pcgames.de - Wissen, was gespielt wird!

Electronic Arts

Der EA-Report - was ist dran am Mythos des bösen Publishers?

20.06.2008 07:56 Uhr
|
Neu
|

Kunst oder Kommerz - was davon trifft auf Electronic Arts zu? Wir hinterfragen sechs gängige Vorurteile über EA.

Für viele Spieler 'die Bösen': Electronic Arts. Für viele Spieler "die Bösen": Electronic Arts. "Meiner Meinung nach sollte PC Games die Berichterstattung für alle EA-Produkte einstellen. Mit ihrem Mainstream-Müll schaden sie dem gesamten Gewerbe." Dieser Foreneintrag von mrdisaster88 unter der Ankündigung von Battleforge spiegelt ein aktuelles Phänomen wider: Egal was Electronic Arts tut - und sei es, eine Mischung aus Strategiespiel und Trading Cards -, der Publisher erntet von weiten Teilen der Spielerschaft herbe Kritik.

Auch als Command & Conquer 3 Tiberium Wars angekündigt wurde, schallten die "Das wird bestimmt wieder so ein EA-Müll"-Rufe durch das Netz. Dabei ist ein Großteil der Pauschalisierungen kaum gerechtfertigt. Wir wollen den gängigen Vorurteilen über Electronic Arts auf den Grund gehen. Was ist berechtigt, was überzogen?

Die EA-History: Ein kurzer Abriss

Geht mit dem eigenen Unternehmen hart ins Gericht: John Riccitiello, CEO von Electronic Arts. Geht mit dem eigenen Unternehmen hart ins Gericht: John Riccitiello, CEO von Electronic Arts. Die Gründung des Branchenriesen liegt übrigens mittlerweile 26 Jahre zurück. 1982 gelang es Trip Hawkins, vormals Marketingdirektor bei Apple, das Kapital für seine Firma aufzutreiben. Ein Erfolgsrezept war die aggressive Verkaufsstrategie. Electronic Arts übernahm gleichzeitig Publishing und Vertrieb (selbst entwickelte Spiele kamen erst 1987 hinzu) und kontaktierte Verkäufer ohne Zwischenhändler, um höhere Margen zu erzielen. Das Konzept funktionierte und sicherte einen Vorsprung vor Wettbewerbern.

Innerhalb der letzten Jahre hat Electronic Arts zahlreiche erfolgreiche Marken aufgebaut und zahlreiche erfolgreiche Studios aufgekauft. Der vergangene Quartalsbericht (Quartal 1/2008) wies für EA einen Verlust von 25 Millionen US-Dollar (ca. 16,2 Millionen Euro) auf - allerdings ist das Frühlingsquartal im Spielemarkt traditionell schwach, da die meisten umsatzträchtigen Titel im Weihnachtsgeschäft liegen.

Bemerkenswert: Zeitweilig verfolgte EA noch die Politik, keine Spiele zu veröffentlichen, die in den USA das "M"-Rating (vage vergleichbar mit einer Freigabe ab 18 Jahren hierzulande) erhielten. Mittlerweile kam man davon wieder ab.

Außerdem respektiert die Firma Arbeitnehmerrechte seit einiger Zeit besser, nachdem 2005 ein Blog-Eintrag für Empörung gesorgt hatte, in dem von 80 Stunden Arbeitszeit und mehr auch jenseits der "Crunch time" die Rede war. Wie es sonst um Image-schädigende Vorurteile über EA bestellt ist, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

Moderation
20.06.2008 07:56 Uhr
Jetzt ist eure Meinung gefragt: Hier könnt ihr euren Kommentar zum Artikel veröffentlichen und mit anderen Lesern darüber diskutieren.
Dein Kommentar
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
16.09.2008 17:49 Uhr
Also ich für meinen Teil sehe die starke Kritik an EA berechtigt. Wenn Ubisoft, Bioware, Blizzard, Activision etc. ein Spiel rausbringen brauche ich nicht viele Informationen; es funktioniert, es macht Spaß und es ist nicht ZU teuer.

Bei EA versuche ich die Spiele entweder zu umgehen oder mich im Vorfeld sehr gut zu informieren - schon zu viele schlechte Erfahrungen.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
15.09.2008 23:23 Uhr
Zitat: (Original von Shadow_Man am 15.09.2008 23:19)
EA wird langsam zu DER Lachnummer in der Spielebranche. Durch Online-Aktivierung und DRM vertreiben sie sich ihre Kunden, die noch bereit sind für ein PC Spiel zu bezahlen.
Sie bringen auf dem PC nur miserabel optimierte PS2 Versionen, wie z.B. bei…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
15.09.2008 23:19 Uhr
EA wird langsam zu DER Lachnummer in der Spielebranche. Durch Online-Aktivierung und DRM vertreiben sie sich ihre Kunden, die noch bereit sind für ein PC Spiel zu bezahlen.
Sie bringen auf dem PC nur miserabel optimierte PS2 Versionen, wie z.B. bei FIFA und behaupten dann, für heutige PCs wäre es zu anspruchsvoll, dabei beweisen sie damit nur ihre eigene Stümperhaftigkeit. Selten dämlich!

Verwandte Artikel

25°
 - 
Bereits heute Morgen hatten wir euch über das vergangene Geschäftsjahr EAs und dessen Erfolg berichtet. Aus dem Bericht geht außerdem hervor, dass der Publisher 80 Millionen US-Dollar in die Entwicklung der Next-Gen-Konsolenspiele für Xbox 720 und PS4 investieren will. mehr... [6 Kommentare]
24°
 - 
Electronic Arts konnte im dritten Fiskalquartal den Nettoverlust deutlich minimieren und übertrifft hinsichtlich Umsatz und Gewinn sogar die eigenen Erwartungen. Battlefield 3, SWTOR und FIFA 12 waren die Bestseller des Quartals. mehr... [8 Kommentare]
20°
 - 
Kaum ein anderes Spiel scheint so sehr geschaffen für Facebook wie Die Sims. Seit gut einer Woche ist die Beta von Sims Social live - und schon weit über sieben Millionen Fans sind dabei. Es scheint, als hätte die Welt förmlich darauf gewartet. PC Games hat bereits viele Stunden in Sims Social verbracht und einige pikante Affären mit Kollegen und Freunden gestartet - rein virtuell, versteht sich. mehr... [3 Kommentare]
19°
 - 
Origin erfährt heute das Update auf Version 8.6. Neu ist laut EA die CPE-Entlastung und die daraus resultierenden verkürzten Ladezeiten. Außerdem werdet ihr in Zukunft die echten Namen eurer Freunde einsehen können - vorausgesetzt, diese erlauben es. mehr... [4 Kommentare]