Zum Bundesliga-Start: Von FIFA International Soccer bis FIFA 10 - Geschichte einer legendären Serie
FIFA International Soccer war der Start einer bis heute erfolgreichen Serie.
Den Bundesligastart nimmt sich pcgames.de zum Anlass und lässt die FIFA-Serie Revue passieren. Seit 1993 können Fußball-Fans am heimischen PC dem virtuellen FIFA-Fußball frönen, denn in diesem Jahr erschien FIFA International Soccer. Entwickelt von Extended Play Productions, veröffentlicht von Electronic Arts. Und zwar für 3DO, Amiga, DOS, Game Gear, Genesis, Sega CD, Sega Master System und SNES. Es führte die isometrische Perspektive ein, die bald von allen Fußball-Spielen imitiert wurde. Auch die Präsentation mit einführenden Moderatoren ließ den Titel aus der Masse hervorstechen und so den von Sensible Soccer und Kick Off dominierten Markt erzittern. Es war der Start der bis heute erfolgreichsten Fußball-Serie. Und schon hier sei angemerkt, dass Electronic Arts seine Fußball-Titel immer mit der Jahreszahl des folgenden Jahres ausstattete.
FIFA Soccer 95 und das überaus erfolgreiche FIFA Soccer 96
1994 erschien bereits FIFA Soccer 95 - allerdings nur für Segas Genesis. Electronic Arts führte weitere Mannschaften ein und erhöhte so die Zahl auf mehr als 200. Jedes Land bekam außerdem eine eigene Liga. Grafisch allerdings gab es nur kleine Verbesserungen. So wurde die isometrische Ansicht angepasst. Das war's. Dafür spendierte Entwickler Extended Play Productions dem Gameplay einige Neuerungen: Frische Bewegungen, Volley-Schüsse, detaillierte Kopfbälle, ein besseres Passsystem und klügere Torhüter.
Erst mit FIFA Soccer 96 wurden auch PC-Spieler wieder bedient. Das Spiel erschien nämlich für DOS, Game Gear, Genesis, Playstation, Sega 32x, Sega Saturn sowie SNES und läutete den Erfolg der Serie endgültig ein. Es ebnete den Weg für weitere jährliche Auskopplungen der Serie und wird bis heute als eines der erfolgreichsten FIFAs gehandelt. Das wohl revolutionärste Feature war der Live-Kommentar von John Motson. Übrigens: Je mehr Arbeitsspeicher die jeweilige Plattform unterstützte, desto mehr Phrasen schallten aus den Lautsprechern. Ferner beherrschte die Engine mehrere Grafik-Perspektiven, so dass jeder Spieler nach seinem Gusto spielen konnte. Außerdem gab es sogar einen SVGA-Modus für Systeme mit mehr Power als den Minimal-Spezifikationen. FIFA Soccer 96 bot 59 internationale Teams, elf Ligen aus aller Herren Länder, Freundschaftsspiele, Ranglisten und sogar die Weltmeisterschaft. Das Sahnehäubchen: Der Team-Creator mit dem Sie Ihr eigenes Team erstellen konnten. Für das Jahr 1995 war FIFA Soccer 96 also enorm umfangreich. Und es sah gut aus. Wie gut, das verrät die Bildergalerie unterhalb dieses Reports. FIFA Soccer 69 war übrigens das letzte FIFA von Extended Play Productions. Es übernahm EA Canada.
Von FIFA 64 über das legendäre FIFA WM Frankreich 98 bis FIFA 99
Etwas, was Fans in heutigen FIFA-Spielen vermissen: Hallenturniere in FIFA Soccer 97.
In FIFA Soccer 97 änderte sich nicht allzu viel. Allerdings stellte man John Motson einen zweiten Kommentator zur Seite und die Halbzeit wurde durch Kommentare eines dritten Mannes überbrückt. Die Animationen der Spieler überarbeitete man allerdings grundlegend. Sie wurden von David Gingola, einem ehemaligen französischen Fußballspieler, via MotionBlending aufgenommen. Außerdem konnten Sie den Grad der Simulation einstellen. Das bedeutet, Sie entscheiden ob Fouls geahndet werden, ob es Verletzungen gibt und ob die Abseitsregel greift. Erstmals dabei: Hallenfußball mit Mannschaften zu je sechs Spielern und diverse Multiplayer-Optionen.
1997 erschienen gleich zwei Spiele. FIFA Soccer 64 für Nintendo 64 war das erste Mal, dass Electronic Arts die FIFA-Serie auf das N64 portierte. Es bot nicht viel Neues, konnte aber an einem Bildschirm von vier Spielern gesteuert werden. Von höherer Bedeutung war FIFA 98: Road to World Cup, das für Windows, Game Boy, Genesis, Nintendo 64, Playstation, Sega Saturn und SNES erschien. Es war stark mit der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 1998 verknüpft und so könnten Sie ihr Team durch die Qualifikation zur WM schicken. Das Spiel bot 16 Stadien, 189 Clubs und elf Ligen. Ganz neu dabei: Eine verbesserte KI und grafische Spielereien. Erstmals gab es Gesichtsanimationen und verschiedene Haar-Stile. Die WM koppelte Electronic Arts aus und brachte ein eigenes Spiel raus: FIFA WM Frankreich '98. Das gilt bis heute als eines der besten FIFA-Spiele.
Mit FIFA 99 setzte Electronic Arts im November 1998 die berühmte Serie fort und ließ, wie schon bei FIFA 98: Road to World Cup, den Zusatz "Soccer" weg. FIFA hieß ab sofort FIFA und FIFA 99 war das dritte Spiel in etwas mehr als einem Jahr. Ein neuer Rekord für die Serie. FIFA 99 beinhaltete 42 Nationalteams, 250 Clubs und zwölf verschiedene Ligen. Außerdem durften Sie eine echte Saison spielen, wählten die Super-Liga oder erstellten eine eigene Liga respektive einen eigen Cup. Grafisch ließ Entwickler EA Canada die Muskeln spielen und fügte mehr Animationen ein. Außerdem durften Sie die Torhüter selbst steuern.
Auf der nächsten Seite geht es weiter mit FIFA 2000 bis FIFA 10.
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