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    Fallout: Die komplette Serie - Rückblick auf ein postnukleares Meisterwerk - Finales Update mit allen Teilen

    Kurz vor dem Test zu Fallout 4 blicken wir zurück: Im mehrteiligen Serienspecial ackern wir uns durch die komplette Fallout-Reihe und beleuchten, wie das verrückte Endzeit-Rollenspiel ein ganzes Genre umgekrempelt hat.

    Fallout, das steht für Weltuntergang in Serie: Kein anderes Rollenspiel hat uns bislang in glaubhaftere, spanndere Endzeit-Welten entführt als Interplays Kult-Marke. Eine, die übrigens nicht erst 1997, sondern schon neun Jahre früher ihren Anfang nahm - mit dem grobpixeligen Klassiker Wasteland. Und doch ist Fallout keine reine Erfolgsgeschichte: Nach den exzellenten ersten beiden Teilen geriet die Marke in Schwierigkeiten, es folgten halbgare Ableger, Enttäuschungen, ganze Studioschließungen. Durch all diese Hürden hat sich Fallout tapfer gekämpft - bis die Lizenz schließlich bei Bethesda landete und dort endgültig zu Höchstform auflief: Mit Fallout 3 landete Bethesda einen Volltreffer, der mit Top-Wertungen und Auszeichnungen überhäuft wurde. Kein Wunder, dass Fallout 4 kurz vor seinem Release zu den meisterwarteten Titeln des Jahres zählt!

    In unserem mehrteiligen Serien-Special blicken wir auf die gesamte Reihe zurück, von Fallout 1 bis zu Fallout Shelter. Dazu beleuchten wir auch einige der eingestellten Fallout-Projekte und analysieren, was die Marke überhaupt so kultig gemacht hat.

    Update: Heute folgt der vierte und letzte Teil unseres Fallout-Specials: Wir haben den Artikel um vier eingestellte Projekte erweitert, die nie das Licht der Welt erblickten. Viel Spaß beim Lesen!

    Wasteland

          

    Wasteland von 1988 gilt als der geistige Vater von Fallout. Wasteland von 1988 gilt als der geistige Vater von Fallout. Quelle: GOG In den Anfangszeiten der Videospiele galt ein ungeschriebenes Gesetz: Rollenspiele mussten Fantasy-Settings haben! Wenn da kein Ork, Elf oder Zauberer drin war, rümpften viele Spieler die Nase. Umso wichtiger war die Veröffentlichung von Wasteland im Jahr 1988, das erstmals in eine postapokalyptische Einöde entführt. Was für ein raffiniertes Stück Softwaregeschichte! Trotz Krümelgrafik sorgt die enorme Spieltiefe für offene Münder und bringt dem Entwickler Interplay große Anerkennung ein. Ein geplantes Sequel scheitert allerdings in den folgenden Jahren an Rechtsstreitigkeiten mit Electronic Arts, dem damaligen Markeninhaber. Da­rum werkelt Interplay lieber an einem neuen Spieluniversum, das die geistige Nachfolge zu Wasteland antreten soll. Und 1997 ist es endlich so weit: Mit Fallout: A Post Nuclear Role Playing Game gelingt Interplay nicht weniger als ein Genre-Meilenstein.

    Fallout: A postnuclear roleplaying game

          

    Fallout feierte sein Debüt in 1997. Fallout feierte sein Debüt in 1997. Quelle: Bethesda Der Name ist Programm: Anstatt uns mit Elfen und Orks rumzuschlagen, spielen wir in Fallout eine Heldenfigur, wahlweise männlich oder weiblich, die sich durch eine atomar verseuchte Einöde schlagen muss. Schon das erste Spiel legt damit zahllose Grundsteine, die sich bis heute durch die Reihe ziehen. Etwa der ikonische Vault Boy, eine fröhliche Comicfigur, die in herrlich absurden Zeichnungen zur Erklärung von Spielmechaniken herhalten muss. Oder die Gänsehaut-Einleitung "War. War never changes", im Original gesprochen vom Schauspieler Ron Perl­man (Hellboy), der traditionell als Erzähler der Fallout-Spiele auftritt. Oder die entstellten Mutanten und atomar verseuchten Ghule, die sich überall in der Spielwelt tummeln und die sich trotz ihres schrecklichen Aussehens nicht immer als Gegner, sondern oft auch als angenehme Zeitgenossen entpuppen. Grandios! Fallout steckt voll solcher Einfälle, die lange in Erinnerung bleiben.

    War. War never changes.

    Fallout wurde aus der isometrischen 2D-Ansicht gespielt. Fallout wurde aus der isometrischen 2D-Ansicht gespielt. Quelle: GOG Obwohl die Endzeit-Welt durch Film-Klassiker wie Mad Max inspiriert ist, bleibt sie dank cooler Grundidee unverwechselbar: Fallout schildert eine alternative Realität, in der der Kalte Krieg nie zu einem Ende kam. Stattdessen entsteht eine futuristische Gesellschaft, wie man sie sich einst in den 1950er-Jahren vorgestellt hatte. Altertümliches wie etwa Röhrenfernseher und Autos mit Oldtimer-Anleihen treffen hier auf moderne Technologien wie künstliche Intelligenz und Energiewaffen. Bis zum Jahr 2077 entwickelt sich diese Gesellschaft, bis internationale Spannungen zum Unvermeidlichen führen: Ein Atomkrieg entbrennt und binnen weniger Stunden wird ein Großteil der Erde nuklear verseucht. Wie gut, dass die Firma Vault-Tec darum vorsorglich sogenannte "Vaults" erbauen ließ! Diese riesigen unterirdischen Schutzbunker, 122 Stück an der Zahl, sollten offiziell natürlich den Fortbestand der Menschheit sicherstellen. Tatsächlich hatte Vault-Tec aber andere Ziele, nämlich ausgewählte Teile der Bevölkerung kruden Experimenten zu unterziehen. So wurden die Bewohner in Vault 12 (Fallout) enormer Strahlung ausgesetzt, wodurch sie sich in entstellte Ghule verwandelten. Die Überlebenden von Vault 8 (Fallout 2) ließ man dagegen nach 10 Jahren frei; sie gründeten die Gemeinde Vault City. Und in Vault 112, die wir in Fallout 3 erkunden, wurden die Bewohner in eine virtuelle Simulation namens Tranquility Lane verfrachtet, in der sie ihr Leben in einer bizarren Kleinstadt aus den 50er-Jahren zubringen. Verrückter Kram!

    Weltenretter hat's eilig!

    Auf der Karte steuern wir neue Ziele an. Auf der Karte steuern wir neue Ziele an. Quelle: GOG In 2161, also gute 84 Jahre nach der nuklearen Katastrophe, setzt die Handlung des ersten Fallout ein. Wir übernehmen die Kontrolle über einen der Bewohner von Vault 13, der loszieht, um im zerstörten Kalifornien ein dringend benötigtes Ersatzteil für einen Wasseraufbereiter zu beschaffen. Die Story wächst natürlich schnell über die simple Grundidee hinaus und entführt in die entlegensten Winkel des postnuklearen Ödlandes. Das Besondere daran: Der Spieler hat nur ein paar hundert Spieltage Zeit, um das Ersatzteil zu finden und anschließend einen Mutantenangriff abzuwenden. Wer zu lange braucht, verliert! Weil das bei manchen Spielern zu Frust führt, hebt Interplay das Zeitlimit später mit einem Patch an. Trotzdem lassen sich auch in dieser Version unterschiedliche Endsequenzen erreichen - je nachdem, welche Entscheidungen man trifft und wie der Charakter geskillt ist. Hat man etwa einen hohen Charisma- und Sprach-Level und ein passendes Item im Gepäck, kann man sogar den "Endboss" zur Aufgabe überreden! Hinzu kommt ein Karma-System, das unsere Handlungen bewertet und bestimmt, welche NPCs uns freundlich oder feindlich gegenüberstehen.

    Irrer Humor: Lieber blöde statt öde

    Schräge Charaktere wie die Supermutanten waren schon immer ein Markenzeichen der Fallout-Reihe. Schräge Charaktere wie die Supermutanten waren schon immer ein Markenzeichen der Fallout-Reihe. Quelle: GOG Die Designer verstanden es ausgezeichnet, die großen spielerischen Freiheiten mit pechschwarzem Humor zu verbinden - ein echtes Markenzeichen der Fallout-Reihe! So können wir uns beispielsweise gleich zu Spielbeginn einen hundsdämlichen Charakter mit Intelligenz-Stufe 1 erstellen, dem niedrigstmöglichen Wert. Als Folge bringt unser Einfaltspinsel selbst in wichtigen Dialogen der Hauptquest­reihe kaum mehr als ein mühsames "Nungh" oder "Huh" über die Lippen, was zu oft witzigen Reaktionen der Gesprächspartner führt. Trotzdem lässt sich Fallout auf diese Weise durchspielen - man ist eben nie zu doof für ein motivierendes Endzeit-Abenteuer!

    Das komplexe Charaktersystem mitsamt SPECIAL-Attributen gab's schon in Fallout 1. Das komplexe Charaktersystem mitsamt SPECIAL-Attributen gab's schon in Fallout 1. Quelle: GOG Die Freiheit, seinen Charakter auch völlig dusselig aufzubauen, wurde erst durch das extra für Fallout ersonnene SPECIAL-System möglich. Jeder Buchstabe steht dabei für eines von sieben Attributen wie Stärke, Ausdauer oder Charisma. Hinzu kommen zahlreiche Perks und Traits, passive Eigenschaften, die uns nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile bringen. Alle Fähigkeiten und Statistiken studieren wir bequem per Pip-Boy, einem tragbaren Computer, der Jahre später mit Fallout 3 zum Kultelement der Reihe werden sollte.

    Gameplay: taktisch, clever, blutig

    Anders als die moderneren Serienableger setzt das erste Fallout noch auf 2D-Technik mit hübsch vorgerenderten Umgebungen aus einer isometrischen Perspektive, ähnlich wie seinerzeit Diablo oder Baldur's Gate. Im Gegensatz zu Blizzards Beutehatz ist Fallout aber ein klassisch-gemächliches Taktik-Rollenspiel, das ohne Echtzeit-Hektik auskommt. Über ein Kontextmenü lassen sich außerdem zahllose Objekte in der Umgebung detailliert untersuchen, ähnlich wie in einem Adventure. Das sorgt einerseits für Spieltiefe, steuert sich andererseits aber auch so umständlich, dass Fallout aus heutiger Sicht veralteter rüberkommt, als es eigentlich sein müsste. Abgesehen vom klobigen Interface ist das Gameplay nämlich immer noch erstaunlich solide und spaßig! Für größere Ansicht Bild anklicken! Einige der spielerischen Besonderheiten von Fallout im Detail. Für größere Ansicht Bild anklicken! Einige der spielerischen Besonderheiten von Fallout im Detail. Quelle: PC Games So laufen die Kämpfe nach einem Rundenprinzip ab, in dem Aktionspunkte bestimmen, welche Manöver wir in unserer Phase ausführen dürfen. Ein Fausthieb kostet beispielsweise mehr Punkte als ein gezielter Speerwurf - so müssen wir Runde für Runde planen und taktieren. Auch Begleiter können wir anheuern, etwa den treuen Köter Dogmeat, der uns in Gefechten zur Seite steht. Ein cooles Detail des Kampfsystems ist außerdem die Möglichkeit, Körperteile der Gegner gezielt anzuvisieren. Zusammen mit den vielfältigen Nah- und Fernkampfwaffen, den Skills und Perks sowie der vielen Ausrüstung, die man erbeuten kann, bietet Fall­out ordentlich Tiefgang. Und Blut! Aus heutiger Sicht mag Fallout recht harmlos wirken, vor 18 Jahren galt es aber als ausgesprochen düster und brutal! Die deftigen Splatter-Effekte in den Kämpfen lassen sich sogar auf die Spitze treiben, indem man den (spielerisch nutzlosen!) Perk "Bloody Mess" lernt - der sorgt dafür, dass Gegner besonders grausam abtreten.

    • Es gibt 5 Kommentare zum Artikel

      • Von matrixfehler Erfahrener Benutzer
        Ich lese dieses Spezial zwar gerne, aber ein wenig nervig ist das Copy&Paste zwischen Heft und Seite dann aber doch...
      • Von M4xw0lf Neuer Benutzer
        Zitat
        Die Spielwelt rund um die Mojave-Wüste ist allerdings nicht so glaubhaft und stimmungsvoll wie im Vorgänger, da kann Obisidian leider nicht an Bethesda anknüpfen.
        Komme extra von PCGH rüber, um diesen Stuss zu kommentieren. Wer die Welt von Fallout 3 für glaubhafter…
      • Von CorhaL Benutzer
        Hach ja, ich erinnere mich sogar noch an die PCGames-Ausgabe für Fallout 1. Irgendwie hatte sich das damals so in mein Gedächtnis eingebrannt, dass ich dann beim Spielen sofort wusste,
        dass ich in The Glow ein Seil an den Balken am Krater hängen musste :-D. Fallout 1 und 2 werden für mich wohl…
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Fallout: A Post Nuclear Role Playing Game
Fallout: Die komplette Serie - Rückblick auf ein postnukleares Meisterwerk - Finales Update mit allen Teilen
Kurz vor dem Test zu Fallout 4 blicken wir zurück: Im mehrteiligen Serienspecial ackern wir uns durch die komplette Fallout-Reihe und beleuchten, wie das verrückte Endzeit-Rollenspiel ein ganzes Genre umgekrempelt hat.
http://www.pcgames.de/Fallout-A-Post-Nuclear-Role-Playing-Game-Spiel-23095/Specials/Die-komplette-Serie-Rueckblick-auf-ein-postnukleares-Meisterwerk-1176257/
04.11.2015
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