Online-Abo
Login Registrieren
Online-Abo
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Enemy Front im Test: Bemüht und ohne echte Höhepunkte

    Enemy Front im Test: Ein bemühter Shooter, dem echte Höhepunkte fehlen. (5) Quelle: PC Games

    Wehrhafter Reporter auf Europatour sucht Gleichgesinnte für gemeinsame Nazi-Jagd. Wir testen den Weltkriegs-Shooter Enemy Front von City Interactive und sind nicht durchweg begeistert. Es fehlt an Höhepunkten, auch wenn viele davon immerhin angedeutet werden.

    Das neue Spiel der Macher von Sniper: Ghost Warrior 2 ist da und – soviel können wir euch gleich zu Beginn verraten – es ist besser als die dröge Scharf­schützenballerei geworden (Wertung von PC Games: 54). Enemy Front versetzt euch in die Rolle ei­nes amerikanischen Kriegsreporters im Zweiten Weltkrieg, der vom ein­fachen Schreiberling zur Nazi-Ver­nichtungsmaschine avanciert. Wie es dazu kommt, erfahrt ihr in vielen Rückblenden-Missionen, die euch nach Frankreich, Norwegen und Deutschland versetzen. Im Rahmen des Hauptmissionsstrangs erlebt ihr hautnah den verzweifelten Kampf der polnischen Freiheitskämpfer gegen die deutschen Invasoren in Warschau mit. Allzu viel solltet ihr euch von der Story aber nicht erwar­ten: Die Geschichte ist über weite Strecken ebenso blass und uninter­essant wie der Held Robert Hawkins.

    Schnörkelloser Ego-Shooter

    Enemy Front im Test: Ein bemühter Shooter, dem echte Höhepunkte fehlen. (5) Enemy Front im Test: Ein bemühter Shooter, dem echte Höhepunkte fehlen. (5) Quelle: PC Games Aber das ist nicht so schlimm: Wich­tiger als die Story ist bei einem Spiel wie Enemy Front die Action. Das neue Spiel von CI Games ist im Grunde ein schnörkelloser Ego-Shooter, weist in vielen Teilen aber unverkennbare Ähnlichkeiten zum Scharfschützen-Action-Titel Sniper: Ghost Warrior 2 auf, der auch von den polnischen Entwicklern stammt. Die 16 Missi­onen von Enemy Front sind stellen­weise stark geskriptet und bieten in Sachen Missionsgestaltung wenig Überraschendes. Während euch in den optisch langweiligen Warschau- Abschnitten ein eher enges Levelde­sign mit knackigen Straßenkämpfen und Gebäudestürmungen erwartet, sind die Abschnitte in Rückblenden offener gehalten und laden den Spie­ler – zumindest in der Theorie – ein, einen eleganteren Weg zu finden. Wie man es aus Ghost Warrior 2 kennt, dürft ihr an einigen Stellen mit einem Fernglas gegnerische Stützpunkte ausspionieren und Feinde auf der Minimap markieren, damit ihre Position und der Grad ihrer Aufmerksamkeit auf der Mini­map sichtbar wird. Entscheidet ihr euch fürs Schleichen, könnt ihr an­hand einer Gefahranzeige ablesen, wie nahe ihr daran seid, entdeckt zu werden.

    Hat euch eine Wache be­merkt, habt ihr noch kurz Zeit wie­der in Deckung zu gehen. Es dauert eine Weile, bis man einschätzen kann, wann man möglicherweise gesehen wird und wann nicht. Wer es schleichend schafft, sich einem Gegner ungesehen zu nähern, darf ihn per brutaler Nahkampfatta­cke (V-Taste) aus dem Verkehr zie­hen. Das funktioniert in der Regel, wenn ihr Gegner mit einem Stein­wurf (T-Taste) ablenken und in eine bestimmte Richtung locken könnt. Schwieriger wird es dann schon, wenn Feinde in Zweierpatrouillen un­terwegs sind oder wenn es in Leveln nur so vor Feinden wimmelt. Werdet ihr entdeckt oder bei einem Feuer­gefecht von einem Gegner im Nah­kampf überrascht, könnt ihr euch mittels V-Taste zur Wehr setzen, vo­rausgesetzt, ihr seid schnell genug.

    Enemy Front im Video-Test

    07:37
    Enemy Front im Testvideo: Knallharter Weltkriegs-Shooter mit Cryengine
    Spielecover zu Enemy Front
    Enemy Front

    Schwache KI

    Eine weitere Option besteht darin, Gegner wie in Ghost Warrior 2 aus sicherer Entfernung mit dem Scharf­schützengewehr der Reihe nach auszuschalten. Die Sache hat nur einen Haken: Sobald ihr den ersten Schuss abfeuert, regiert das Chaos und die Taktik geht komplett über Bord. Besonders ärgerlich: Sämtli­che alarmierten Gegner auf diesem Kartenabschnitt wissen sofort haar­genau, wo ihr euch gerade versteckt haltet und nehmen euch aufs Korn. So arten manche potenziell span­nenderen Levels in eine seichte Bal­lerorgie aus. Seicht, weil die Gegner- KI sich in der Regel selten dämlich anstellt und so ganze Feindgruppen zu Kanonenfutter verkommen. Die meiste Zeit über fragt man sich: Wa­rum sollte ich mir den Stress antun, mit Bedacht vorzugehen, wenn die Rambo-Methode eigentlich immer schneller und besser funktioniert? Zumal das Schleichen nicht in jedem dafür gedachten Abschnitt gleich gut funktioniert und auch Spaß macht.

    Die Illusion der Freiheit

    Und so ballern wir uns ohne große Motivation von einem Abschnitt zum nächsten. Auch wenn gerade die Rückblenden-Levels den Eindruck von großen, frei erkundbaren Are­alen vermitteln, so ist dies nur eine Illusion. Die Levels von Enemy Front bestehen in der Regel aus mehreren, mitunter etwas umfangreicheren Einzelabschnitten, die ihr der Reihe nach absolviert. In jedem Bereich müsst ihr eine festgelegte Anzahl von Haupt- und Nebenaufträgen erledi­gen, wobei sich letztere nur selten auf den Spielablauf auswirken oder euch Boni bescheren. Die Aufgaben sind auch nicht unbedingt abwechs­lungsreich (sabotiere dies, zerstöre das) und gipfeln oft in "Erledige alle Gegner in diesem Gebiet!".

    Enemy Front: Grafikvergleich PC vs. PS3

    01:52
    Enemy Front - Grafikvergleich PC vs PS3
    Spielecover zu Enemy Front
    Enemy Front

    Wie bei vielen Shootern üblich, könnt ihr die Waffen von erledigten Gegnern aufnehmen, gleichzeitig dürft ihr aber nur drei (Pistole und zwei "schwere Waffen") Knarren tragen. Dazu kom­men Granaten, Molotow-Cocktails und Sprengsätze, wobei letztere nur an bestimmten Stellen eingesetzt werden dürfen. Über Munition müsst ihr euch grundsätzlich keine Gedan­ken machen, denn buchstäblich alle 50 Meter könnt ihr an einer entspre­chenden Kiste euren Vorrat auffüllen. Medikits gibt es in Enemy Front nicht. Wer getroffen wurde, zieht sich hinter eine Deckung zurück und wartet, bis der rote Schleier auf dem Bildschirm langsam schwindet. Die Speicher­punkte in den Levels sind in der Regel fair gesetzt.

    Die Grafik von Enemy Front ha­ben die Jungs von CI Games dank Cryengine ganz ordentlich hinbe­kommen, wenngleich ihr keinesfalls die optische Pracht eines Crysis 3 erwarten solltet. Am besten sehen dabei noch die Außenlevels in den Rückblenden aus. Nahkampfattacken und Stealth Kills sind überaus brutal inszeniert. Die Straßenkämpfe in Warschau sind spielerisch wenig anspruchsvoll und optisch auch kein Leckerbissen. Spielerisch anspruchslos, aber ordentlich in Szene gesetzt: Wenn ihr Türen aufbrecht, dürft ihr Gegner in Zeitlupe erledigen.

    Enemy Front (PC)

    Spielspaß
    63 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung

    Enemy Front (X360)

    Spielspaß
    52 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung

    Enemy Front (PS3)

    Spielspaß
    52 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Abwechslungsreiche Kampagne mit vier Schauplätzen
    Spielerische Freiheit in offenen Levels: schleichen, snipern oder ballern
    Schnörkellose Ballersequenzen
    Schwache Gegner-KI mit hellseherischen Fähigkeiten
    Durch fast unbegrenzten Munitionsvorrat stellenweise zu leicht
    Uninspiriert präsentierte Story
    Sich wiederholendes Missionsdesign

  • Enemy Front
    Enemy Front
    Publisher
    City Interactive sp. z o.o. (PL)
    Developer
    City Interactive sp. z o.o. (PL)
    Release
    13.06.2014
    Es gibt 22 Kommentare zum Artikel
    Von DarkKnight1993
    Dem kann ich nur zustimmen. Wolfenstein war ein richtiger Knaller nach langer Ebbe, da können sich andere mal ein…
    Von Bonkic
    ich mag bioshock auch.nur der shooter-part ist imho ziemlich durchschnittlich. dafür hat es andere qualitäten. …
    Von sauerlandboy79
    Seit "Far Cry 3" hat es für mich persönlichen keinen FPS mehr gegeben den ich als richtig gut bewerten würde. So ein…

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
    • Es gibt 22 Kommentare zum Artikel

      • Von DarkKnight1993 Erfahrener Benutzer
        Dem kann ich nur zustimmen. Wolfenstein war ein richtiger Knaller nach langer Ebbe, da können sich andere mal ein Beispiel dran nehmen. Es geht eben doch ohne fetten MP! Vom gleichen Entwickler kommt ja nächstes Jahr DOOM, ich erwarte nicht weniger als den nächsten Knaller aus dem Hause id.

        Edit: Hätte schwören können dass id das neue Woflenstein programmierte, stimmt ja gar nicht 
      • Von Bonkic Erfahrener Benutzer
        ich mag bioshock auch.
        nur der shooter-part ist imho ziemlich durchschnittlich. dafür hat es andere qualitäten. ;)

        wolfenstein: tno und tob hast du gespielt? das sind eigentlich richtige genre-highlights!
      • Von sauerlandboy79 Erfahrener Benutzer
        Seit "Far Cry 3" hat es für mich persönlichen keinen FPS mehr gegeben den ich als richtig gut bewerten würde. So ein richtiger Genre-Hit wäre echt wieder fällig.
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1125086
Enemy Front
Test: Bemüht und ohne echte Höhepunkte
Wehrhafter Reporter auf Europatour sucht Gleichgesinnte für gemeinsame Nazi-Jagd. Wir testen den Weltkriegs-Shooter Enemy Front von City Interactive und sind nicht durchweg begeistert. Es fehlt an Höhepunkten, auch wenn viele davon immerhin angedeutet werden.
http://www.pcgames.de/Enemy-Front-Spiel-22627/Tests/Enemy-Front-im-Test-1125086/
13.06.2014
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2014/06/Enemy_Front__5_-pc-games_b2teaser_169.jpg
enemy front,city interactive,ego-shooter
tests