeit-Ausflug
    Spielecover zu Far Cry Primal
    Far Cry Primal

    Urzeit-Déjà-vu

          

    Nun gut, das war fies, aber im Kern stimmt die Kritik: Die Unterschiede des neuen Far Cry-Ablegers gegenüber den Vorgängern, speziell Teil 4, sind überschaubar. Erneut stolpern wir als Neuankömmling durch eine uns unbekannte Welt, und nehmen von verschiedenen, zumeist durchgeknallten Figuren allerlei Haupt- und Nebenmissionen an. Zudem erobern wir wieder einmal feindlich besetzte Lager, craften neue Ausrüstungsgegenstände, was das Säbelzahntigerfell hergibt, und sammeln unzählige über die Map verteilte Items, bis uns die virtuellen Füße glühen. Das kennt man und das hat bisher schon jede Menge Spaß gemacht - dennoch hätten wir uns angesichts des unverbrauchten Settings doch einige Alleinstellungsmerkmale gewünscht. Auf Biegen und Brechen wurden Elemente aus den Gegenwartsablegern der Reihe in die Vergangenheit verfrachtet, die man so wahrscheinlich gar nicht vermisst hätte; Feinde in den Lagern rufen erneut Verstärkung herbei, wenn wir entdeckt werden - diesmal mit einem großen Horn anstatt einer Alarmanlage. Wie in Teil 4 erklimmen wir mit einem Kletterhaken unzugängliche Klippen, erneut schalten wir die Karte frei, indem wir spezielle Orte einnehmen (diesmal: Leuchtfeuer), und sogar auf eine geschlechtergerechte Anzahl an Männern und Frauen unter den Gegnern wurde geachtet. Anscheinend war die Steinzeit ein Vorbild in Sachen Gleichstellung von Mann und Frau!

    Schöne, alte Zeit

          

    Feuer spielt in Far Cry Primal wieder eine wichtigere Rolle, nachdem seine Bedeutung mit Teil drei und vier sukzessive abgenommen hatte. Feuer spielt in Far Cry Primal wieder eine wichtigere Rolle, nachdem seine Bedeutung mit Teil drei und vier sukzessive abgenommen hatte. Quelle: PC Games Aber natürlich ist nicht alles in Primal genauso wie in den Vorgängern. Auch, wenn es "nur" das Setting ist, stellt die Steinzeit-Atmosphäre doch ein richtiges Highlight dar. Die Spielwelt Oros ist wunderbar gestaltet, satte Wiesen wechseln sich ab mit kargen Steppen, verschneiten Gebirgen oder idyllischen Seelandschaften. Toll! Bevölkert ist dieses schöne Stück Erde einerseits von mit den Wenjas rivalisierenden Clans - zur Geschichte gleich mehr -, andererseits von jeder Menge Fauna: Säbelzahntiger, Tapire, Dachse (die genauso aggressiv sind wie immer!), Wildschweine und mehr säumen unseren Weg durch die Wildnis. Da Protagonist Takkar ein Jäger ist, lassen wir die mal harmlosen, mal aggressiven Tierchen auch gerne die Spitze unserer Pfeile oder unseres Speers spüren, hauen ihnen eins mit der Keule rüber oder hetzen sie mit speziellen, messerscharfen Wurfsteinen durch die Pampa. Zudem spielt auch Feuer wieder eine größere Rolle als in den beiden direkten Vorgängern, mit brennender Keule oder entsprechenden Pfeilen gehen Fell und Flora in gewaltigen Flammen auf

    Wir bauen uns eine Steinzeit

          

    Durch gesammelte Erfahrungspunkte schalten wir im umfangreichen Upgrade-Menü nach und nach praktische Fähigkeiten frei. Durch gesammelte Erfahrungspunkte schalten wir im umfangreichen Upgrade-Menü nach und nach praktische Fähigkeiten frei. Quelle: PC Games Die Jagd auf die animalischen Urzeitbewohner vollführen wir natürlich nicht aus Jux und Tollerei, sondern im Rahmen des deutlich ausgebauten Crafting-Systems. Unzählige von Tieren, Pflanzen und anderen Quellen abgestaubte Ressourcen lassen uns einerseits wie üblich Munitionstaschen vergrößern oder versorgen uns mit neuen Waffengattungen und erlauben es uns andererseits, jederzeit auf Knopfdruck neue Pfeile für den Bogen, Keulen und Co. anzufertigen. Anders als bisher verfügen alle Todbringer nämlich über ein durch häufigen Gebrauch herbeigeführtes Ablaufdatum. Das Crafting ergibt somit das erste Mal in der Serien-Geschichte nicht nur Sinn, es hat auch dann noch einen Nutzen, die Welt nach Vorräten abzugrasen, wenn man eigentlich schon alles gebaut hat, was das Crafting-Menü so hergibt. Übrigens bringen wir unsere steinzeitlichen Waffen natürlich auch gegen die menschlichen Widersacher zum Einsatz. Ohne MGs voller Munition setzen wir hier viel stärker als bisher auf den Nahkampf und können beim Keulenschwingen zwischen schwachen und schnellen oder langsamen und starken Attacken wählen. Am nächsten kommen noch der Einsatz von Pfeil und Bogen sowie des Wurfspeers den Gefechten der Vorgänger. Keine Frage, das System funktioniert - ob man es besser oder schlechter als die recht klassischen Schussgefechte der Vorgänger findet, ist Geschmackssache. Anders, als wir das bei unserem Anspielmöglichkeiten vor dem Release empfanden, machen einem übrigens doch nicht weniger Feinde auf einmal als bisher das Leben schwer machen. Noch immer sind die teils riesigen Gegnerwellen ab und an doch etwas zu viel des Guten, gerade in einer eigentlich spärlich mit Menschen bevölkerten Epoche wie der Steinzeit.
    Grafisch kann sich Far Cry: Primal wirklich sehen lassen. Vor allem die realistische Gestaltung der Figuren ist wieder einmal ein echtes Highlight. Grafisch kann sich Far Cry: Primal wirklich sehen lassen. Vor allem die realistische Gestaltung der Figuren ist wieder einmal ein echtes Highlight. Quelle: PC Games

    Viel zu tun in Oros

          

    Auf Knopfdruck rufen wir unseren gefiederten Helfer herbei und sorgen dann bei unseren Feinden aus luftigen Höhen für Furcht und Schrecken. Auf Knopfdruck rufen wir unseren gefiederten Helfer herbei und sorgen dann bei unseren Feinden aus luftigen Höhen für Furcht und Schrecken. Quelle: PC Games Doch wir dürfen ja nicht nur kämpfen, sondern auch erkunden - und erneut ist die Welt geradezu gespickt mit Sammelgegenständen wie mysteriösen Handabdrücken, versteckten Arealen, Vorrätebeuteln, speziellen Tieren und mehr. Das mag für manche Spieler wenig reizvoll sein, dürfte Komplettisten aber wieder einmal für etliche Wochen beschäftigen. Auch Nebenmissionen sind im Übermaß vorhanden und lassen uns etwa Jagd auf vorgegebene Tiere machen, Mitglieder unseres Clans eskortieren oder Gebiete gegen angreifende Feinde verteidigen. Ebenfalls wieder mit an Bord: Die drogeninduzierten Spezialmissionen aus dem direkten Vorgänger, in denen wir etwa in die Haut eines Mammuts schlüpfen, als Eule durch die Lüfte sausen oder als übermächtiger Krieger gegen geisterhafte Gestalten antreten. Als Belohnung für diese sowie viele weitere Aktionen erhalten wir einerseits Gegenstandsbelohnungen, andererseits Erfahrungspunkte, mit denen wir in simpel aufgebauten, aber deutlich umfangreicheren Skill Trees als in den Vorgängern unsere Werte verbessern und besondere Fähigkeiten erlernen. Da erhalten wir etwa mehr Gesundheit, zeigen Sammelobjekte auf der Mini-Map an, verbessern die Wirkung bestimmter Verbrauchsobjekte oder lernen, auf Mammuts und einer Auswahl anderer Fellträger zu reiten. Angesichts der Tatsache, dass wir in der Urzeit freilich nicht mit dem Jeep durch die Gegend düsen können, eine unschätzbar wertvolle Funktion, die sich spielerisch aber nicht vom Elefantenreiten aus Teil 4 unterscheidet.

    Mit dem Mammut auf Du und Du

          

    Far Cry Primal Im Spielverlauf rennen wir einer Handvoll Kreaturen über den Weg, welche wir zähmen können und die uns anschließend im Kampf gegen fiese Feinde beistehen. Quelle: PC Games Überhaupt ist der gute Takkar ein Freund der Tiere und darf diese nicht nur reiten, sondern auch einige ausgewählte Viecher zähmen und bei Bedarf an seine Seite rufen. Die felligen Freunde fallen für uns Feinde an und können uns gerade bei großen Gegnertruppen einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Auch eine treue Eule zählt zu Takars Bekanntenkreis. Wenn wir sie herbeirufen, übernehmen wir anschließend die Kontrolle über das Federvieh und können aus luftigen Höhen Feinde und Tiere markieren und diese nach einem Skill-Tree-Update sogar per Sturzflug ins virtuelle Nirwana befördern. Ein deutlich weniger interessanter Aspekt des Spiels ist der Ausbau unseres Wenja-Dorfes. Hierfür müssen wir lediglich eine Anzahl bestimmter Ressourcen zu den verschiedenen Ausbau-Stationen bringen und sehen dann, wie dort eine Hütte entsteht oder in weiteren Update-Stufen diese hübsch ausgeschmückt wird. Zusätzlich können wir durch absolvierte Nebenmissionen neue Bewohner in unsere kleine Gemeinde locken. Als Belohnung warten daraufhin neue Missionen sowie neue Fertigkeiten auf uns. Das ist ganz nett, aber bei Weitem nicht so spannend, wie es uns die Entwickler im Vorfeld versprachen.
    Anstatt auf Elefanten, nehmen wir diesmal auf Mammuts sowie auf dem Rücken einiger anderer Tiere Platz. Anstatt auf Elefanten, nehmen wir diesmal auf Mammuts sowie auf dem Rücken einiger anderer Tiere Platz. Quelle: PC Games

    Jäger sucht Clan

          

    Aber immerhin, der Dorf-Ausbau steht im direkten Zusammenhang mit der Geschichte des Spiels. In Gestalt des Jägers Takkar finden wir uns nach einem verheerenden Zwischenfall mit einem Säbelzahntiger in der Welt Oros wieder und müssen feststellen, dass unser Clan, die Wenjas, über das ganze Land verteilt und fast ausgerottet ist. Also machen wir uns gemeinsam mit der resoluten Sayla auf, diesen Umstand zu ändern, und sorgen dafür, dass sich nach und nach neue Wenjas im Dorf einfinden - darunter auch spezielle, von denen wir anschließend Hauptmissionen erhalten. Weil Idylle pur aber ein wenig langweilig wäre, gibt es da noch Ull, den Anführer eines rivalisierenden Clans, der uns das Leben schwer macht. Einen Oscar verdient die Handlung nicht, sie wird aber toll präsentiert. Sehr nett ist, dass alle Figuren konsequent eine abgewandelte Form des ursprünglichen Indo-Germanisch brabbeln. Damit wir trotzdem was verstehen, wird natürlich alles untertitelt.

    Neues Gewand, bekanntes Gameplay

          

    Der Dorfschamane versorgt uns regelmäßig mit frischem Blut unserer Feinde und löst damit inszenatorisch beeindruckende Drogentrips aus. Der Dorfschamane versorgt uns regelmäßig mit frischem Blut unserer Feinde und löst damit inszenatorisch beeindruckende Drogentrips aus. Quelle: PC Games Trotz dieser tollen Ideen - einen Innovationspreis gewinnt Far Cry: Primal nicht. Tatsächlich wurden viele Elemente aus den Vorgängern entweder direkt übernommen oder funktionsgleich ins neue Setting integriert. Die Unterschiede beschränken sich auf ein Minimum, etwa das leicht veränderte Kampfsystem, oder sind bloß kosmetischer Natur. Dafür bessert der Titel an relevanten Stellen nach und schafft es zum Beispiel, dass das Crafting erstmal sowohl Sinn als auch Spaß macht. Auch die besser in das Gameplay eingebundene Tierwelt setzt sich positiv von den bisherigen Ablegern der Reihe ab. Somit setzt das Spiel das bekannte Serienprinzip gekonnt fort. Wem das genug ist, der wird viel Spaß haben.

    Far Cry: Primal - Wertung und Fazit


    Far Cry Primal (PS4)

    Spielspaß
    83 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung

    Far Cry Primal (PC)

    Spielspaß
    83 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung

    Far Cry Primal (XBO)

    Spielspaß
    83 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Sehr gelungene Atmosphäre
    Toll umgesetzte Spielwelt
    Crafting macht erstmals Sinn
    Sehr gute Technik
    Sehr gute PC-Anpassung
    Gewohnt gutes Gameplay ...
    ... aber kaum spielerische Innovationen
    Tendenziell unpassende Elemente wie der Kletterhaken
    Nahkampf-lastiges Kampfsystem ist Geschmacksache
    Sammelorgie für manche Spielernaturen zu ausgeprägt
    Relativ viele Fetchquest-Missionen
    Fazit
    Ein guter, aber abseits des Settings auf sehr sicheren Pfaden wandernder Far Cry-Ableger.

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Far Cry Primal
Far Cry: Primal - Gelungenes Open-World-Abenteuer mit toller Atmosphäre, aber wenig neuen Ideen
Far Cry: Primal im Test: Die Steinzeit ruft - und wir folgen ihr! Mit Far Cry: Primal begibt sich die beliebte Open-World-Serie in eine Epoche lange vor unserer Zeit und lässt und als urzeitlicher Jäger gegen Mammuts, Säbelzahntiger und verfeindete Clans antreten. Wie viel Spaß das macht, wie viel Far Cry in Far Cry: Primal steckt und ob das ungewöhnliche Setting gut genutzt wird, lest ihr im Test.
http://www.pcgames.de/Far-Cry-Primal-Spiel-56751/Tests/Steinzeit-Abenteuer-Open-World-tolle-Atmosphaere-1186876/
22.02.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/02/Far-Cry-pc-games_b2teaser_169.jpg
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