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Facebook Chronik: Datenschützer sind beunruhigt wegen Timeline-Pflicht

29.01.2012 20:41 Uhr
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Facebook beginnt, die neue Timeline-Ansicht des Profils für alle Nutzer zur Pflicht zu machen. Bisher war die Zeitleistenansicht des Facebook-Profils freiwillig. Nun sollen alle Konten entsprechend umgestellt werden. In einer Übergangszeit von sieben Tagen hat man die Möglichkeit, die Timeline zu bearbeiten und anschließend zu veröffentlichen.

Facebook Timeline: Das neue Profil wird in den nächsten Wochen zur Pflicht für alle Facebook-Nutzer. Facebook Timeline: Das neue Profil wird in den nächsten Wochen zur Pflicht für alle Facebook-Nutzer. Die Facebook-Chronik wird zur Pflicht. Die Timeline-Ansicht ersetzt das alte Profil und stellt die Aktivitäten des Nutzers auf Facebook chronologisch dar. Es gibt die Möglichkeit, Daten und Fotos bis zur Geburt nachzutragen. Damit entsteht eine Art virtueller Lebenslauf der entsprechenden Person. Man kann etwa auch einsehen, wann sich der Nutzer mit anderen Facebook-Usern befreundet hat.

Die neue Facebook-Chronik erlaubt auch das Anlegen eines Titelbilds. Anschließend kann man sie etwa nach Aktivitäten oder Bildern filtern. Beiträge und Stationen aus dem Lebenslauf werden anschließend chronologisch angezeigt. Ereignisse aus der Vergangenheit wie etwa der Schulbesuch oder die Geburt lassen sich nachtragen und auch mit Fotos ausschmücken. Nutzer werden also dazu angehalten, die Timeline entsprechend zu pflegen.

Bereits jetzt kann man das Profil aktivieren. Dann hat man 7 Tage lang Zeit, es zu bearbeiten, bevor es automatisch veröffentlicht wird. Auch nachträglich kann man alte Einträge aus der Chronik löschen. In den nächsten Wochen sollen alle Profile entsprechend umgestellt werden. Nach der Schonungsfrist kann man das Profil nicht mehr auf die alte Ansicht zurückstellen.

Datenschützer sehen das Vorhaben von Facebook kritisch. So würde der Konzern Mitglieder noch stärker in die Pflicht stellen, das eigene Profil und alte Einträge aktiv zu kontrollieren, wie etwa der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar bereits im Dezember 2011 bemängelte. Auch andere Datenschützer sind dem Vorhaben kritisch eingestellt.

Simon Fistrich
Leitender Online-Redakteur
29.01.2012 20:41 Uhr

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