Fallout 3: Der PC-Games-Test zum Rollenspiel der Oblivion-Macher
Das Gegnerdesign ist zum Fürchten gut, bietet aber nur wenig Abwechslung – diesen verstrahlten Ghulen begegnet man beispielsweise in vielen der Dungeons.
Die toll designten Waffen luchst man besiegten Gegnern ab, erbeutet sie während seiner Streifzüge, kauft sie bei Händlern oder tüftelt sie an einer Werkbank zusammen. Die Auswahl ist groß und befriedigend, lässt höchstens ein Upgrade- System vermissen, mit dem man sich die Knarren selbst anpassen darf. Ansonsten steht dem Ballerspaß nichts im Wege: Munition und Heilungspakete gibt es reichlich, ebenso Helme und Rüstungen. Das Inventar ist nur durch das Gewicht von Gegenständen limitiert - stärkere Helden können auch mehr schleppen. Solche Elemente sind es, die einen immer wieder daran erinnern, dass Fallout 3 eben kein Shooter wie etwa S.T.A.L.K.E.R., sondern ein Rollenspiel mit Tiefgang ist.
Das Charaktersystem unterhält bestens: Basiswerte wie
Schon früh im Spiel erhält der
Spieler sein eigenes Häuschen. Dort darf er schlafen, Items lagern oder seine Frisur
ändern. Obendrein kann er sich nützliche Ausstattung wie eine Werkbank hinzukaufen.
Stärke, Wahrnehmung und Intelligenz wirken sich auf eine ganze Bandbreite verlockender Talente aus, etwa "Medizin", "Feilschen" oder "Nahkampfwaffen". Sie steigert man nach jedem Levelaufstieg, was wirklich Spaß macht, denn das Verteilen der Punkte wirkt sich oftmals direkt aus. Beispielsweise das Talent "Reparieren": Dank ihm darf man Waffen und Rüstungen des gleichen Typs kombinieren, was ihre Statuswerte und ihren Verkaufspreis steigert. So wird man immerzu stärker, reicher, besser.
Das Schönste am Levelanstieg ist aber das kostbare "Extra", das man sich dann aussuchen darf: Man lernt so beispielsweise, von den Toten zu essen, oder entwickelt die Fähigkeit, Lebenspunkte im Sonnenlicht zu regenerieren. Das alles zusammen ergibt ein herrlich suchterzeugendes System, das aber auch ein Ende in Form der Levelgrenze kennt. Die liegt bei Stufe 20 und ist nach etwa 30 bis 40 Spielstunden erreicht. Natürlich ist das massig Spielzeit, doch bedenkt man, wie viele Orte, Charaktere und Dungeons Fallout 3 tatsächlich bietet, könnte man sie niemals alle erforschen, ohne schon lange vorher auf dem Höchstlevel anzukommen. Und das ist schade, denn hat man die Hauptquest einmal beendet und die Levelgrenze erreicht, fällt es schwer, sich doch noch mal in die Weiten des Ödlands zurückzubegeben - der Kick des nächsten Levelaufstiegs fehlt. Hinzu kommt der Umstand, dass Gegner nicht mit dem Spieler mitleveln, ein wichtiger Unterschied zu Oblivion. Der Effekt: Schon früh ist man derart mächtig, dass das Spiel etwas zu einfach wird.
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Habe die "Trage 50.000 Pfund" Mod installiert, aber…
Kann mir das jemand erklären?