FIFA Football 2004 (PC)

Release:
07.11.2003
Genre:
Sportspiel
Publisher:
Electronic Arts

Freistöße wie im Fernsehen

07.11.2003 14:54 Uhr
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Neu
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FIFA 2004 Die Originalstadien – hier das Highbury von Arsenal London – wurden detailliert nachgebil-det und sehen beeindruckend aus. Die Originalstadien – hier das Highbury von Arsenal London – wurden detailliert nachgebil-det und sehen beeindruckend aus. [Quelle: Siehe Bildergalerie] ist anders - und zwar nicht nur in der Beschreibung auf der Packungsrückseite. Denn EA Sports hat seine Vorzeige-Fußballer rechtzeitig zum harten Zweikampf mit Konamis Pro Evolution Soccer 3 völlig umgekrempelt: weg vom actionreichen, aber unnatürlich offenen Schlagabtausch hin zu einem authentischeren Fußballgefühl.

Doppelpass mit grauen Zellen

Einen wesentlichen Beitrag zum glaubhafteren Spielablauf leistet die verbesserte KI. Die computergesteuerten Defensivkräfte lassen jetzt nur noch selten riesige Lücken frei und stören den gegnerischen Spielaufbau wesentlich gezielter, daher wirkt das Spiel über weite Strecken etwas langsamer als gewohnt. Es reicht also nicht mehr, ein paar schnelle Pässe zu spielen, um durch die gesamte gegnerische Mannschaft zu marschieren, stattdessen müssen Sie jede Spielsituation neu einschätzen und ein Gefühl für den richtigen Moment zum Angriff entwickeln. Sehr hilfreich ist dabei das so genannte "Off the Ball"-System: Auf Tastendruck wird eine von drei möglichen Anspielstationen ausgewählt; wenn Sie noch mal auf dieselbe Taste tippen, schalten Sie zum zweiten und dann zum dritten freien Spieler. Das Besondere: Den gerade markierten Akteur kontrollieren Sie mit dem rechten Stick, während Sie gleichzeitig mit dem linken Ihren eigentlichen Spieler führen. Das ist zwar längst kein Wundermittel, aber so fällt es recht leicht, lange Pässe präzise zu spielen und spektakuläre Spielzüge zu koordinieren. Dasselbe gilt für das Taktiksystem: Für jeden Verein gibt es eine Vielzahl individueller Spielzüge und Strategien, zwischen denen Sie sogar während des Spiels durch einfache Tastenkombinationen wechseln können. Die Torhüter haben seit letztem Jahr ebenfalls zugelegt: Vor allem bei hohen Bällen können Sie sich nun eher auf Ihren Schlussmann verlassen. Grobe Patzer kommen zwar noch vor, sind aber extrem selten.

Freistöße wie im Fernsehen

Hitzköpfe wie der Liverpooler Diouf reagieren nach Fouls gelegentlich aufbrausend. Hitzköpfe wie der Liverpooler Diouf reagieren nach Fouls gelegentlich aufbrausend. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Auch die Standards wurden in FIFA 2004 generalüberholt. Bei direkten Freistößen bestimmen Sie die angepeilte Richtung über ein Fadenkreuz, danach schneiden Sie den Ball mithilfe des rechten Ministicks an und dosieren durch zweimaligen Druck auf die Schusstaste Kraft und Höhe. Ecken und indirekte Freistöße laufen anders ab: Hier wählen Sie zunächst eine der vorher im Training geübten Varianten, beispielsweise "Hereingedreht zum kurzen Pfosten" oder "Hoch in die Mitte", danach wechselt die Perspektive: Sie steuern nicht mehr den Schützen, sondern einen der möglichen Empfänger. Während der Sekunden vor der Hereingabe bringen Sie Ihren Angreifer vorteilhaft in Position oder schieben durch Betätigung des rechten Analogsticks Abwehrspieler aus dem Weg - das ist spannend und realistischer als das bisherige Pazifistentreffen im Strafraum. Das Rempeln funktioniert übrigens auch in normalen Zweikämpfen, Sie brauchen also nicht immer ein Tackling oder eine Grätsche auszuführen, um den Gegner vom Ball zu trennen. Die authentisch hitzige Fußballatmosphäre wird zudem durch häufig eingespielte Streitszenen verstärkt: Nach einem harten Tackling beschwert sich der Gefoulte lautstark, Teamkollegen eilen hinzu und der Schiedsrichter hat alle Mühe, die Gemüter zu kühlen. Ob ein Spieler eher heißblütig oder abgeklärt ist, wurde bei den Spielerdaten berücksichtigt. So steht beispielsweise der FIFA-Bobic seinem aufbrausenden realen Vorbild in nichts nach, während ruhige Charaktere wie Christoph Metzelder eher selten ausrasten.

Steile Karriereleiter

Im Taktikmenü können Sie Ihre Verteidiger Abseitsfalle spielen lassen – mit sichtlichem Erfolg. Im Taktikmenü können Sie Ihre Verteidiger Abseitsfalle spielen lassen – mit sichtlichem Erfolg. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Neben den bekannten Modi Turnier und Freundschaftsspiel steht nur noch der neue Karriere-Modus zur Verfügung, einzelne Liga-Saisons gibt es nicht mehr. Ihre Karriere beginnen Sie als unbekannter Spielertrainer bei einem Verein Ihrer Wahl. Ihre Aufgabe ist es, die anfänglich 1.000 Prestige-Punkte möglichst schnell zu vermehren, indem Sie die Saisonziele des Clubs erfüllen. Dabei gilt: Je besser die Mannschaft, desto schwieriger die Vorgaben. Wählen Sie zum Beispiel Bayern München, müssen Sie Meister werden, um einen Bonus zu erhalten, während mit dem VfB Lübeck schon einige Siege reichen. Prestige benötigen Sie für die meisten Trainer- oder Managertätigkeiten: Wollen Sie beispielsweise die Schusstechnik eines Spielers per Einzeltraining verbessern, kostet Sie das 250 Prestige-Punkte pro Einheit, sogar das Abgeben eines Gebots auf dem Transfermarkt schlägt mit einigen Punkten zu Buche. Mit gesteigertem Ansehen verbessert sich auch Ihre Position gegenüber der Mannschaft: Je höher der Prestige-Wert, desto motivierter und leistungsfähiger agieren Ihre Spieler.

   
Bildergalerie: FIFA Football 2004
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FIFA Football 2004 (PC)
Spielspaß-Wertung

89 %
Leserwertung
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Justin Stolzenberg
Das überlegene Drumherum macht FIFA zum knappen Sieger gegen Pro Evolution Soccer 3.
FIFA 2004 ist der wohl langweiligste Teil der Serie – allerdings nur, wenn Sie lediglich beim Spielen zuschauen. Statt von Torraumszenen im Zehn-Sekunden-Takt ist das Spielgeschehen jetzt nämlich von vorsichtigem, aber realistischem Mittelfeldspiel geprägt. Als Spieler macht mir das allerdings ungemein viel Spaß, auch wenn FIFA nicht ganz so anspruchsvoll wie der direkte Konkurrent Pro Evolution Soccer 3 ist. Zwar sorgen die stark verbesserte Ballphysik und KI für ein realistischeres Spielgefühl als im Vorgänger, allerdings werden Profis aufgrund zu vieler Spielhilfen („Off the Ball“, Fadenkreuz beim Freistoß) auf Dauer unterfordert. Diese kleine Schwäche gleicht FIFA aber durch das im Vergleich zu PES bessere Gesamtpaket aus: Die Spielermodelle sehen dank Details wie verschmutzter Kleidung lebendiger aus und es sind fast dreimal mehr Mannschaften enthalten – noch dazu mit Originalnamen, -wappen, -trikots und -spielern. Und nicht zuletzt dürfen Sie Mehrspieler-Partien auch im Internet oder LAN austragen – für mich persönlich der größte Vorzug von FIFA 2004.
   
Erfahrener Benutzer
Moderation
07.11.2003 14:54 Uhr
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Dein Kommentar
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
05.09.2011 17:26 Uhr
FIFA 2004 war das FIFA :

- mit der mit Abstand besten Hintergrund-Musik im Hauptmenü (Jerk it out z.B.):D

- mit den besten Torhütern (auf Weltklasse fast unmöglich ein Tor zu erzielen) : )

- mit den beknacktesten Standards (hallo, Fadenkreuz beim Freistoß?! ):S - mit teils lustigen ,meist aber eher…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
30.05.2009 14:42 Uhr
allgemein finde ich ist fifa 2004 ein gutes fußballspiel.
heutzutage halt ein bisschen retro 
insgesamt hat es aber doch sehr viele bugs,die man im test meiner meinugn nach zu wenig berücksichtigt.
das pokalspiele als ligaspiele angezeigt werden ist hierbei nur einer von sehr vielen bugs.
insgesamt würde ich dem spiel eine bewertung von 70 prozent geben.
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
11.11.2003 13:31 Uhr
Fifa 2004 ist mehr was für Anfänger, auch wenn es mehr optionen gibt.
Das Spiel ist viel zu langsam. Es können keine Spielgeschwindigkeiten eingestellt werden. Fifa2004 ist mir einfach zu lahmarschig.
Kamera optionen wurden gestrichen, wo ist mein geliebtes panorama?
EA hat die Fans von Fifa2003 mit der…