Pole-Position für Ubi Soft?
Froschperspektive: Dank Streckenvermessung per GPS-Satelliten wurden selbst die Kerbs bis auf einen Zentimeter genau im Computer nachgebaut.
Pünktlich zum Start der Formel-1-Saison 2001 wollen die Entwickler von Ubi Soft das Rennsimulations-Genre in eine neue Ära katapultieren. Der Nachfolger der hervorragenden F1 Racing Simulation heißt schlicht F1 Racing Championship und soll die Konkurrenz steinalt aussehen lassen. Anhand einer frühen Vorabversion unterstrichen die Entwickler jetzt diesen ehrgeizigen Anspruch. Das Spiel basiert aus lizenztechnischen Gründen zwar "nur" auf den Daten der 99er Saison, setzt diese allerdings akkurat und bis ins kleinste Detail um. Neben den korrekt nachgebauten Fahrzeugen sorgen vor allem die gekonnt in Szene gesetzten Grand-Prix-Kurse für Begeisterung. Sechs Monate lang bereiste ein Ubi-Soft-Team sämtliche Strecken der Saison 1999 und vermaß mithilfe eines eigens angeschafften Global Positioning Systems (GPS) minutiös sämtliche Kurven, Kerbs und Unebenheiten. Das Ergebnis dieser Arbeit kann sich sehen lassen: Noch keinem Programm gelang es, die Besonderheiten der einzelnen Kurse derart wirklichkeitsgetreu in die digitale Form zu retten. Die extrem hängenden Kurven im japanischen Suzuka fanden ebenso ihren Weg ins Spiel wie die charakteristischen Bodenwellen von Monte Carlo. Gerade der Stadtkurs im Fürstentum macht deutlich, wie nah die Streckenoptik von F1 Racing Championship an die Realität herankommt. Neben aufwendig texturierten Gebäuden und Luxusyachten im Hafen machen Details wie Maschendrahtzäune oder Videoleinwände den Nobel-Grand Prix zum optischen Glanzstück der virtuellen Saison. Mit mindestens genauso viel Liebe zum Detail wurden die einzelnen Boliden konstruiert. Schon beim Blick aus dem Cockpit überzeugt die Edeloptik der Wagen: So sehen die Reifen erstmals wirklich rund aus und dank aufwendiger Lichteffekte glänzen die Gummis tiefschwarz im Sonnenlicht. Von außen betrachtet setzt sich der positive Eindruck fort: Sowohl, was Lackierung als auch Aufbau betrifft, entsprechen die Fahrzeuge der Teams ihren realen Vorbildern.

