Die FIFA-Macher luden zum Probetraining
Mit lebensechteren Bewegungsabläufen werden die Grafik-Tugenden gepflegt.
Fußball ist eigentlich ganz simpel: Der Ball ist rund und das nächste Spiel immer das schwerste. Letzteres ist den Spielgestaltern von EA Sports durchaus bewusst, denn die inzwischen zehn Jahre alte FIFA-Serie bedarf jeden Herbst einer neuen Fortsetzung. Diese auf dem PC konkurrenzlose Fußballreihe hat seit letztem Jahr einen neuen Kurs eingeschlagen: Oberste Entwicklungspriorität liegt nicht mehr bei der Präsentation, als Primärtugenden der digitalen Spielkultur gelten jetzt komplexe Steuerung und realistische Simulations-Aspekte. Nach unserem Freundschaftsspiel bei EA Sports in Vancouver zeichnet sich ab, dass FIFA 2004 der bislang anspruchsvollste Serienvertreter werden könnte.
Das Team dirigieren
Nach dem Wechsel in den "Remote Receiver"-Modus müssen Sie den entsprechenden Feuerknopf drücken, um den Ball zu einem bestimmten Kollegen zu bolzen.
Bei einem Fußball-Match steuern Sie jeweils einen von 22 Akteuren. Glaubwürdigkeit und Qualität des Spielablaufs hängen entsprechend stark davon ab, wie intelligent die computergesteuerten Figuren über den Platz wandeln. Diesen wunden Punkt will FIFA 2004 auf zweierlei Weise verbessern. Zum einen haben die Spieler jetzt ein Verständnis dafür, wo die anderen Akteure gerade auf dem Platz stehen. Auf der anderen Seite bietet die überarbeitete Steuerung noch mehr Möglichkeiten, den Mitspielern Anweisungen zu geben. Wie im Vorgänger können Sie einen Kollegen per Knopfdruck zum Sprint nach vorne veranlassen. In der Abwehr lassen sich jetzt Zweikämpfe quasi delegieren. Per Schultertaste fordern Sie den nächsten Mitspieler auf, sich auf den ballführenden Gegner zu stürzen. Sehr nützlich, wenn Ihr eigener Spieler seine Position nicht aufgeben soll, um den Raum nach hinten dicht zu machen.
Zweikampf auch ohne Ball
Vor Ausführung eines Eckballs liefern Sie sich Trikotzupf-, Rempel- und Schubs-Duelle mit Ihrem Gegenspieler.
Im Trainingslager haben die Entwickler außerdem fleißig Standardsituationen geübt. Egal, ob direkt oder indirekt, Freistösse fallen durch die Wahl zwischen verschiedenen Variationen komplexer aus. Bei Eckbällen sind jetzt die Sekunden vor der Hereingabe des Balls von höchster Wichtigkeit. Ganz wie im richtigen Leben versuchen die Herren Angreifer, sich der Zuwendung ihrer Bewacher zu entziehen. Um die hereingetretene Ecke möglichst frei annehmen zu können, fährt man schon mal die Ellbogen aus und stößt sich vom Widersacher ab. Diese semilegalen Rangeleien werden mit dem rechten Control-Stick des Gamepads ausgeführt. Wer noch kein solches hat, sollte schleunigst einkaufen gehen; die Steuerung belegt obendrein acht Feuerknöpfe.
Zuspiel-Fernbedienung
Die KI soll ein besseres Gespür für Formationen und die Position der anderen Spieler auf dem Platz haben.
Außerdem neu: zwei zusätzliche Kopfball-Varianten, eine flachere Flanke, der Versuch, dem Gegner den Ball vom Fuß wegzuspitzeln, und der "Remote Receiver"-Modus für weiträumiges Direktanspiel. Nachdem Sie die entsprechende Taste gedrückt haben, zoomt die Betrachterkamera so weit zurück, bis Ihre vordersten Mitspieler zu sehen sind. Drücken Sie einen von vier Feuerknöpfen, um den entsprechend markierten Kameraden anzuspielen. Aber nicht trödeln: Andere Steuerungsmanöver sind in diesem Modus nicht ausführbar und wer zu lange vor sich hindenkt, bekommt schnell das Leder abgeluchst.


Der Managerteil in FIFA 2004 würde meiner Meinung nach nur in "abgespeckter" Version und auch nur, wenn man aus der 2. Liga aufsteigen kann, Sinn…