Mit Fallout Tactics wagt sich die beliebte Rollenspielserie in strategische Gebiete.
Grafisch dominieren szenariobedingt Grau- und Brauntöne- zwar nicht sonderlich hübsch, aber stimmungsvoll.
Zwar konnte man die Rollenspielserie Fallout auch nahezu gewaltlos lösen, aber mal ehrlich: Am spaßigsten waren doch immer noch die rundenbasierten Schießereien mit Mutanten, Riesenskorpionen und Gesetzlosen. Mit Fallout Tactics kehrt Interplay nun in das post-apokalyptische Amerika der Zukunft zurück. Sie führen eine Gruppe von bis zu sechs Rekruten der Brotherhood of Steel durch eine Kampagne mit 20 Missionen. Mal müssen Sie einen gefangenen Stammesfürsten befreien, mal ein Versorgungsfahrzeug eskortieren, mal einen Aufstand niederschlagen. Von den Rollenspiel-Vorgängern sind neben dem Szenario nur die Charakterwerte geblieben. Ihre Recken verfügen über Eigenschaften wie Ausdauer oder Treffsicherheit, die mit zunehmender Erfahrung besser werden. Leider entwickeln die Soldaten dabei kein Eigenleben wie die Söldner aus dem Genrekollegen Jagged Alliance 2 mit ihren zynischen Kommentaren. Neue Ausrüstung klauen Sie entweder von Gefallenen oder tauschen sie zwischen den Einsätzen im Hauptquartier ein, wo Sie auch neue Mitglieder werben können. Das Waffenarsenal reicht vom primitiven Holzprügel über Sturmgewehre Marke AK-47 bis hin zu ausgewachsenen Laserwummen. In späteren Einsätzen dürfen Ihre Mannen auch mal im Jeep durch die Pampa pflügen oder den zahlreichen Feinden sogar mit einem Panzer heimleuchten.

